Interface: Türklingel über Fritzbox => Telefone läuten

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    Hier mal ein kleines Projekt, das so gar nichts mit Schaukampfrobotern zu tun hat. Wollte es aber trotzdem mal vorstellen, weil vielleicht jemand anders auch so ein Problem hat. => Hier wäre dann die Lösung.

    Bisher:
    Am Hoftor befindet sich ein stinkordinärer Klingeltaster. Mit zwei Drähten in den Heizungsraum verlegt. Dort ist eine Telefon-Nebenstellenanlage mit einem Zusatzmodul für eine Türklingel. Sobald jemand den Klingelknopf betätigte, läuteten im ganzen eingebunden. Dieses Modell der Fritz!-Box hat auch noch zusätzlich einen regulären TAE-Anschluss für Analogtelefone.
    Laut Test funktioniert dieser Anschluss nicht nur mit Telefone, die ein Mehrfrequenzverfahren (MFV) zum Wählen haben (das sind dies Pieptöne beim Wählen), sondern auch mit dem sogenannten Impulswahlverfahren (IWV). Beweisführung: Mit einem alten Telefon mit Wählscheibe geprüft => Einwandfrei.


    In der Fritzbox lässt sich einstellen, dass dieser TAE-Anschluss auch von einer speziellen Türsprechanlage anzusteuern wäre. Die Türsprechanlage ist dabei also wie ein Telefon. Habe ich nicht, es gibt nur einen Klingelknopf.

    Die Lösung:
    Hab' jetzt eine kleine Schaltung/Platine gebaut, die so tut, als wäre sie ein Telefon.
    Sobald jemand den Klingelknopf betätigt, wird praktisch "abgehoben" und dann per Relais zweimal die "1" gewählt. Das ist das Rufzeichen, dass jetzt alle Telefone im Haus klingeln sollten.

    So sieht das Ganze aus: Rechts die Baugruppe, gleich neben einer Trägerplatte für den Lüfter positioniert, der unterhalb der Fritz!-Box ist.

    (Zusätzlich noch ein Taster parallel zu dem regulärem Klingeltaster. Erleichtert das Testen beim Anbinden an die DECT-Telefone.)

    Seitenansicht (leider schlechte Bildqualität):


    Hier die Anordnung von meinem "Stapel":

    Anhand der kleinen roten Kontroll-LED ist die Position der Baugruppe gut erkennbar.

    Die Schaltung nimmt 15mA auf. Also lächerlich im Vergleich zu dem, was das Netzteil für die Fritzbox liefert.

    Stromversorgung: Der Hohlstecker von dem Fritz-Netzteil geht auf die Buchse einer kleinen Lochrasterplatine. Dort dann auf den 24V-Lüfter, die Bell-To-Fritz-Platine und auf einen Hohlstecker, der dann die Fritzbox versorgt.
    (Heißt: Keine zusätzliche Spannungsversorgung für die Bell-To-Fritz-Einheit notwendig)
    Auf der Baugruppe ist auch noch eine zweipolige Schraubklemme, falls jemand doch eine separate Versorgungsspannung verwenden will und sich nicht mit dem Löten von einem Hohlstecker herumärgern will.
    (Anschluss Hohlbuchse und Schraubklemme sind parallelgeschaltet.)

    Der Anschluss von der Fritz!-Box ist auf eine RJ45-Buchse gelegt. Dabei sind (laut Norm, siehe Wikipedia mit Suchbegriff "TAE") nur die mittleren zwei Pins belegt.
    Benötigt wird also ein kurzes Verbindungskabel mit TAE-Stecker und RJ45-Stecker.

    Falls jemand Interesse haben sollte: Ich habe noch zwei Platinen übrig. Kann ich bedarfsweise gerne bestücken und weitergeben.

    Ich weiß, jeder Adruino-Programmierer kann diese läppische Funktion auch realisieren. Aber braucht dann eine Spannungsversorgung von 24V auf 5V, Anschlüsse zum TAE-Stecker, zwei Relais.... also alles Zeugs, das um den Arduino "herumgebaut" werden muss.

    Ach ja,... Tipp:
    Die DECT-Telefone können unterscheiden, ob es ein externer oder interner Anruf (von einem DECT-Telefon im Haus) ist. Kann unterschiedliche Klingelzeichen ausgeben. Das Klingeln an der Gartentüre stellt also einen "internen Anruf" dar. Somit kann anhand vom Klingelton schon erkannt werden, ob regulär das Telefon durch einen Anruf klingelt oder jemand vor dem Gartentor steht.

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    Leitspruch: "Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe."