Posts by finger.im.ohr

    Ist der Übergang von dem gekühlten Teil bis zur beheizten Nozzle der o.g. "Heartbreak" ?

    Fast korrekt. Es heißt Heat-break (Wärme Bremse), da es die Wärmeübertragung möglichst unterbinden soll.

    Im Idealfall bleibt das Filament möglichst lange fest und wird dann schlagartig auf dem letzten wegstück geschmolzen.


    Mein Prusa ist immer noch nicht fertiggestellt worden und fungiert als Staubfänger im Labor :frowning_face:

    Kannst ja meinen alten kaufen; der ist schon zusammengebaut :face_with_tongue: .

    Ich habe den Drucker am Sonntag in Betrieb genommen.


    Zunächst ein paar Tests mit pla - läuft.

    Dann Tests mit PETG - läuft.


    Zwei größere Drucke über Nacht 8~9 Stunden Druckzeit sind auch erfolgreich gewesen.


    Ich bin noch am rumfummeln mit den estep/flow Einstellungen. Habe derzeit das Gefühl, dass ich ein wenig Überextrusion habe.


    Das selbst-/umgebaute hotend hat sich somit auch bisher bewährt.


    Der Druckteil Lüfter von eBay ist nicht so dolle, da er ein leichtes Schleifgeräusch verursacht. Ist aber so leise, dass es mich nicht stört. Könnte behoben werden, indem ich einen prusa Lüfter einbaue, aber der läuft mit 5V und würde demnach einen Spannungswandler benötigen.

    Das Geräusch stört nicht nicht stark genug um den Aufwand zu rechtfertigen.


    Das Druckbett ist merkbar krumm, aber auch hier in einem Ausmaß, das nicht stört.

    Die biegbare Federstahlplatte vom prusa ist ganz praktisch, aber die Oberfläche der Ender Glasplatte finde ich besser bzgl Haftung.


    Das Ender Druckbett lässt sich außerdem nur bis 70°C aufheizen, was eine Schwäche im Vergleich zum prusa ist.


    Ich werde weiter testen und die beiden Drucker vergleichen. Bin besonders auf Ergebnisse mit PP gespannt.

    Stimmt.


    Oder den Motor tunen:

    • Dickere Achse (der ausgewählte Motor muss natürlich dafür geeignet sein - was man erst sieht wenn man ihn auseinander nimmt)
    • Magnete schön einkleben

    Aber die Einfachere Variante ist sicherlich eine Entkopplung durch Riemen.

    Der erste Getriebemotor ist die typische Bauform, die bei Ants genutzt wird. Nennt sich N20 und müsste glaube ich vom Querschnitt 20mm x 12mm sein.

    Bzgl. der Geschwindigkeitsangabe vermute ich, dass diese sich bereits auf den Getriebeabgang bezieht. Du musst also nicht mehr mit dem Übersetzungverhältnis umrechnen - das haben die schon gemacht.

    Bitte beachte, dass ein voller 2S lipo 8,4 V Spannung hat. Auch das halten die N20 Motoren noch ganz gut aus, geht aber auf die Lebensdauer. Ist meiner Meinung nach bei so günstigen Teilen jedoch vernachlässigbar. Alternativ gibt es auch N20 Motoren für 12 V.

    Die Angaben bzgl. Geschwindigkeit und Moment beziehen sind natürlich bei abweichender Betriebsspannung nicht mehr gültig.


    Die 40 mA würde ich ebenfalls als Stromaufnahme im Betrieb ohne (nur das Getriebe) Last interpretieren.


    Die Einheit Masse mal Länge wird hier zur Angabe des Moments genutzt (wie beim letzten Motor Nmm). Ist beim ersten Motor in kg x cm angegeben und in Klammern steht noch oz x inch, also Unzen x Zoll.

    0,33kg x cm heißt, dass das Teil bei 1 cm Hebelarm 0,33 kg halten kann. Wie beim Moment 1 Nmm: Bei 1 mm Hebel 1 N Kraft.

    Mit der Erdbeschleunigung 9,81 m/s² kannst Du Dir das Moment in Nm/Nmm umrechnen.


    Allgemein sind die Spezifikationen solcher Hobbykomponenten immer fragwürdig. Ich würde sie nur als grobe Referenz nutzen und mit Erfahrungswerten und eigenen Tests kombinieren.


    Als Antrieb für Ants haben die N20 Getriebemotoren aber mehr als genug Moment, sodass ich mich mit solchen theoretischen Berechnungen nicht beschäftigen würde.


    Die kleineren Motoren würde ich nicht empfehlen, da die Getriebe dort vermutlich zu fragil sind. Nur wenn Du viel Gewicht für Panzerung und Waffe stecken willst, würde ich in Betracht ziehen mit diesen Motoren herumzuexperimentieren.


    Der letzte Motor ist ohne Getriebe und auf Grund seiner Größe für Ants nicht zu empfehlen.


    Für Beetles funktioniert N20 je nach Bot Konzept, ist aber meiner Meinung nach grenzwertig.

    Wenn, dann würde ich hier mindestens auf 4-rad-Antrieb gehen und einen N20 Getriebemotor pro Rad nutzen.

    Das sieht doch schonmal ganz gut durchdacht aus.


    Mit dem Bild vom CAD Modell kann ich noch nicht ganz so viel anfangen. Welcher Teil davon rotiert? Wie werden Motoren&Getriebe befestigt? Wofür sind die orangenen Teile?

    Außerdem kann ich die Dimensionen schwer einschätzen. Kannst Du vielleicht das Maß von einem der Durchmesser als Referenz nennen?

