Spaß mit dem Generator

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    • Spaß mit dem Generator

      Hier mal was zum schmunzeln (jaja, man muss auch über sich selbst lachen können):

      Wir haben ja bei uns in der Gegend immer wieder mal Stromausfälle. Ob da nun das EVU schlampt, oder mal wieder irgendwo ein Bagger
      ne Leitung kappt, ich weiß es nicht - jedenfalls kommt das ca. 2-mal im Jahr vor, und dann für mindestens mehrere Stunden, kann auch mal
      nen ganzen Tag dauern.
      Damit uns nicht die ganzen Vorräte in den Tiefkühltruhen und Kühlschränken auftauen, haben wir deshalb einen Generator. Der "Alte"
      kann alles, hat aber das Problem, dass die Spannungsregelung den Namen nicht wirklich verdient. Bei Lastwechseln gibt es
      Spannungsspitzen, und beim Starten, wenn er hochdreht und biss die Drehzahlregelung greift, hat man schon mal 500V bei 100 Hz. Das
      mögen die meisten Verbraucher aber nicht so wirklich gerne. Ausserdem ist das Starten des betagten Stamo400 in dem Aggregat eine
      Wissenschaft für sich.
      Darum hatte ich vor Jahren mal bei einem "Baumarkt-Schnäppchen" zugeschlagen und so einen China-Generator gekauf, 3-phasig, 2 KW.
      Naja, so im Prinzip geht der ja.... Aber die Last ist bei mir im Haus halt nicht gleichmäßig auf die Phasen aufgeteilt, so dass die Leistung
      nur ausreicht, wenn man den sofort dranhängt - wartet man erstmal 1...2 Stunden, geht nichts mehr, weil dann alle Kühlschränke
      Übertemperatur melden ung gleichzeitig bei Strom-Wiederkehr ihre Kompessoren einschalten wollen - und das schafft dann der "Kleine"
      einfach nicht. Das Starten mit dem Seilzug ist auch mühsam (schafft meine Frau nicht), und nach längerer Standzeit ist der Vergaser
      auch meistens zu und das Teil springt nicht an, ohne erstmal gereinigt zu werden (toll im Winter in der unbeheizten Garage).
      Also haben wir beschlossen: Ein neuer muss her. Diesmal auf jeden Fall Einphasig (damit die Spannungsregelung funktioniert, und
      die Leistung auch wirklich genutzt werden kann, egal an welcher Phase man nun Strom zieht - Echte Drehstromverbraucher habe
      ich keine, die im Versorgungsfall genutzt werden müssten) - Elektrostarter sollte er haben (um evtl. später mal als Bastelprojekt
      eine ATS-Funktion zu realisieren) und mit Diesel laufen (dann hat man das Vergaserproblem nicht mehr)
      Gut, einen gekauft, aber die Spedition schafft es nicht, den in die Garage zu stellen, weil der Boden davor nicht geteert ist, sonder
      halt Matsch/Wiese - also das Teil in die Werkstatt gestellt.
      Die Einspeisung ins Hausnetz sollte wie früher auch über eine der 5-poligen CEE-Steckdosen erfolgen (natürlich nach vorheriger
      Trennung vom EVU durch aussichern der Hauptsicherungen). Also ein Kabel gebastelt, auf der einen Seite der blaue 32A-Wohnwagen-
      stecker für den Generator, auf der anderen Seite der rote CEE-Stecker für die Wandsteckdose (L1/L2/L3 gebrückt) - sollte eigentlich gehen.
      1. Probelauf: Kabel angeschlossen, Generator gestartet. Nix passiert, kein Strom im Haus.
      Komisch. Vielleicht hat das Kabel nen Wackler ? Gemessen, nein OK.
      Oder die Steckdose geht nicht ? Sicherung draussen, FI geflogen oder sowas. Also Generatior getrennt, Hauptsicherungen wieder rein.
      Steckdose gemessen, Alle 3 Phasen da. Testhalber Verbraucher angesteckt: läuft.
      2. Probelauf: Hauptsicherungen raus, Kabel dran. Wieder nichts. Also wieder aus.
      3. Probelauf: Mal eine andere Steckdose in der Werkstatt probiert (könnte ja sein, dass diese Dosw von weiss-der-Geier-woher versorgt wird
      und deshalb keinen Strom ins Haus liefern kann) - GEHT.
      2 Stunden laufen lassen, alles kein Problem. Dann wieder abgestellt und Rückkehr zum EVU.

