Spannungsversorgung für Bürkerts


  • der TDA2003 ist eigentlich ein NF-Verstärker (z.b. für autoradios/verstärker) der wird hier als oszillator mit leistungsausgang benutzt, der dann eine ladungspumpe (die beiden dioden und die beiden 1000uF-kondis) antreibt... die machen aus 12V 2*12V-2*diodenspannung, unbelastet also ca. 22,5V.
    bei belastung bricht die spannung etwas zusammen... sollten aber bei deinen ventilen noch etwa 20V sein... das sollte ausreichen...


    wenig bauteile, ic ist einfach erhältlich, dioden auch, das kann man auf ner lochrasterplatine aufbauen...


    bürkerts:
    hm... hast du defekte ventile ersteigert?
    einige der ventile, die ich so im laufe der zeit bei ebay ersteigert habe, waren auch nicht mehr dicht... die dichtungen abgenutzt... manchmal bringt zerlegen und saubermachen was... ansonsten unseren guru fragen... =)

  • Nachwievor versteh ich die Problematik nicht ganz? Ein Spannungsverdoppler/vervielfältiger mit bewährten Standard Step Ups von National Semiconductor erfüllt doch die Anforderung mehr als gut. Oder sind Bedenken wegen den 'großen' Elkos oder Spulen?

  • Flatliner: Wenn Du noch gute zwei Wochen warten kannst, dann baue ich Dir einen Spannungsverdoppler zusammen. Wird allerdings ein "IBF-Spezial", also die von mir favorisierte Schaltung mit drei Elkos und mit einem kleinen Microcontroller (um die Schaltzeiten der Transistoren zu berücksichtigen bzw auszugleichen... => jedes gesparte mA-Stündchen ist wichtig =) )

  • Hm... danke für den Hinweis.
    Bin dann mal auf die NS-Seite gegangen und habe die Randbedingungen in das Online-formular eingetippt (In = 11V - 13V; Out = 24V;...). Prompt dann zu einem anderen IC verwiesen worden (LM3478). Tja, was soll ich sagen,... noch mehr Spulen und Peripherie :kotz1: ....


    Quote

    IBF, brich dir bitte keinen ab dabei...


    Nö, nö, keine Sorge. Werden nach jetziger Schaltungsidee drei Leistungstransistoren, drei Elkos, zwei Leistungsdioden, vier Widerstände, ein Quarz und ein kleines Microcontrollerle..... und keine Induktivität :jeah:

  • Und was macht dein Spannungsdoppler nach klassischer Methode ohne Spulen wenn die Eingangsspannung wegbricht? Also wenn du schiebst und das Ventil auslösen willst...?


    Quote

    Hm... danke für den Hinweis.
    Bin dann mal auf die NS-Seite gegangen und habe die Randbedingungen in das Online-formular eingetippt (In = 11V - 13V; Out = 24V;...). Prompt dann zu einem anderen IC verwiesen worden (LM3478). Tja, was soll ich sagen,... noch mehr Spulen und Peripherie ....


    Ohne jetzt wirklich ins Datenblatt geschaut zu haben, aber die musst natürlich den LM2577-ADJ, also den einstellbaren als Referenz hernehmen um die 24V zu erreichen...


    Naja, zum Thema noch mehr Perepherie:
    Dein Vorschlag scheint ja auch ein kleines Bauteile Grab zu werden...


    Ich persönlich favorisiere bei einer unbekannten, schwankenden Eingangsspanung übrigens SEPIC Regler. Die sind zwar nicht wirklich billig und etwas komplex in der Beschaltung, aber das lohnt sich...

  • tja... alles hat vor- und nachteile... ein professioneller step-up-regler mit den gängigen ic's ist mir im normalfall auch lieber...
    allerdings stört mich da:
    -die hohe taktfrequenz (ist normalerweise wünschenswert, um die bauteilgrösse klein zu halten) --> kann (muss aber nicht) störungen im empfänger produzieren...
    -der für den laien manchmal doch recht schwierige aufbau... damit die hochintegrierten ic's gut funktionieren, muss man schon ein wenig aufs layout achten... 'fliegende' verdrahtungen bzw lochraster-aufbauten sind bei taktraten von 100-300kHz nicht ohne
    -beschaffung der bauteile: selbst wenn man die ic's beim wald-und-wiesen-dealer seines vertrauens bekommt, gibt es meist schwierigkeiten bei den passenden spulen...


    das sind natürlich alles keine argumente, die wirklich GEGEN den einsatz von hochintegrierten ic's sprechen... die dinger haben unmengen von vorteilen...


