Fahrtregler für Beetle-weight V1

  • Ok, mit P-FETs entgeht man natürlich den Schmerzen. Das und das Weglassen der Strombegrenzung verringert die Komplexität und die Kosten, ist aber mehr Aufwand auf der Software Seite.
    Wenn du P-FETs verbaust, geht dann nicht eine klassische Low Side Treiber Einheit (z.B. TC4468) auch für die High Side? Damit hättest du einen weiteren Freiheitsgrad für die Ansteuerung der Brücke.


    Das mit den Schraubklemmen ist schon aufgefallen und sicherlich schön aufgeräumt im Bot, kostet halt aber Platinenfläche. Das ist ein klassischer Trade-Off... :)


    Ich hab die Modulbauweise gestern noch mit meinen alten Entwürfen verglichen:

    • CPU/Logik auf Baseboard: Mikrocontroller, Logik, Spannungsversorgung für Treiber und Logik, Kommunikation, Eingänge, Low Power Schaltkanäle
    • Power/High Current auf Modul: Absicherung, FETs, Treiber, Aufbereitung Analogmessungen, High Power Schaltkanäle


    IBF, denkst du man könnte das Format und Belegung standardisieren...? ;)


  • IBF, denkst du man könnte das Format und Belegung standardisieren...? ;)

    Wie genau meinst Du das?
    Für alle Leistungsklassen ein "einheitliches Prinzip"? Oder speziell jetzt nur für diesen Fahrtregler in der Beetleweight-Klasse?


    Prinzipiell könnte das schwierig werden. Sobald irgendwas geändert werden muss, könnte sich der Platzbedarf ändern.


    Bei dem Dreikanal-Fahrtregler (2 Fahrkanäle + 1 Waffenkanal) ist derzeit die Schraubklemme für die Waffe genau zwischen den beiden Schraubklemmen für die Fahr-Motoren. Das muss ich in der nächsten Generation von Dreikanal-Featherweight-Fahrtreglern ändern. Die Waffenausgangs-Klemme muss nach aussen verlagert werden, damit ich für den Waffenkanal eine separate Absicherung (sind dann zwei KFZ-Sicherungen hinter der Spannungsversorgungs-Klemme) integrieren kann.

  • Wie genau meinst Du das?
    Für alle Leistungsklassen ein "einheitliches Prinzip"? Oder speziell jetzt nur für diesen Fahrtregler in der Beetleweight-Klasse?


    Prinzipiell könnte das schwierig werden. Sobald irgendwas geändert werden muss, könnte sich der Platzbedarf ändern.

    Ja, für alle Klassen ein Prinzip, sowie wie bei z.B. Arduino oder Raspberry Pi. Es könnte "schwierig" werden, aber aufgrund der Erfahrungen du du bisher sammeln konntest, lässt sich daraus nicht das Gröbste bereits ableiten?
    Die Idee ist halt dass du nicht jedesmal immer wieder die gleichen Sachen wie CPU und PPM Eingänge auf die unterschiedlichen Regler designen und layouten musst, sondern das nur einmal machst, quasi modular und standardisiert.

  • Ok, verstanden. Also nicht eine zentrale Platine für alles, sondern nur ein "Konzept" für eine zentrale Platine.


    Ja, das lässt sich machen. Bzw. "habe" ich schon fast gemacht. Aus o.g. Kostengründen beim Beetle-Regler auf MOSFET-Transistoren umgestiegen, statt auf die bewährten Infineon-MOSFET-Halbbrücken. Aber ansonsten ist der Eingangspuffer für die Empfängersignale (Schmitt-Trigger), der Schalter zum Aktivieren/Deaktivieren der anwenderspezifischen Parametrierung, dem Anschluss für die Schnittstelle zum PC und die Messung der aktuellen Akkuspannung das Gleiche.


