Ender 3 V2 aufrüsten

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    Wie bereits hier beschrieben, habe sich seit einiger Zeit zwei Drucker:

    • Ender 3V2
    • prusa i3MK3s


    Der Ender kommt hauptsächlich für nichttechnischen Modellbau zum Einsatz. Dinge, für die man eigentlich eher einen Resin Drucker nutzen würde, aber ich habe keine Lust auf den Gestank in der Wohnung.

    0,2 mm Nozzle

    Material PLA


    Den Ender habe ich nun in Richtung Akustik so weit optimiert, dass ich damit vollends glücklich bin.

    Mit der 0,2 mm Nozzle und üblicher Schichthöhe von 0,1 mm dauern die Drucke ewig, doch die Teile sind meistens klein und da das Gerät flüsterleise ist, kann er Tag und Nacht laufen.



    Der prusa hingegen wird für technische Teile genutzt.

    0,4 mm Nozzle

    Materialien PETG, PP, PU,...

    Den Prusa nutze ich nur noch selten, da er mir zu laut ist um im gleichen Raum zu arbeiten oder im Nebenraum zu schlafen.



    Daher kommt nun ein zweiter Ender dazu.

    Dieser erhält die selben Akustik Upgrades wie das vorhandene Modell.

    Weiterhin überlege ich einen Austausch des Hotends. Bis 240 °C dürfte auch das Bowden Hotend noch keine Probleme machen, aber ich möchte ein all metal hotend ausprobieren.


    Die Bestellliste sieht derzeit so aus:


    Wenn alles klappt, habe ich demnächst einen gebrauchten prusa zu verkaufen...

    • Official Post

    Da könnte man dann schwach werden, grade wenn es bei mir jetzt auch Bots mit Druckteilen gibt.

    Allein, der Platz...

    Aber schau erstmal wie es bei dir aussieht, bevor hier das gegeier losgeht^^

  • Ich bin hier ja neu und lasse den anderen natürlich den vortritt. aber wir sind seid Jahren am schauen nach einem 3D Drucker für günstig. Wenn du den empfehlen kannst, für Anfänger die mal das ein oder andere Drucken wollen, würde ich hier auch direkt Interesse anmelden. was sind die maximal Maße? Unabhängig vom Botbau würde ich mir gerne mal was für Tabletop Games, und Pen And Paper Spiele Drucken wollen. Aber wie gesagt den anderen würde ich den Vortritt lassen

    • Official Post

    was sind die maximal Maße?

    Schau mal auf die Originalseite, da sind dann auch die restlichen Daten abrufbar:


    Es gibt hier im Forum auch noch einen Thread, der schon ziemlich lange läuft. Da ist dann alles genau erläutert, was uns damals auch so beschäftigt hat. Vor allem Filamente usw.

    • Official Post

    Abwarten.

    Ich werde eine Entscheidung zum Verkauf erst treffen, wenn der neue Ender fertig umgebaut ist und ich sicher bin, dass er meine Erwartungen auch erfüllt.

    Das Thema hier war aber eigentlich eher für die Beschreibung des Umbaus des Ender 3V2 gedacht.

    Falls ich den prusa irgendwann verkaufe, werde ich ihn im internen Foren-Bereich anbieten.

  • Sorry:( dazu kann ich nichts sagen die einzigen 3d Drucker für Kunststoffe die ich kenne kosten über 2mille und haben über 2x2 Meter maximalmaß. Sehr eindrucksvoll leider keinen Privatzugriff für mich.


    Aber ich finde es sehr beeindruckend das du die Teile dann auch noch Umbaust.

    • Official Post

    Beim originalen Ender 3 Hotend geht der Schlauch bis direkt an die Nozzle.

    Vorteil: Der Schlauch bietet niedrige Reibung, sodass Filament, das bereits anfängt sich schmelzen und sich leicht verformt, nur selten stecken bleibt und zu Verstopfungen führt.

    Nachteil:

    Das Schlauch ist nicht für hohe Temperaturen geeignet und fängt irgendwann selbst an zu schmelzen.

    Zudem muss das Ganze etwas unter Spannung zusammengebaut werden, da sonst der Schlauch nicht vernünftig gegen die Nozzle abdichtet. Wenn geschmolzenes Filament sich aus der Schnittstelle herausdrückt, gibt das eine riesige Sauerei...


    Der Microswiss clone hat andere Vor- und leider auch Nachteile:

    Das Originale Teil sieht so aus:


    Der Pneumatik Schlauch geht nur bis oben zum Anfang des Kühlkörpers. Ab dort läuft er im Aluminium, dann in der Titan Heatbreak und geht zuletzt in die Nozzle. Der Schlauch ist somit nicht mehr gefährdet.

    Heatbreak und Nozzle kann man schön gegeneinander verschrauben. Das kriegt man schön dicht.