    Hallo Jose,


    Schön, dass du zu uns gefunden hast von dem, was wir machen, begeistert bist.


    Leider ist unser Hobby in Deutschland nicht so sehr verbreitet. Wir sind zwar in ganz Deutschland verteilt, aber nur ein Recht kleiner Verein mit begrenzten Möglichkeiten.

    Der Transport unserer Arena ist mit viel Aufwand und Kosten verbunden, sodass sich Veranstaltungen auf die nähere Umgebung des Lagerorts begrenzen. (Siehe Beitrag Buchi )

    Wie gut haften denn die anderen Schichten aneinander?


    Der Druck ist ja nun eh hinüber. Probier mal die Schichten per Hand oder mit einer Zange auseinander zu brechen. Wenn das zu leicht geht und das Teil exakt an einer Schicht entlang bricht, ist vermutlich die Drucktemperatur zu niedrig.

    Um eine gute Temperatur für das Material herauszufinden, ist der Druck eines Temperatur-Turms gut.



    Ein anderer Grund könnte die von Buchi beschriebene Unterextrusion sein. Neben schlechtem Filament kann das auch durch falsch eingestellte E-Steps vom Extruder hervorgerufen werden. Mit dieser Einstellung bringst Du dem Drucker bei, wieviele Schritte des Extrudermotors wieviele mm Filament vorschieben. Wenn das falsch eingestellt ist, kannst Du Über- oder Unterextrusion haben.

    Von den Bildern her sieht das aber nicht danach aus. Sonst müsstest Du auch Unsauberheiten im Rest des Drucks haben. Bei Unterextrusion kleine Lücken in den Wänden und bei Überextrusion Hügel/Blobs, die hervorstehen. Auf dem Bild sehen die Flächen allerdings schön gleichmäßig und glatt aus.

    Bei schlecht verarbeitetem Filament könnte das natürlich nur stellenweise auftreten.

    PETG, PP und TPU (TPU bisher noch nicht für Roboter, aber ich weiß, dass andere das für Bots nutzen)



    Hallo Sidney,


    ich habe ein ganz schlechtes Gewissen, weil Dein Beitrag irgendwie untergegangen ist :pinch:

    Ich hoffe damit haben wir Dich nicht vergrault.


    Schön, dass Du Interesse an unserem Hobby gefunden hast.

    Bronco ist definitiv ein cooler Bot und ein riesen Vorbild.


    Hast Du denn schon irgendwelche konkreten Fragen?

    Auf was für Material und Werkzeug hast Du Zugriff?

    Beim originalen Ender 3 Hotend geht der Schlauch bis direkt an die Nozzle.

    Vorteil: Der Schlauch bietet niedrige Reibung, sodass Filament, das bereits anfängt sich schmelzen und sich leicht verformt, nur selten stecken bleibt und zu Verstopfungen führt.

    Nachteil:

    Das Schlauch ist nicht für hohe Temperaturen geeignet und fängt irgendwann selbst an zu schmelzen.

    Zudem muss das Ganze etwas unter Spannung zusammengebaut werden, da sonst der Schlauch nicht vernünftig gegen die Nozzle abdichtet. Wenn geschmolzenes Filament sich aus der Schnittstelle herausdrückt, gibt das eine riesige Sauerei...


    Der Microswiss clone hat andere Vor- und leider auch Nachteile:

    Das Originale Teil sieht so aus:


    Der Pneumatik Schlauch geht nur bis oben zum Anfang des Kühlkörpers. Ab dort läuft er im Aluminium, dann in der Titan Heatbreak und geht zuletzt in die Nozzle. Der Schlauch ist somit nicht mehr gefährdet.

    Heatbreak und Nozzle kann man schön gegeneinander verschrauben. Das kriegt man schön dicht.

    Die Titan Heatbreak ist nun der Punkt, an dem das Filament warm wird. Noch nicht ganz geschmolzen aber auch nicht mehr wirklich feste.

    Das führt dazu, dass hier das Filament gerne stecken bleibt.

    Diesen Bereich möchte man daher möglichst kurz halten und für eine gute Wärmeableitung am Cold-End sorgen.


    Daher habe ich das ganze etwas bearbeitet. Vom Microswiss clone ist nur noch die Heatbreak übrig und selbst die wurde bearbeitet.
    Hotend Hotend

    Der Schlauch geht nun bis in die Heatbreak rein, sodass ich möglichst lange die optimalen Gleiteigenschaften nutzen kann. An der Heatbreak sollten nur noch 40 - 50 °C sein, die keinerlei Probleme für den Schlauch darstellen. Das Filament hat nun gar keinen Kontakt mehr zum Aluminium und die Strecke im Titan wirde verringert.


    Dazu habe ich noch den dünnen Teil der Heatbreak verlängert. Der obere dicke Teil der Heatbreak schaute ursprünglich ein ganzes Stück aus dem Kühlkörper heraus. Diesen Teil habe ich einfach ebenfalls "dünnn gemacht".


    Außerdem gibt es einen dickeren Lüfter für den Kühlkörper. Bisher nutze ich einen Noctua NOCTUA NF-A4X10 FLX. Der neue Drucker erhält einen Noctua NOCTUA NF-A4X20 FLX - etwas mehr Voluenstrom und etwas leiser, dafür doppelt so dick.



    Bisher ist das ganze noch ungetestet und ich bin sehr gespannt ob es so funktioniert, wie ich es mir vorstelle. Falls es nicht klappt werde ich wohl stattdessen ein ED3 all Metal Hotend wie beim Prusa verbauen.