      Was war dann des Rätsels Ursache ?
      Unweit der zuerst benutzten Steckdose befand sich ein Kästchen mit einem schalter dran, den man auf "Automatik/Hand" stellen kann, und
      der auf "Hand" stand. seltsam.
      Innen drinnen war eine Zeitschaltuhr, die mittels einem 3-poligen Schütz die Steckdose schalten konnte. "Hand" hat wohl diese Uhr
      überbrückt, so dass die Dose immer funktioniert hat.
      Ja, ABER: Wenn vom Hausnetz kein Strim kommt, zieht natürlich auch das Schütz nicht an, und die Dose bleibt vom Netz getrennt...
      ** in die Tischkante beisst **
      Da muss man erstmal drauf kommen. War ein ganzer Nachmittag Sucherei....

      LG
      -Michael
    • :thumbsup:
      Nachdem es bei uns auch ein ähnliches Problem mit der Stromversorgung gibt (wenn irgendwo im Landkreis ein Blitz einschlägt, fällt bei uns die Stromversorgung aus...) hatte ich mir auch schon überlegt, einen Notstromgenerator anzuschaffen. Aber eigentlich nur für den Betrieb der Heizung (Spannungsversorgung für die Ölheizung bzw. Ölbrenner und Umwälzpumpe).
      Was mich daran hinderte: Die Abbildung von meinem Handy-Akkus. Das Wischdings läuft das ganze Jahr. Aber sobald mal wirklich ein echter "Notfall" ist (in's Krankenhaus eingeliefert worden, ...) ist der Akku soweit entladen worden, dass nichts mehr geht.
      Ergo gehe ich davon aus, dass es mit dem Notströmler genauso laufen wird. (s.o., kein Sprit vorhanden, springt nicht an, ....) Oder man ist nicht zuhause und die Frau weis nicht, wie man die EVU-Versorgung abklemmt. (Wobei ich ihr nicht zumuten möchte, mit der Kombizange die NH-Sicherungen aus der Hauseinführung rauszuziehen.)

      Ich hätte in die Richtung disponiert, einen fetten Spannungswandler zu besorgen, der dann am Auto (bzw. Autobatterie) seine Amperes herauslutscht und dann "nur" die Heizung versorgt. => In die Versorgungsleitung eine Schuko-Steckdose und Schukostecker dazwischensetzen. :saint:
      Tiefkühlgut muss halt ein bißchen leiden. :whistling:
      .
      Interesse an Elektronik für Schaukampfroboter und Kettenfahrzeuge (Fahrtregler, ESC) ? => http://www.Robots.IB-Fink.de

      Leitspruch: "Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe."
    • Über so eine Art "USV-Lösung" hatte ich auch schon nachgedacht. Aber für meine Anwendung dürften dann die Akkus zu teuer
      ausfallen, vor allem weil die ja auch nicht ewig halten und dann immer wieder (alle paar Jahre) gewechselt werden müßten.

      Bei mir ist es glückliserweise so, dass die 80A-Stecksicherungen im Hausanschluß bleiben können; vor jedem Stromzähler sitzen
      nochmal 3 35A-Sicherungsautomaten, die kann auch die Frau des Hauses abschalten :)
      Das mit dem Handschuh die Sicherungen zu ziehen würde ich ihr jetzt auch nicht zumuten wollen.

      LG
      -Michael
    • Buchi wrote:

      Das mit dem Handschuh die Sicherungen zu ziehen würde ich ihr jetzt auch nicht zumuten wollen.
      Yep. Neben dem NH-Handschuh zum Sicherungs-Ziehen/Einsetzen ist auch Gesichtsschild Vorschrift. Aber den NH-Handschuh hatte mir vor vielen Jahren niemand verkaufen wollen.... X( Nach dem Prinzip "die Amateur-Elektrofisten sollen gefälligst Verbrennungen bekommen".

      Ob die USV-Versorgung der Heizung mit dem Wandler, der an der Autobatterie von einem unserer PKWs hängt, so klappt, das weis ich nicht.
      Im Wohnmobil habe ich einen kleinen Wandler mit 150W, der kann mein medizinisches Nachtgerät und sogar den TV versorgen. (Bin aber trotzdem immer dankbar, wenn ich am Stellplatz eine gutmütige Seele finde, der mir mit einer Kabeltrommel ein paar Wh spendiert. ;) :D :saint: )
      .
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