    Die Titan Heatbreak ist nun der Punkt, an dem das Filament warm wird. Noch nicht ganz geschmolzen aber auch nicht mehr wirklich feste.

    Das führt dazu, dass hier das Filament gerne stecken bleibt.

    Diesen Bereich möchte man daher möglichst kurz halten und für eine gute Wärmeableitung am Cold-End sorgen.


    Daher habe ich das ganze etwas bearbeitet. Vom Microswiss clone ist nur noch die Heatbreak übrig und selbst die wurde bearbeitet.
    Hotend Hotend

    Der Schlauch geht nun bis in die Heatbreak rein, sodass ich möglichst lange die optimalen Gleiteigenschaften nutzen kann. An der Heatbreak sollten nur noch 40 - 50 °C sein, die keinerlei Probleme für den Schlauch darstellen. Das Filament hat nun gar keinen Kontakt mehr zum Aluminium und die Strecke im Titan wirde verringert.


    Dazu habe ich noch den dünnen Teil der Heatbreak verlängert. Der obere dicke Teil der Heatbreak schaute ursprünglich ein ganzes Stück aus dem Kühlkörper heraus. Diesen Teil habe ich einfach ebenfalls "dünnn gemacht".


    Außerdem gibt es einen dickeren Lüfter für den Kühlkörper. Bisher nutze ich einen Noctua NOCTUA NF-A4X10 FLX. Der neue Drucker erhält einen Noctua NOCTUA NF-A4X20 FLX - etwas mehr Voluenstrom und etwas leiser, dafür doppelt so dick.



    Bisher ist das ganze noch ungetestet und ich bin sehr gespannt ob es so funktioniert, wie ich es mir vorstelle. Falls es nicht klappt werde ich wohl stattdessen ein ED3 all Metal Hotend wie beim Prusa verbauen.

    • Official Post

    Ich habe den Drucker am Sonntag in Betrieb genommen.


    Zunächst ein paar Tests mit pla - läuft.

    Dann Tests mit PETG - läuft.


    Zwei größere Drucke über Nacht 8~9 Stunden Druckzeit sind auch erfolgreich gewesen.


    Ich bin noch am rumfummeln mit den estep/flow Einstellungen. Habe derzeit das Gefühl, dass ich ein wenig Überextrusion habe.


    Das selbst-/umgebaute hotend hat sich somit auch bisher bewährt.


    Der Druckteil Lüfter von eBay ist nicht so dolle, da er ein leichtes Schleifgeräusch verursacht. Ist aber so leise, dass es mich nicht stört. Könnte behoben werden, indem ich einen prusa Lüfter einbaue, aber der läuft mit 5V und würde demnach einen Spannungswandler benötigen.

    Das Geräusch stört nicht nicht stark genug um den Aufwand zu rechtfertigen.


    Das Druckbett ist merkbar krumm, aber auch hier in einem Ausmaß, das nicht stört.

    Die biegbare Federstahlplatte vom prusa ist ganz praktisch, aber die Oberfläche der Ender Glasplatte finde ich besser bzgl Haftung.


    Das Ender Druckbett lässt sich außerdem nur bis 70°C aufheizen, was eine Schwäche im Vergleich zum prusa ist.


    Ich werde weiter testen und die beiden Drucker vergleichen. Bin besonders auf Ergebnisse mit PP gespannt.

    • Official Post

    Zunächst ein paar Tests mit pla - läuft.

    Dann Tests mit PETG - läuft.


    Zwei größere Drucke über Nacht 8~9 Stunden Druckzeit sind auch erfolgreich gewesen.

    Super gemacht ! (Der Erfolg des Tüchtigen :winking_face: ) :thumbs_up:


    Entschuldige meine Naivität, aber mit dem Begriff "Heartbreak" komme ich in Deiner Beschreibung nicht zurecht.

    Gleiteigenschaften etc.... alles klar. Aber der Übergang des Filaments von dem Kühlkörper in die (beheizte) Nozzle scheint doch das Problem (gewesen) zu sein. (?) Ist der Übergang von dem gekühlten Teil bis zur beheizten Nozzle der o.g. "Heartbreak" ?


    (Mein Prusa ist immer noch nicht fertiggestellt worden und fungiert als Staubfänger im Labor :frowning_face:)

    • Official Post

    Ist der Übergang von dem gekühlten Teil bis zur beheizten Nozzle der o.g. "Heartbreak" ?

    Fast korrekt. Es heißt Heat-break (Wärme Bremse), da es die Wärmeübertragung möglichst unterbinden soll.

    Im Idealfall bleibt das Filament möglichst lange fest und wird dann schlagartig auf dem letzten wegstück geschmolzen.


    Mein Prusa ist immer noch nicht fertiggestellt worden und fungiert als Staubfänger im Labor :frowning_face:

    Kannst ja meinen alten kaufen; der ist schon zusammengebaut :face_with_tongue: .