• So, nach Dortmund (wie nach jedem Event) gibt es reichlich Motivation und Inspiration bei mir.

    Bot Spencer und Terence Kill waren soweit ganz gut und sollen auch beibehalten werden, aber machen alleine einfach zu viel Arbeit (sowohl beim fahren als auch zwischen den Runden).

    Während also das eigentliche Design und der Name noch sehr unsicher sind, weiß ich zwei Dinge:

    1. der nächste Bot soll ein Beetle werden.

    2. Er soll mit einem Fahrer auskommen und möglichst wartungsfreundlich sein.

    Das heißt für mich unter anderem: Kein Cluster, kein Waffensystem das so viel Aufmerksamkeit erfordert wie eine Hammersaw (Arm + Waffe nur bei Bedarf hochdrehen hat mich überfordert. Also nur eine Waffenfunktion.) Und vor allem: möglichst viele Komponenten des Bots (Antrieb, Waffe etc.) in eigenen Modulen, die relativ einfach ausgetauscht werden können.

    Und: Schrauben haben Köpfe, zum zusammenbauen muss man an diese Köpfe rankommen! <-- Diesmal daran denken, keine Schrauben per Zange am Kopf festdrehen...

    Entsprechend bemühe ich mich jetzt erstmal um eine kompakte, eigenständig funktionierende und zuverlässige Antriebseinheit. Der Raptor John Wallis soll dabei ein wenig als Inspiration dienen. Sieht am Ende ganz anders aus, aber einfach austauschbare Module mit Motor, Getriebe, Rad und einer Möglichkeit diese im Bot zu befestigen sind in etwa was ich mi vorstelle.

    "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
    Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß. Die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
    So lernt doch jeder für sich selbst, in dem großen Spiel das Leben heißt. Und das Feuer ist einer der anspruchsvollsten, dennoch lohnendsten Mitspieler."

    Ps: Nicht käuflich, aber buchbar

  • Ein bisschen was ist passiert, damit bin ich schonmal ganz zufrieden:

    Bild


    Die Antriebseinheiten. bestehend aus zwei Hälften, einstufige Reduzierung vom Brushless Motor. Da mir der Antrieb von Bot Spencer sehr gefallen hat wird hier viel übernommen, nur jede Shuffle-Einheit bekommt einen eigenen solchen Block anstatt Teil eines großen Chassis zu sein.

    Also wie auch vorher: zwei-Achsen-Shuffler. Diesmal kürzere Füßchen, da die Länge höchstens zur Stabilität gegen Umkippen beiträgt und ich sowieso einen dritten Auflagepunkt plane. Lange Füßchen dieser Bauart: Verhält sich wie ein vierrädriger Bot. (Sehr) kurze Füßchen dieser Bauart oder die einachsige Variante verhalten sich eher wie zweirädrige Bots, zumindest so ganz grob).

    Motor samt einstufiger Stirnrad-Untersetzung direkt inklusive.


    Montage verläuft so: Untere Hälfte nehmen, Motor einsetzen und mit zwei Schrauben lose befestigen. Alles andere einfach reinlegen (Füßchen auf Achsen samt Zahnrad an einer Achse und die Lager). Obere Hälfte drauflegen, alle vier Motorschrauben festziehen. Damit ist die Einheit als solche fixiert und lässt sich transportieren, lagern etc. Motorkabel (oder hoffentlich kleiner Stecker) schaut im Bild dann nach rechts über die Zahnradumhüllung.

    Aber wohl nicht stabil genug um die Kräfte zum fahren auszuhalten. Diese Stabilität soll einerseits durch die Boden- und Deckelplatten des Bots kommen (die Antriebseinheiten werden dazwischen geklemmt, dafür auch die Verdickung ober- und unterhalb des Motors), andererseits durch die vier durchgehenden Bolzen in den Ecken. diese sollen einmal durch den gesamten Bot gehen und alles zusammenhalten.

    Ein Alternatives Design hat nur zwei solcher Bolzen in der Mitte der Wände, und einen dritten am Ende des Motors um für mehr Versteifung zwischen Motor und Zahnrad zu sorgen. Was ich davon am Ende nehme wird (auch) vom endgültigem Design des Bots abhängen, je nachdem wie viele Schrauben da rein kommen.