    Schwierig wird's schön langsam mit der Anzahl der verfügbaren Ports beim Prozessor. Der 28-Pinner ist voll belegt. Ich musste den Pin für die Messung der Akkuspannung schon mit der Funktion von dem Schalter zum Aktivieren/Deaktivieren "multiplexen". :D
    Es gibt zwar noch einen 44-Pinner, aber das Löten von dem Fine-Pitch-Raster macht mir nicht so recht Freude....

  • Ich hatte mal das Format 100x50 mit zwei Ebenen im Sinn. Ich hatte auch mal 80x40 in der Auswahl aber da bekommt man die Dual Endstufe für Feathers nicht richtig unter.
    Wären das akzeptable Formate oder passt das nicht in die 3 Klassen...?

  • Wären das akzeptable Formate oder passt das nicht in die 3 Klassen...?

    100/50 bzw. 80/40 ? Ich glaube, bei einem "Format" zu standardisieren, das ist das Schwierigste überhaupt.
    Derzeit bin ich an dem Fahrtregler für Heavyweights dran. Die Grundeinheit ist die Gleiche wie bisher. Aber ich brauche größere Supressor-Dioden und einen größeren Kühlkörper. Also die Bauteile weiter auseinanderziehen, damit alles untergebracht werden kann. Selbst die Änderung von den Kondensatoren von 35V-Typen auf 50V-Typen macht einen größeren Platzbedarf und somit eine größere Leiterplattenfläche nötig.


    Wo ich immer explizit darauf schaue: Dass die Befestigungsbohrungen von den Baugruppen in einer Typserie gleich bleibt. Ich möchte niemanden zumuten, dass er von mir eine (neuere) Baugruppe bekommt und dann beim Austauschen die bisherigen Bohrungen um 2mm nicht stimmen.


    Mit Deinem Vorschlag für ein einheitliches Format sehe ich schwarz. (Ich weis worauf Du hinauswolltest: So wie vor zig-Jahren die ersten Scheckkarten-Computer auf den Markt kamen.....

  • Leider stimmt da irgendwas nicht. An der Empfänger Versorgung liegen nur etwas über 3 V an. Der Empfänger geht zwar an, beschwert sich aber kontinuierlich über zu geringe Spannung.


    IBF Eine Ahnung woran das liegen kann?

    Sch....

    Nein, keine Ahnung.

    Bei der Spannungs-Stabilisierung wurde der bisherige 78L05 durch einen Low-Drop-Typ ersetzt. Somit genügt auch das letzte Aufbäumen eines 2S-LiPo-Akkus mit 5,5V noch, um bei der Versorgung der Elektronik und des Empfängers die benötigten 5V zu kriegen.

    (Bei der separaten Spannungsversorgung für den Servo ist weiterhin kein Low-Drop verbaut. Ich finde keinen Spannungskonstanter, der Low-Drop mit mindestens 2 Ampere kann.)


    Ich zähle mal auf, wo ich bei der Fehlersuche partiell nachsehen würde:

    1)

    Ich nehme an, Du hast die Eingangsspannung am Fahrtregler nachgemessen? Sind aktuell > 7V ? (Nicht dass eine Zelle des Akkus schlappgemacht hat und es liegen nur noch 3,6V an...)


    2)

    Der Servo ist nicht versehentlich am Empfänger angesteckt? Auch keine weiteren "Verbraucher" ausser die zwei Datenanbindungen zum Fahrtregler und die Datenleitung zum Servo. => Alles richtig eingesteckt.


    3)
    Beim Anschluss zwischen Fahrtregler und Empfänger ist nur eine Steckbuchse mit der roten Ader für 5V belegt. Die anderen dreipoligen Stecker haben nur die Signalleitung angeschlossen. Der dreipolige Anschluss ist wichtig, liefert die Spannungsversorgung. Ansonsten versucht der Empfänger, über die Signalleitung ein bißchen was an Strom zu bekommen. Sind natürlich nie 5V.


    4)

    Der fünfpin-Buchse am Fahrtregler, die die Verbindung zum Empfänger herstellt, ist korrekt angesteckt? => GND/schwarze Ader nach links zum Parametrierungsstecker ausgerichtet.


    5)

    Mal bitte den Empfänger abstecken (fünfpin-Buchse am Fahrtregler, die die Verbindung zum Empfänger herstellt ausstecken.)
    Dann mal jetzt die Spannung an den Pins messen. Sollten 5V sein. Und zwar am ganz linken Pin (normalerweise schwarze Ader) und am zweiten Pin von links (normalerweise rote Ader).


    Wenn die o.g. Checks nichts bringen, dann schicke ich Dir mein zweites Exemplar von dem Beetleweight-Regler zu. Warte also mit dem Zurücksenden von dem bisherigen Exemplar (ohne Zitter-Maßnahme ) zu mir, eventuell hast Du zwei Exemplare zum zurückschicken. ;)

  • Hm ich war schon dabei zu antworten, dass ich alle diese Punkte getestet habe.


    Dann habe ich aber nochmal nachgeschaut und das Problem scheint sich auf mysteriöse Weise selbst gelöst zu haben. :/

    Vielleicht war doch irgendwo etwas lose... Ich bin mir zwar sehr sicher, dass ich das geprüft hatte, aber eine andere Erklärung fällt mir nicht ein. Ich kann das Problem nicht reproduzieren. Egal, hauptsache läuft.


    Leider macht der Servo immernoch mucken:

    Bei der letzten Version ist der Servo dem Ziel Signal von der Fernsteuerung gefolt, hat jedoch um die Zielposition herum gezuckt.

    Nun bewegt sich der Servo in Teilbereichen gar nicht, um dann schlagartig zur nächsten Position zu springen. An manchen dieser Positionen zuckt er immernoch hin und her (nicht an allen). In den Endbereichen bewegt er sich gar nicht.

    Auch die von Dir empfohlene Einstellung der Servo-Hysterese hilft leider nicht. Dadurch scheinen nur die Teilbereiche, in denen der Servo gar nicht reagiert, größer zu werden.

  • Dadurch scheinen nur die Teilbereiche, in denen der Servo gar nicht reagiert, größer zu werden.

    Ja, das ist der Gedanke dazu, wie es funktionieren sollte.

    Es wird ein Wert versendet und "sich gemerkt". Sollte ein neuer Wert versendet werden, wird erst überprüft, ob er kleiner oder größer mit dem Hysterese-Abstand zum letzten versendetem Wert ist. Je größer die Hysterese, desto größer ist somit der Abstand zum nächsten "Zielwert". Das reduziert das Zucken um einen bestimmten Wert. Aber natürlich auch den Abstand zum nächsten Zielwert.


    Mist, dass der Servokanal immer noch zuckt. Ich habe ein Exemplar hier und werde nochmal alles durchgehen, warum bei mir das Zucken jetzt weg war, bei Dir aber immer noch auftritt.

    Werde berichten, wenn ich einen bisher verdeckten Verdachtsfall habe.

  • ist doch eigentlich ein ordentliches digitalservo. Könnte es ggf daran liegen, weil es ein digitalservo ist und von der Ansteuerung anders reagiert?

    Vom Jittern in dem regulärem Stellbereich her wohl eher nicht. Denn wenn der Fahrtregler nicht über die Eingänge vom Empfänger, sondern über USB vom PC-Programm angesteuert wird (=Remote-Betrieb), dann ist kein Zittern feststellbar. Meine ganzen Software-Verbesserungen im Fahrtregler bezogen sich darauf, das Empfängersignal zu glätten bzw. die Spikes abzufangen.


    Aber Du hast recht, dass eine "überzogene" Ansteuerung mit Pulsen < 1,0ms oder > 2,0ms zu den eigenartigen Reaktionen führen können. Kann sein, dass deshalb der Servo ein bißchen irritiert reagiert. Das muss ich ausprobieren, habe ich noch nicht gemacht. (Habe mir den gleichen Servo besorgt, den Daniel benutzt, damit ich die 3A Strombedarf austesten könnte...)