Akku Reihe/parallel

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    Moin,

    Wir wundern uns grade:


    Angenommen man möchte für fahren und Waffe unterschiedliche Spannungen in einem bot benutzen.

    Sagen wir der Einfachheit halber für eines doppelt so viel wie fürs andere.


    Lassen sich die Akkus dann für den einen Antrieb parallel und für den anderen in Reihe schalten (natürlich jeweils mit eigenem Link), oder explodiert dann etwas?


    Und: bei Reihe addiert sich die Spannung, parallel addiert sich die Kapazität.

    Wenn ich beides nutzen möchte, irgendeine Ahnung wie ich die benötigten Akkugrößen abschätzen kann?

    "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
    Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß. Die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
    So lernt doch jeder für sich selbst, in dem großen Spiel das Leben heißt. Und das Feuer ist einer der anspruchsvollsten, dennoch lohnendsten Mitspieler."


    Ps: Nicht käuflich, aber buchbar

  • Runsler Das kann zu ausgleichsstrümen führen. Jedoch ist bei den Heavyweight das parallel und seriell- schalten durchaus üblich.

    So sind Beispielsweise 6S Akkus einfacher erhältlich und auch die Ladegeräte günstiger, als wenn man 12S Akkus nehmen würde.

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    Ich nehme ja auch 2*6S in Reihe, weil 12S einfach nur aufwendiger (= teurer) ist, erst recht bei den Ladegeräten.

    Parallelschalten lohnt im "Kleinen" Bereich m.E. aber nicht wirklich. (Ja, haben wir

    bei LB auch gemacht und gab keine Probleme - aber sollte man eigentlich nicht)


    Also wenns nur irgendwie geht, versuche ich, mit einer Spannung für alles

    auszukommen, und lieber ander (custom-)Motoren zu nehmen als mehrere

    Akkupacks für die verschiedenen Spannungen (und damit auch mehrere Links)

    nehmen zu müssen.

    Ja, ich weiß - manchmal gehts nicht anders...


    LG

    -Michael

  • 2 Akkus parallel und in Reihe gleichzeitig führt zum Kurzschluss. Was du aber machen kannst ist einen großen 3S Akku für Antrieb und Waffe nehmen und mit einem kleineren 3S die Spannung für die Waffe auf 24 V bringen. Bei dieser Schaltung musst du unbedingt 2 Links verwenden.

    Wird schon schief gehen...


    der hier ist Johannes, Dominic ist der andere

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    Die Idee war schlicht, dass ich hier noch Motoren liegen habe die für einen feather Spinner passen könnten. Ursprünglich für meinen allerersten bot gedacht, der es nie über Planung hinaus geschafft hat (Zahnfee).


    Wir spielen mit dem Gedanken die Idee wieder aufleben zu lassen. Allerdings mit brushless Fahrantrieb, aber die Waffenmotoren endlich zu verbauen.


    Der Fahrantrieb braucht aber wohl mindestens 8s, die Waffe maximal 6.

    Jetzt war die Idee auf 2x5s zu gehen, daraus 10s fürs Fahren und 5s für die Waffe zu nehmen.

    Da es auch zwei Waffenmotoren sind, könnte man einen pro Akku nehmen und die für den Fahrantrieb dann in Serie schalten.


    Ich Versuche im Laufe des Tages Mal ein Bild hochzuladen, ist im Urlaub bisschen kompliziert.

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    Könnte man nicht einfach die beiden Waffenmotoren in Reihe schalten ?

    Oder ist das wegen der Ausfallsicherheit keine Option ?


    Und wenns nur 8/10s zu 6s ist: evtl. den Regler für die Waffe einfach so einstellen,

    dass er nur bis 70% der Nennleistung als PWM ausgibt. Geht bei Reiners Reglern

    beispielsweise über eine flachere Kennlinie.


    LG

    -Michael

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    Keine Ahnung was du vorhast, aber es gibt mehr als genug Optionen nen Feather mit unter 6s zu fahren.

    Ich dachte bisher daran 5065er skateboardmotoren mit einer Untersetzung über einen Riemen als Fahrantrieb zu nehmen.