    Motoren sind diesmal aber andere: bei Bot Spencer hatte ich 2306,5 er mit 1000KV genommen und den ganzen Bot mit 6s betrieben.

    Diesmal möchte ich auf lange/komplizierte Bestellungen aus Amiland verzichten (auch weil niemand weiß wie es mit Trump und irgendwelchen Zöllen jetzt weitergeht). Stattdessen werden es diesmal wohl etwas kleinere 2205er mit 2300kv (also deutlich schneller), aber "nur" an 4s betrieben. Die gibt's wie Sand am Meer und zu nichtmal 5€ das Stück mag ich da auch liebe Vorräte und Ersatzteile anlegen.

    Da schieben mit einem Shuffler (Bot Spencer hat doch ganz gut "gehoppelt") und meinen Fahrkünsten sowieso schwierig ist, sollte diese kleinere Motorisierung eigentlich völlig ausreichen um den Bot sinnvoll zu bewegen. Für einen Bot mit Rädern wäre die Untersetzung viel zu niedrig, aber da ich effektiv 7mm "Raddurchmesser" habe sollte es passen.


    Ansonsten gibt es die Motorgröße auch noch mit 1500kv (was dann ziemlich der Geschwindigkeit von Bot Spencer entsprechen sollte), aber da hab ich bisher nur gut doppelt so teure gesehen mit Bauformen (Befestigung und Welle) die mir weniger gefallen haben. Ließe sich aber relativ leicht Umrüsten wenn es nicht passt.


    Jedenfalls hoffe ich davon einfach ein paar Ersatzeinheiten zum nächsten Event mitzubringen. Sollte was mit dem Antrieb sein: Deckel auf, Stecker ab, Einheit raus, neue Einheit rein, Stecker ran, fertig.

    Bonus: die Einheiten sind symmetrisch, ich kann sie also einfach umdrehen und für beide Seiten verwenden.

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  • So... Es hat sich ein bisschen was getan.

    Es gibt jetzt einen Namen und ziemliche Ähnlichkeiten zum geplanten Feather-Projekt "Zahnfee". Nur als shuffler, weil mir das halt wirklich gut gefallen hat.

    Ist auch ein wenig ein Test ob/wie sinnvoll das ganze Konzept überhaupt ist, bevor der wesentlich teurere Feather so gebaut wird.

    Ein Akku, ein 4-in-1-ESC der Sowohl 3 Antriebseinheiten als auch den Waffenmotor versorgen können sollte. Insgesamt also so wenig Kabelage wie möglich.

    Jede Antriebseinheit ist identisch, sodass ich davon 1-2 vormontiert als Ersatzteile mitnehmen kann und dann bei Bedarf einfach austauschen. Außerdem scheint es diesmal genug Platz für Stecker zu geben^^

    Einziges Problem: ich muss sehr darauf achten was für Stecker ich nehme und wie ich die anschließe. Denn mit dem relativ kompliziertem Signalmix für den Bot wäre es schon ziemlich ärgerlich und kompliziert wenn sich ein Antrieb nach dem Tausch falschrum drehen würde. Da traue ich mir auch (noch) nicht zu das einfach schnell per Software zu korrigieren. Also entweder verpolungssichere 3-fach Stecker und zuhause ausprobieren, oder Bananenstecker und vor Ort testen.

    Waffe austauschen wäre schwieriger, da muss ich mal schauen ob ich auch das ganze Teil noch ein zweites Mal vormontiert als Ersatz mitnehmen will, dann wäre es wiederum ziemlich einfach.


    Hauptproblem ist momentan das Gewicht. Ohne Seitenpanzerung oder Deckel bin ich schon bei knapp 2kg.

    Die Waffe ginge kleiner, aber soooo viel bringt das tatsächlich auch nicht (die Waffe selbst sind ~370g), und ich schätze bei diesem Bot wird Reichweite schon nützlich sein. Geht dabei garnicht um mehr Energie in der Waffe, sondern mehr darum zu treffen bevor man getroffen wird. Aus ähnlichen Gründen mag ich die nicht dünner als 10mm machen, ich rechne schon damit auch gegen Horizontalspinner Waffe gegen Waffe zu treffen. Realistisch gesehen werd ich kaum schnell genug sein um an der Waffe von Ernie oder dem Zombie einfach vorbeizufahren.