    für die meisten ventile (bis 3W) reicht allerdings auch eine ladungspumpen-lösung... und die ist recht einfach mit teilen aus der bastelkiste aufzubauen... gut, flatliners ventile sind mit ihren 8,4W schon heftige teile... da ist die frage, ob man nicht lieber einen fertigen wandler (teuer, aber sicher) oder einen vernünftigen step-up wandler einsetzt...


    ich werde die TDA-lösung mal aufbauen und austesten.. ich brauche ja auch die 24V... =)


    Quote

    drei Leistungstransistoren, drei Elkos, zwei Leistungsdioden, vier Widerstände, ein Quarz und ein kleines Microcontrollerle

    oha... ein microcontroller für nen wandler? wohl gar in C programmiert?? mit 120mm kanonen auf harmlose spatzen schiessen??? =)


    Quote

    Und was macht dein Spannungsdoppler nach klassischer Methode ohne Spulen wenn die Eingangsspannung wegbricht? Also wenn du schiebst und das Ventil auslösen willst...?

    hm... wenn die spannung beim schieben auf unter 10V zusammenbricht sollte man sich gedanken über seinen antrieb /akkus machen... ansonsten tun sich ladungspumpe/wandler bei einschalten von induktiven lasten (relais/ventil) nicht so viel... im ersten moment wird der puffer-kondi recht weit entladen (stromstoss durch die last-spule), dann fängt der wandler an ladung auf den ausgangskondi nachzupumpen, dieses verhalten findet man bei allen step-up-wandler-typen


    ladungspumpe:
    bei ner ladungspumpe bricht beim zuschalten der last-spule die spannung schnell auf minimal 12V-2*diodenspannung zusammen (ca.10,5V) ... dafür ist allerdings der stromstoss (der puffer-kondi ist recht gross) durch die ventilspule am anfang recht hoch--> gutes anzugsverhalten des ventils, die 10,5V reichen meist locker aus, um das ventil dann auch offen zu halten... (bis 3W-spule klappt das bei vorgesteuerten ventilen, bei direktgesteuerten ventilen bin ich mir da nicht so sicher...)


    step-up-schaltregler:
    die schaltreglerspannung bricht (da der pufferkondensator recht klein ist) kurzfristig auf ca 2-5V zusammen, der stromstoss durch die spule ist wesentlich kleiner als bei einer ladungspumpe, der wandler muss erst wieder ladung auf den puffer-kondi transferieren ...das können gute wandler-ic's zwar recht schnell, aber trotzdem ist das schaltverhalten von induktiven lasten an einem schaltwandler recht langsam...


    wie gesagt... was letztendlich verwendet wird, ist geschmackssache... ich werde jedenfalls mal die TDA-lösung testen (einen NF-verstärker auf die art zu vergewaltigen hat einen gewissen charme =) ) wenn dirk mir mal eins seiner bürkerts leiht, kann ich dann mal berichten, wie sich die schaltung verhält...

  • Quote

    Original von IBF
    Flatliner: Wenn Du noch gute zwei Wochen warten kannst, dann baue ich Dir einen Spannungsverdoppler zusammen. Wird allerdings ein "IBF-Spezial"...


    Da warte ich gerne drauf :dafuer:


    Quote

    Original von UnskilledWorker
    -der für den laien manchmal doch recht schwierige Aufbau...


    Ich bin mit sowas jedenfalls leicht überfordert :engel:
    und freue mich auf jede Hilfe die ich bekommen kann.


    Dirk

  • das ist doch genau die schaltung, die ich ausprobieren will... =)


    hm... conrad ist gerade nicht erreichbar... was wollen die für bausatz/fertiggerät haben?


    EDIT:
    jetzt gehts wieder...
    12,95€ für nen bausatz... ist ok, immerhin ist die platine mit dabei...


    bischen unhandlich, das lässt sich noch kleiner aufbauen, und der kühlkörper könnte etwas grösser sein... ansonsten:


    laut datenblatt geeignet, wenn du es eilig hast und 13€ über hast, dann hol dir das ding, ansonsten warte bis ich die schaltung an nem bürkert getestet habe...

  • Quote

    oha... ein microcontroller für nen wandler? wohl gar in C programmiert?? mit 120mm kanonen auf harmlose spatzen schiessen???


    Hehe... =) ... ich denke, dass ich nicht einfach einen "Pulser" mit Low/High einsetzen möchte, sondern vier verschiedene Zeiten. Geht ein bißchen auf Kosten der verfügbaren Leistung, aber die Transistoren werden dadurch nicht künstlich erhitzt, weil sich die Schaltzeiten gegenseitig durch die Ausräumkapazitäten überlagern. (....soweit zur Theorie....)
    Nachdem ich nur drei Ausgänge brauche, wirds garantiert kein 40poliger DIL-Typ.


    Quote

    Dein Vorschlag scheint ja auch ein kleines Bauteile Grab zu werden...


    Die Schaltung mit LMschießmichtot oder TDA kommt mit weniger Bauteilen aus. Stimmt. Aber ich denke, dass ich stattdessen die Verlustleistung ein bißchen runter kriege. Außerdem brauche ich nicht die von mir so gehaßten Spulen einsetzen.


    @UW: Mich würde das Oszillogramm der Ausgangsspannung bei steigender Belastung (350mA/ 800mA/2A) interessieren. Hast Du die Möglichkeit, sowas abzuknipsen und hier zu präsentieren?
    Vielleicht liege ich total daneben, aber mit der "Zwei-Kondensator-Schaltung" vermute ich, dass es nach dem Einschalten (Puls) der Bürkerts einige Zeit dauern wird, bis wieder genügend Energie für einen zweiten Schuss zur Verfügung steht.
    (Ich hoffe, mit meiner "Drei-Kondensator-Schaltung" da bei bißchen gutmütiger zu werden.) => Bisher alles nur Bauchgefühl => Wir werden sehen. => Jugend forscht

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    Die Schaltung mit LMschießmichtot oder TDA kommt mit weniger Bauteilen aus. Stimmt. Aber ich denke, dass ich stattdessen die Verlustleistung ein bißchen runter kriege. Außerdem brauche ich nicht die von mir so gehaßten Spulen einsetzen.

    Und dafür aber 3 riesige Ladeelkos... Ausserdem muß ich Heiko beipflichten. Ein Riesenaufwand um die Verlustleistung ein paar Prozent zu drücken. Mit Simple Switchern kommt man bei überlegtem Layout immerhin auf 80-90%. Das muss man erst mal im Eigenbau nachmachen... Man läßt sich natürlich gerne Überraschen, keine Frage...


    UW hat aber Recht, im Endeffekt Geschmackssache...

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    vermute ich, dass es nach dem Einschalten (Puls) der Bürkerts einige Zeit dauern wird, bis wieder genügend Energie für einen zweiten Schuss zur Verfügung steht.

    jau... etwa 0,1s... wenn der pufferkondi recht gross (4700uF) ist =)

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    sondern vier verschiedene Zeiten. Geht ein bißchen auf Kosten der verfügbaren Leistung, aber die Transistoren werden dadurch nicht künstlich erhitzt, weil sich die Schaltzeiten gegenseitig durch die Ausräumkapazitäten überlagern.

    hä? vier zeiten??? schaltverluste? ausräumkapazitäten??? das hört sich alles eher nach ner kompletten H-brücke an...


    EDIT:
    giz war schneller =)
    jepp... der wirkungsgrad ist im normalfall bei schaltreglern mit 80-90% um einiges höher, als bei ner ladungspumpe mit standard pnp-npn- treiberstufe (60-70%) und der TDA z.b. braucht 50mA ruhestrom.... allerdings muss ich sagen: das nehme ich bei der einfachheit der schaltung gerne in kauf... und 50mA*6min=0,005Ah habe ich für den ruhestrom auch noch übrig... *grinzel*

  • Meine Güte.. zwei Seiten Posts nur um aus 12V 24 zu machen?
    Und dann ein Microcontroller um ne Spannung zu verdoppeln ?:nönö:
    Vielleicht können wir das ganze mal abkürzen :


    Voilà ! Step-Up Regler, 12V-24V
    Platinengröße : 29mm x 61mm
    Gewicht : 19 Gramm (incl die 3 Kabel,10cm lang
    Maximalstrom (Ausgang) : 1,7 A
    Ausgangsspannung : 24,07V
    Eingangsspannung : 4V - 20V
    Wirkungsgrad : >80%


    mit viel weniger Bauteilen gehts wohl nicht und ich hab damit eben grad, mangels großer 24V Verbraucher, zwei in Reihe geschaltete 12V 20W Halogenlampen zum Leuchten gebracht. Für das fuzelige Ventil reichts also allemal.
    @Flat, wenn du mir ne Adresse mailst schick ich dir das Platinchen. Müsste in nen Briefumschlag passen :-O

    [SIZE=1]Hey Jungs, das tut mir echt leid, aber wir brauchen
    [SIZE=2]MEHR POWER [/SIZE]
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