    Und auch wenn da 6-12s dransteht, von dem was ich bisher gelesen hab ist das Anfahrtverhalten bei 6s wohl selbst mit Sensoren eher hakelig und nicht so richtig brauchbar für uns.

    Könnte man nicht einfach die beiden Waffenmotoren in Reihe schalten ?

    Oder ist das wegen der Ausfallsicherheit keine Option?

    an sich finde ich es schon schön bei zwei Motoren eben auch etwas Redundanz zu haben. Hauptsächlich hatte ich da aber auch einfach nicht dran gedacht, und wüsste nicht ob/wie das geht oder ob es das ganze vereinfacht.




    Es hat sich auch einfach vom groben Brainstorm-Tetris her ergeben dass zwei kleinere Akkus sich leichter verstauen ließen als ein großer. Da dann noch zwei unterschiedliche Spannungen, eine das doppelte von der anderen ideal wären... Naja, dadurch hat es sich dann für nachts mit Met und wenig Ahnung ganz gut so zusammengefügt.


    Scheint aber doch nicht so toll zu gehen...


    Das kam als Idee gestern/heute Nacht raus:

    Die Vierecke sind Akkus, die Kreise senkrecht runter die Waffenmotoren, und der eine schräg ist einer der Fahrantriebe, wobei der nicht alleine bleiben würde. Aber für den Gedanken erstmal.

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    O.g. wurde das Thema schon beantwortet, hier zur Erläuterung eine kleine Skizze, wie die Reihenschaltung bei Akkus problemlos funktioniert, wenn verschiedene Spannungen benötigt werden.



    Bitte bei der Kapazität der Akkus berücksichtigen: Akku1 ist die arme Sau, der Strom für Motor2, Motor2 und Motor3 zur Verfügung stellen muss. Muss also eine größere Kapazität haben.


    Das Thema "Parallelschalten von Akkus" taucht immer wieder auf. Aus technischer Sicht muss das absolut verwieden werden! Wie dkf schon richtig anmerkte, können hier Ausgleichsströme entstehen.

    Heißt: Ein Akku will den Anderen aufladen. Und das ohne eine Regelung oder gar Strombegrenzung. Das ist vor allem dann absolut gefährlich, wenn die Akkus unterschiedlich geladen sind.


    Bei der o.g. Notlösung sind die Akkus im gleichen Ladezustand bzw. haben die gleiche Leerlaufspannung. Sind gleichzeitig immer durch die zwei getrennten Links aber spannungsmäßig immer entkoppelt. Da kann kein Strom fließen.

    Etwas gemein wird's, wenn die Akkus schon etwas entladen sind. Durch das Einstecken von Link1 ist für den Akku1 schon mal eine Belastung da. Die Spannung bricht etwas ein. Wird jetzt Link2 gesteckt, dann liegt die jetzt etwas höhere Spannung von Akku2 an. Der Akku1 lädt sich also über Akku2 auf.


    Darum bei so einer "Notschaltung":

    - Nur Akkus mit gleicher Kapazität verwenden (=> wird gleicher Entladezustand für beide Akkus unter Belastung bzw. während des Kampfs)
    - Akkus nur im gleichen Ladezustand aktivieren (Komplett geladene Akkus: beide Links stecken)
    - Zwischen dem Stecken der einzelnen Links nicht allzuviel Zeit verstreichen lassen (damit nicht der zuerst gesteckte Akku zuviel entladen wird)

    - Nach dem "Gebrauch" (=nach dem Kampf) die Akkus sofort trennen (=Links abstecken)


    Trotzdem die Warnung, hier sehr vorsichtig zu sein. Ich würde raten, immer mit dem Multimeter vor dem Stecken der Links die Leerlaufspannung zu kontrollieren. Je höher der Unterschied ist, desto höher sind die gegenseitigen Ladeströme.


    Bei LiPo-Akkus gibt es auch "2P". Da sind serienmäßig schon zwei Zellenpacks parallelgeschaltet. Ein Vorteil für die zwei Akkupacks:
    - Gleiche Kapazität
    - Gleiche Charge (=gleiche verwendete Materialien bei der Produktion)
    - Gleicher Herstellprozess, also (fast) identische elektrische Eigenschaften

    - Gleiches Alterungsverhalten (Herstellung zum selben Zeitpunkt => Entladung während der Lagerung bis zum Gebrauch relativ gleich)


    Ehrlich gesagt bin ich auch hier aber etwas skeptisch, was die Lagerfähigkeit angeht. (Heißt.... Ich trau' mich nicht, solche Akkus über einen längeren Zeitraum bei mir zu lagern, ohne ständig nachzuladen und zu kontrollieren.)

    Bei LiFEPO4 können im Ernstfall die Akkus bei gegenseitiger Ladung kaputtgehen, aber zumindest brennt die Hütte dabei nicht ab, so wie das bei LiPo der Fall ist. :winking_face:


    B.t.w.: Mein Elektrospeicher im Haus, von dem tagsüber die PV-Anlage geladen wird, um die Stromversorgung für die Abend-/Nachtstunden zu puffern, hat auch LiFePO4-Akkus bekommen. Auch das disponierte E-Auto (Sion) bekommt ab Werk schon LiFePO4-Akkus.

    => Wer kennt auch das Foto mit der Überschrift "Der neue Tesla3 - Jetzt auch als Verbrenner"? Im Hintergrundfoto gerade ein Tesla, der komplett abbrennt

    • Official Post

    Noch ein Nachsatz: Bei Parallelschaltung müssen die Akkus immer einzeln (Balancer) geladen werden. Bei Reihenschaltung u.U. auch, wenn Akkus mit unterschiedlichen Kapazitäten verwendet werden.

    Grund: Die Balancer-Schaltung kann nur einen begrenzten Stromunterschied zwischen den einzelnen Akkuzellen ausgleichen. Werden zwei Akkus mit unterschiedlichen Kapazitäten oder Entladezuständen gleichzeitig geladen, ist der Stromunterschied zu hoch. Also folge werden die Zellen nicht richtig geladen bzw. überladen. => Defekt.


    Bei D.D.Armageddons-Featherweight sind zwei gleiche Akkus mit je 2S verbaut. Also in Summe 4S. Wobei jeder Akku dann serienmäßig einen eigenen dreipoligen Balancer-Anschluss hat. Hab' hier einen Adapter spendiert, der die zwei Balancer-Anschlüsse zu einem "größeren" Balancer-Anschluss erweitert, so dass die 4S ganz normal am Lader mit dem fünfpoligen Balancer-Anschluss geladen werden können.

    Habe ich mich deshalb getraut, weil es zwei gleichwertige Akkus sind, diese "nur" in Reihe und nicht parallel sind und auch gleichmäßig entladen werden.

    Bei unterschiedlichen Lasten (siehe o.g. Skizze) ist das u.U. nicht so der Fall, so dass ein Akku (=arme Sau) stärker geladen werden muss. Der Balancer kann das u.U. nicht korrekt ausgleichen.

  • Bei großen Li-Ion Packs für Stromspeicher und E-Autos ist es übrigens völlig normal, Akkus dauerhaft und ohne Schutzmaßnahmen parallel zu schalten.


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    Hier werden zum Beispiel 80 Zellen dauerhaft parallel geschaltet. Vielleicht haben Li-Ion Akkus das Problem mit den Ausgleichsströmen auch nicht.

    Wird schon schief gehen...


    der hier ist Johannes, Dominic ist der andere

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    Bei großen Li-Ion Packs für Stromspeicher und E-Autos ist es übrigens völlig normal, Akkus dauerhaft und ohne Schutzmaßnahmen parallel zu schalten.

    Jain. Ohne Schutzmaßnahmen stimmt soweit ich weiß nicht. Große Packs aus vielen Einzelzellen haben eigentlich immer eine eigene Schutzschaltung.


    edit: Ok, möglicherweise habe ich mich da geirrt. Kann doch gut sein, dass das Battery Management System nur für Packs von mehreren Zellen anwendung findet, aber nicht für jede einzelne Zelle.

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    nur so eine anmerkung aus der bot praxis. Holzmaster II (mit den Motorradanlasser als Waffenmotor) hatte drei Lifepo4 4s Akkus parallel drin. ich hatte die vor dem parallelschalten mit einem speziellen Balancer zwischen den Akkus angeglichen. Die gleiche Spannungslage hatten sie trotzdem nie, aber die Abweichung war gering und es ging gut. Verbaut war nur ein Link. Wenn parallelschalten, dann würde ich die akkus vorab mit einem balancer angleichen. ich hatte die Akkus auch vorher vorselektiert. Beim den kleinen Klassen würde ich mir lieber passende Akkus kaufen.

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    Ich dachte bisher daran 5065er skateboardmotoren mit einer Untersetzung über einen Riemen als Fahrantrieb zu nehmen.

    Und auch wenn da 6-12s dransteht, von dem was ich bisher gelesen hab ist das Anfahrtverhalten bei 6s wohl selbst mit Sensoren eher hakelig und nicht so richtig brauchbar für uns.

    Nicht verwechseln, 5065er über Riemen ist ein ganz anderes Thema als 5065er hubmotoren.

    5065 mit Riemenuntersetzung fährt auch an niedrigerer Spannung sauber an, selbst sensorlos geht das ganz brauchbar. Jalapeno ist selbst an den Trackstar Reglern sensorlos gefahren.

    Für die hubmotoren braucht man unbedingt den Sensor. Der Typ den Buchi verwendet scheint bei niedrigen Spannungen Probleme zu machen. Die 90mm Motoren in Eurobeat waren 4s in der Lage mich auf nem Skateboard aus dem Stand zu beschleunigen.

    Könnte man nicht einfach die beiden Waffenmotoren in Reihe schalten ?

    Wäre mir neu, dass das Funktioniert.

    Hatte mal ne ähnliche Idee und da wurde mir von einem erfahrenen Elektroniker gesagt, dass das nicht funktioniert


    Prinzipiell ist es aber kein großes Problem einen BL Motor über der Nennspannung zu betreiben. Im Endeffekt ist ein Motor ja nur ein Stück Draht.


    Zum Thema Parallelschaltung: Funktioniert. Acht darauf gleiche Akkus zu verwenden und dass sie den gleichen Ladezustand haben. In diversen Bots und Modellfliegern verwende ich inzwischen seit Jahren parrallelgeschaltete Lipos ohne Probleme. Geladen wird entweder einzeln oder parallel über ein Paralleladeboard.

    Aber da gebe ich meinen Vorrednern recht, es ist in diesem Hobby meistens sinnvoller einen großen Akku zu nehmen. Es gibt teilweise aber auch gute Gründe für Parallelschaltung, z.B. Limit bei Flügen

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    Hauptgründe wären halt Geometrie und eben Spannungen, wobei die Geometrie eigentlich das wichtigere ist. Lässt sich einfach leichter verstauen in dem Fall.


    Ich glaube wir müssen uns das einfach noch ein bisschen überlegen.


    Wie viel Untersetzung hast du bei jalapeno?

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    Interessantes Video. Die dünnen Zuleitungen von den Zellen zum Hauptstrang sind ja niedlich... haben aber den Effekt, den Innenwiderstand von jeder Zelle zu erhöhen. Also "künstlich" etwas zu verschlechtern. Aber ganz positiv in dieser Anordnung, der zusätzliche Innenwiderstand wirkt als Strombegrenzung.

    Vielleicht haben Li-Ion Akkus das Problem mit den Ausgleichsströmen auch nicht.

    Da muss ich Dich enttäuschen. Die Quelle (BleiGel, LiPo, NiMh,...) ist absolut egal. Sobald zwei Spannungsquellen parallelgeschaltet werden, die eine unterschiedliche Spannung haben, fließt immer ein Ausgleichsstrom. Die Höhe von dem Ausgangsstrom ist abhängig vom Innenwiderstand der Spannungsquellen. Bei zwei kleinen Lithiumzellen aus der Armbanduhr wird nicht viel Strom fließen. Erstens hoher Innenwiderstand, zweitens zu geringe Kapazität, um den Stromfluss lange aufrecht erhalten zu können.

    Bei zwei fetten Akkus, die hochstromfähig sind, sieht das ganz anders aus.