    Naja, das Teil ist einfach doch relativ groß, da sind Boden- und Deckelplatte dann halt schwer. Mal sehen ob ich da nicht noch was machen kann. Erstmal hab ich da 2mm Alu geplant, aber ob es dabei bleibt ist sehr fraglich. Eine gewisse Steifigkeit braucht es für den Antrieb aber.

    Dazu die Antriebseinheiten, die zusammen auch schon fast 1kg ausmachen... naja, mal schauen ob das machbar wird so insgesamt.

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    Ps: Nicht käuflich, aber buchbar

  • Runsler May 28, 2025 at 3:07 PM

    Changed the title of the thread from “Projekt: Wartungsfreundlich” to “Projekt: Triomino”.

  • Es hat sich noch ein bisschen was getan. So könnte es jetzt tatsächlich funktionieren.
    Und mit der Panzerung außenrum sieht es auch schon fast nach Bot aus.

    Bin mit dem Gewicht immernoch unsicher, aber ansonsten scheint es zu funktionieren wie ich das gehofft hatte.

    Jede einzelne Antriebseinheit lässt sich als "Block" einfach ausbauen und austauschen, das gleiche gilt (theoretisch) für das Waffenmodul und jede der drei Panzerungsteile.

    Leider hab ich mich am Anfang etwas vertan und musste die Frontpanzerung jetzt anschrägen. Nicht um damit unter irgendeinen Gegner zu kommen oder Spinner zu reflektieren, sondern einfach damit die Waffe nicht zu sehr dahinter "versenkt" ist.
    Waffe nach vorne schieben wäre für den Schwerpunkt noch ungünstiger als es jetzt schon ist.

    Apropos Schwerpunkt: von den drei senkrechten Löchern (pro Seite) in der Heckpanzerung sind jeweils zwei für Magnete ausgelegt. Die sollen dazu dienen den "effektiven" Schwerpunkt etwas nach hinten zu verlagern, sodass auch auf der hinteren Antriebseinheit genug Gewicht ist um sie funktionieren zu lassen. Ob/Wie das klappt wenn die Shufflerfüße ständig den Abstand von Chassis zu Boden verändern... naja, mal sehen^^
    Wie bei Bot Spencer Magnete in die Füße zu bauen funktioniert leider nicht da der Platz von den Rollen belegt wird (und das mehr Magneten und damit mehr Gewicht bedeuten würde)


    Ps: Der Bot soll auch noch eine kleine Überraschung bekommen, im Bild sind mindestens drei kleine Hinweise darauf versteckt (hab ich vergessen auszublenden^^). Wer möchte kann ja mal suchen/raten. Außer Daniel, der könnte/sollte eigentlich wissen was ich da noch geplant hab ;)

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    Ps: Nicht käuflich, aber buchbar

    Edited once, last by Runsler (July 10, 2025 at 1:58 PM).

  • Erstaunlich, aber es scheint alles beim ersten Versuch zu passen.

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  • Sooo... war unheimlich nervig, aber die Verkabelung ist (fast) fertig.

    Zum Waffenmotor fehlen noch Stecker, aber da ich mir noch nicht sicher bin wo genau die Kabel langführen sollen (Kleinigkeiten die einem erst gegen Ende auffallen).

    Der Regler ist immerhin auch zu 1/4 fertig eingestellt. Unheimlich frustrierend und hat Stunden gedauert, weil aus irgendeinem Grund die Motoren sich nur mit Schneckengeschwindigkeit und ohne Kraft gedreht haben.
    Keine Ahnung warum es jetzt funktioniert, aber ich nehm das so. Die anderen drei Kanäle + das mixing in der Fernbedienung kommen dann wohl morgen dran. Vllt. find ich sogar noch raus was da los war, ich hab jetzt auf einmal die Stromlimitierung (vorher auf 50A) und Bremse rausgenommen und startup-power von 150 auf 100 runtergedreht. Eeeeeigentlich sollte nichts davon das vorherige Verhalten erklären, aber was solls.

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  • Erste Testfahrt soweit halbwegs erfolgreich: all Füßchen bewegen sich mit akzeptabler Geschwindigkeit in die richtige Richtung.

    Für mehr hat es leider noch nicht gereicht weil ich die Waffe noch nicht vollständig montieren kann.

    Das sorgt
    1. für einen anderen Schwerpunkt, und damit anderes Fahrverhalten (gerade beim seitwärts fahren)
    2. sind damit einfach nicht alle Teile fest (zumindest nicht ohne Kram jetzt festzuschrauben der später wieder los muss). Deswegen ist alles sehr wackelig, und die Schrauben wacklen sich auch einfach wieder los beim fahren^^ Keine Lust hier Muttern zu suchen...

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    Es leeeebt!

    (wenn auch noch etwas hakelig alles und ohne Waffe, aber immerhin! )

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  • Runsler July 26, 2025 at 8:22 PM

    Changed the title of the thread from “Projekt: Triomino” to “Projekt: Triomnio”.
  • So, jetzt ist es offiziell, der Bot wird nicht bis Hannover fertig.

    Ich bin gerade noch dabei die Waffe irgendwie provisorisch gut genug für eine Testfahrt zu montieren (hoffentlich), aber das wird nicht lange halten und ist definitiv nicht turniertauglich.

    Die letzten zwei Wochen waren leider gesundheitlich schwierig bei mir und super anstrengend, da hat dann einfach die Energie und Motivation gefehlt.

    Naja... Wird bestimmt trotzdem ein gutes Wochenende, wird der Bot sein Debut halt in Dortmund oder so haben.

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  • Kannst du dir in ein paar Stunden dann live ansehen, hier ist gleich Feierabend und dann mach ich mich auf den Weg. Der Antrieb funktioniert ja auch zumindest so einigermaßen, Mal sehen wie das auf Stahlboden ist.

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  • So sieht er dann in Dortmund aus.
    Gibt noch Kleinigkeiten zu tun (dafür sorgen dass der Waffenmotor nicht die eigenen Kabel frisst wenn der Bot umgedreht wurde... Tropfen Kleber auf die Rollen/Füßchen da die Fliehkraft bei Höchstgeschwindigkeit reicht um die Rollen in den Orbit zu schießen), aber im großen und ganzen fertig. Optisch wird sich da bis Dortmund nichts mehr dran tun.
    Nur noch diese Kleinigkeiten und vllt. ein paar Ersatzteile vorbereiten, mal sehen wie viel ich schaffe.

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  • Uhh sehr geile umsetzung.

    den Antrieb an sich verstehe ich ich verstehe aber nicht wie die platten an den exzenter überhaupt grip auf den boden bekommen sind die auf der unterseite gummiert?

    Gibts ein foto von unten?

    Muss auch gestehen habe gerde nicht die Zeit den ganzen threat zu lesen...

    LG Aaron

  • Oben und unten sehen gleich aus.
    Die gesamte Waffenkonstruktion ist auch auf einer Welle gelagert, wenn der Bot auf dem Kopf liegen bleibt, dann klappt die Waffe um und er sieht wieder richtig aus.
    Was genau das dann mit der Steuerung macht... naja, dafür einen Umschalter in die Funke zu programmieren ist aus Zeitmangel erstmal weggefallen.

    Aber wegen dem Antrieb: in den Füßchen sind kleine Rollen integriert, die 90° zur Bewegungsrichtung der Füße rollen. Quasi genauso wie die kleinen Rollen bei Omniwheels.
    Das sind einfach kleine PLA-Röhren die auf dünnen Stahlrohren gleiten. Und auf diese Röhrchen hab ich jeweils ein Stück Silikonschlauch gesteckt.

    Der Großteil der Füße hat also eigentlich garkeinen Bodenkontakt, nur diese kleine Silikonfläche der Röhrchen.


    Hier sieht man die Röhrchen mit dem Silikonschlauch nochmal im Detail. Ich muss die Stahlröhrchen noch festkleben damit die nicht herausgeschleudert werden, aber sonst funktioniert es.

    So ist die Waffe quasi im "Zwischenstand", und kann zu jeder der beiden Seiten umklappen, je nachdem wie der Bot fällt und was die Schwerkraft damit macht. Damit die Waffe nicht zu schwer auf dem Boden schleift wird sie im Scharnier von zwei Magneten "gerade so schwebend" gehalten. Oder zumindest so, dass weniger Gewicht von ihr auf dem Boden schleift.

    Einmal die Draufsicht auf die Waffe, da sieht man tief drin die Welle auf der die ganze Mechanik gelagert ist.


    Ursprünglich sollte die Welle sogar drehen (über ein Zahnrad auf der Glocke vom Waffenmotor angetrieben) und ein Schwungrad antreiben das sich gegenläufig zur Waffe dreht um die Gyroeffekte auszugleichen... aber das Gewicht hab ich dann doch lieber in mehr Kugellager im Antrieb gesteckt damit der zuverlässiger und flüssiger läuft.

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  • OK hätte jetzt nicht gedacht das die silikon nubsis nennenswerte bodenhaftung bringen um sich fortzubewegen oder dem wegschieben zu trotzen.

    Hatte auch mal über eine "bewegliche" Waffe nachgedacht mir ist aber unwohl wenn etwas das eine gewisse kinetische energie erzeugt irgendwo eine gewisses spiel hat weil bei einem Impact geht genau diese engergie ja mit beschleunigungsstrecke in den anschlag der das erstmal aushalten muss.

    Wie machst du das wenn der auf den kopf liegt dann ist die drehrichtung ja andersherum und die kinetische energie drückt den bot dann beim impact nicht auf den boden sondern schleudert ihn in die luft.

    ich muss mir das ding unbedingt mal in dortmund aus der nähe ansehen. an welchem tag trifft man dich denn da?

  • OK hätte jetzt nicht gedacht das die silikon nubsis nennenswerte bodenhaftung bringen um sich fortzubewegen oder dem wegschieben zu trotzen.

    Hatte auch mal über eine "bewegliche" Waffe nachgedacht mir ist aber unwohl wenn etwas das eine gewisse kinetische energie erzeugt irgendwo eine gewisses spiel hat weil bei einem Impact geht genau diese engergie ja mit beschleunigungsstrecke in den anschlag der das erstmal aushalten muss.

    Wie machst du das wenn der auf den kopf liegt dann ist die drehrichtung ja andersherum und die kinetische energie drückt den bot dann beim impact nicht auf den boden sondern schleudert ihn in die luft.

    ich muss mir das ding unbedingt mal in dortmund aus der nähe ansehen. an welchem tag trifft man dich denn da?

    Der Bot wird keine Schiebewettbewerbe gewinnen können... Hat ja auch nichts um unter den Gegner zu kommen (was dafür meistens die Grundvoraussetzung ist).
    Dafür aber die große Waffe vorne dran, ich hoffe einfach dass es garnicht erst zu Schiebereien kommt.
    Wenn doch hat man mit einem Omni/Kiwi-Antrieb sowieso so gut wie verloren, weil eben ein gewisser Anteil an "Vortrieb" eigentlich immer "seitlich" ist und normale Antriebe da klare Vorteile haben.
    Außerdem baue ich hier (fast) keine Magneten für mehr Bodenhaftung ein (kaum Gewicht übrig, und ich will es den Füßchen nicht noch schwerer machen). Nur ein paar hinten um das Gewicht der Waffe vorne mehr oder weniger auszugleichen damit alle Füßchen ähnlich viel Anpressdruck bekommen. Allerdings wiegt der Bot dank Shuffle-Bonus 50% mehr als die meisten anderen in der Gewichtsklasse, vllt. macht das etwas aus.
    Die Silikonröllchen sind also tatsächlich nur da um das Eigengewicht zu transportieren, und dafür scheinen sie zu reichen.

    Hatte auch mal über eine "bewegliche" Waffe nachgedacht mir ist aber unwohl wenn etwas das eine gewisse kinetische energie erzeugt irgendwo eine gewisses spiel hat weil bei einem Impact geht genau diese engergie ja mit beschleunigungsstrecke in den anschlag der das erstmal aushalten muss.


    Dafür sind die Schwarzen Kunststoffplatten die die Waffe halten so geformt.
    Die transferieren den Großteil der Kraft von der Waffenachse senkrecht in den Arenaboden. Jedenfalls ist das die Hoffnung ;) Aber sowohl Waffenachse als auch Gelenk sind eher überdimensioniert.
    Wenn überhaupt mache ich mir eher Sorge dass die komplette Waffenmontage aus dem restlichen Bot gerissen wird. Bei den meisten Vertikalspinnern gehen die Teile, die die Waffe halten ziemlich lang durch (fast) den ganzen Bot um Stabilität zu geben falls Waffenspitze, Waffenachse und restlicher Bot eine Art "Wippe" bilden beim Einschlag. Das war hier nicht möglich, oder jedenfalls bei weitem nicht so ausgeprägt. Also mal sehen... Aber eigentlich ist der ganze Bot eher flexibel gemacht und sollte solche Schocks halbwegs wegstecken können. Hoffe ich.

    Wie machst du das wenn der auf den kopf liegt dann ist die drehrichtung ja andersherum und die kinetische energie drückt den bot dann beim impact nicht auf den boden sondern schleudert ihn in die luft.

    Die Waffe ist symmetrisch und kann in beide Richtungen drehen. Ob sich das lohnt und ich schnell genug die Drehrichtung wechseln kann und/oder nicht durcheinanderkomme wann ich in welche Richtung drücken muss ist eine ganz andere Frage. Vor allem letzteres, ich denke der Bot wird unter meinen fahrerischen Qualitäten leiden. Und ein Einschlag in die Flasche Richtung, ohne gegen den Boden gestützt zu sein könnte tatsächlich ziemlich fatale Folgen haben.

    ich muss mir das ding unbedingt mal in dortmund aus der nähe ansehen. an welchem tag trifft man dich denn da?


    Ich bin ab Freitag da, ich hoffe relativ früh, aber dank chronischer Schlafprobleme, Abneigung gegenüber Autofahren und Anreise aus Schleswig-Holstein kann ich noch absolut nicht sagen wann genau. Und dann bis Sonntag der Abbau soweit fertig ist wie es für den Tag halt geht.

    "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
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    Ps: Nicht käuflich, aber buchbar

  • Ok lag ich ja mit meinen spontanen Überlegungen nicht komplett daneben und du hast das alles auch schon auf dem Schirm gehabt...

    Plan bis gerade war das wir Samstag morgen kommen. Nun hat gerade die Schulleitung angerufen das der Sohn in der finalen Runde des Landesmathematikbewerbs ist und Samstag da quasi sein eigenes Endgame stattfindet. Werde nachher sehen wann und wo das stattfindet und entweder kommen wir dann mittags oder erst Sonntag.

  • Dann sehen wir uns da sowieso irgendwann, ich werd nicht weglaufen ;)
    Und vllt. ist von dem Bot dann auch noch was übrig^^

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    Eventbericht/Statusupdate:

    Trio hat sich für das erste Event ziemlich gut geschlagen.

    Auch wenn da noch etliche Baustellen sind hat der Bot definitiv Potenzial und ich mag das Konzept immernoch.
    Ein großer Teil der Probleme ließe sich durch etwas mehr Zeit und Sorgfalt beim Zusammenbau sowie kleinere Verbesserungen beheben.
    Glücklicherweise braucht wohl keine dieser Änderungen nennenswert zusätzliches Gewicht.

    Insgesamt sind es drei Punkte:

    1. Waffe:

    Der Klappmechanismus, der mir ermöglichen sollte auch auf der anderen Seite zu fahren ist noch nicht ausgereift. Hauptsächlich zu geringe Toleranzen, sodass die Welle machmal auf dem Chassis "aufliegt" anstatt durchzufallen.

    Die Achse um die geklappt wird bekommt einen kleinen spacer, sodass die Lager nicht mehr seitlich herausrutschen können.

    Die Welle wird momentan von zwei C-Clips gehalten... davon hatte sich im ersten Kampf einer verabschiedet, aber da aus Mangel an Schwungrad die Waffenhalterung schmaler werden kann gibt es außen dann Platz um zB. eine Passchraube als Welle zu nutzen oder irgendwas anderes mit Gewinde und besserer Sicherung, und trotzdem mehr Toleranzen zum umklappen zu haben.

    Die HDPE-Platten, die als Versteifung und zur Fixierung der Uprights dienen wurden Teilweise von meiner eigenen Waffe "Angenagt". Da muss ich mal schauen ob das von dem Moment kam als der C-Clip weggeflogen ist und die Welle aus ihrer Halterung gesprungen ist, oder ob das ein generelles Problem ist und ich hier etwas mehr Platz auf Kosten von Steifigkeit einplanen muss. Oder statt breitem HDPE auf schmaleres Alu wechseln oder so.

    Überraschenderweise hat die Retentionsplatte aus 2mm PLA gehalten, und 4 mal M3 einfach direkt reingeschraubt war genug um Waffe und Riemenscheibe zusammenzuhalten. Damit hatte ich nicht gerechnet, und ich hatte von Underloaded schon welche aus Alu mitgebracht bekommen... naja, aber zu beschäftigt damit zu reparieren was repariert werden musste um dinge zu verbessern die einfach funktioniert haben. Das wird für Hannover aber definitiv ausgetauscht.

    Wenn die Waffe etwas schneller hochdrehen würde wäre das auch nicht verkehrt, und mit weniger Abstand zwischen den Uprights hätte ich Platz für einen etwas längeren Waffenmotor... theoretisch auch auf der anderen Seite für einen zweiten. Aber das ist sehr optionial und wird nur gemacht wenn der Rest fertig ist und das Gewicht noch passt.

    2. Antrieb:

    Madenschrauben. MADENSCHRAUBEN! Blöde Dinger. Fast jedes Mal wenn der Antrieb ausgefallen ist lag es an einer Madenschraube.
    Entweder hat sich die Schraube aus Zahnrad/Ritzel gelöst (locktite hilft nächstes Mal), oder die Madenschraube saß noch wie sie sollte, hat aber eine Kerbe in die Aluwelle gezogen anstatt diese anzutreiben. Oder die Madenschraube saß wie sie sollte, aber da die Motorwellen gewinde sind hat sie das Ritzel soweit "abgeschraubt" dass es das Gehäuse gefressen hat. All das lässt sich mit Locktite und einem Dremel um eine schöne flache Stelle zu schaffen beheben. Aber hab ich halt vorher nicht gemacht... gibt's dann zu Hannover.

    Die einzige andere Schwachstelle vom Antrieb war dass einmal Füßchen zusammengeschmolzen sind, und auch sonst an den gedruckten Teilen reichlich Verschleiß zu sehen war. Da muss ich mal schauen, idealerweise hätte ich gerne ganz dünne Teflon-spacer dazwischen oder sowas... oder ich schaue mal ob es nennenswerte Verbesserungen gibt die Füßchen aus Nylon anstatt PLA-ST zu machen. Würde ich wegen Druckaufwand und Kosten bei der Menge die ich brauche (und der Menge Füßchen die ich schon habe) aber eigentlich lieber vermeiden.

    3. Fahrverhalten:

    Ich werd definitiv noch reichlich üben müssen und vllt. auch noch ein paar Feinabstimmungen in der Funke vornehmen müssen. Insbesondere ein Schalter, der von "richtig herum" zu "auf dem Kopf"-Modus wechselt wäre super hilfreich. Und eventuell gibt es die Waffe in Zukunft auf eine Schultertaste, es fühlt sich doch komisch an beide Knüppel zum lenken zu brauchen aber einen dauerhaft bis zum Anschlag in eine Richtung zu drücken. Auch der Mix ist noch nicht perfekt, "seitwärts fahren" ist im Moment noch "seitwärts fahren und dabei etwas drehen". Das kann aber auch an etwas mehr Reibung irgendwo liegen, muss ich ausprobieren. Naja, und er schiebt halt nichts weg... aber das war zu erwarten, und sollte ich es schaffen die Waffe zuverlässig auf den Gegner gerichtet zu halten ist das auch nicht nötig.

    Positiv überrascht war ich dass sich die Gyrokräfte trotz riesiger Waffe doch in Grenzen gehalten haben. etwas gelupft wurde eine Seite ab und zu, und ich trauere dem Schwungrad als Ausgleich etwas nach... aber es wird auch ohne gehen, und das Gewicht ist anderswo besser aufgehoben.


    Insgesamt bin ich jedenfalls ziemlich zufrieden mit dem Bot. Fast alle Probleme waren fahrerisch oder Pfusch beim Zusammenbau und mit Dremel und Locktite nächstes Mal hoffentlich vermieden.

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    Ps: Nicht käuflich, aber buchbar