Seid Gegrüßt !

  • Hallo Leute,


    es gehört sich so, dass man sich vorstellt - also will ich das mal machen.
    Ich habe vor ein paar Tagen auf der Suche zu Infos zu Roboterwettkämpfen dieses Forum gefunden.
    Mein Name ist Michael, ich bin dieses Jahr 50 geworden. Zusammen mit meinem Nachbarn und meiner Frau würden wir gerne einen Featherweight-Roboter bauen und mit diesem gegen Andere antreten.
    Ein wenig bastlerischer Hintergrund ist vorhanden, ich habe in meiner Jugend zusammen mit zwei Freunden schon mehrere Roboter gebaut (in den 80er Jahren) - allerdings lag der Fokus damals nicht
    auf Kämpfen, sondern darin, Hanhabungsroboter zu bauen - auch wurde nicht ferngesteuert, sondern vom Computer aus eine Punktsteuerung realisiert (zuerst auf einem C64, später dann auf einer PDP11)
    Beruflich habe ich schon vieles gemacht - seit den letzten 14 Jahren bin ich als Elektronikentwickler bei einem deutschen Netzwerkspezialisten tätig. Mein Nachbar ist Automechaniker; meine Frau kann
    alles mögliche, und ist diejenige, die uns dazu getrieben hat, nicht nur abends beim Grillen darüber zu philosophieren, sondern die Sache tatsächlich mal in Angriff zu nehmen.
    Bin guter Dings, dass da in endlicher Zeit auch was draus wird. Einige Denkarbeit ist bereits in die konstruktiven Überlegungen eingeflossen. Es soll ein Trommelspinner als Waffe werden, und der Antrieb mit
    zwei DC-Getriebemotoren. Weitere Details sollte ich wohl in einem eigenen Thread nennen bzw. diskutieren - iwr haben nämlich viele, viele Fragen...


    Vielen Dank, dass es Euch gibt !


    LG
    -Michael


    P.S.: wir kommen aus der Gegend von Landsberg, also aus Bayern

  • Hallo Michael,


    willkommen im Forum ! Schön, dass Du Dich hier meldest und vorstellst.



    P.S.: wir kommen aus der Gegend von Landsberg, also aus Bayern


    Haaaa , endlich mal wieder Unterstützung aus der Heimatregion. :D (ich komme aus Regensburg; Hier aus unserer Gegend ist noch Samy (in die Nähe von München hingezogen) und Ralf (Gemünden aus der Gegend von Schweinfurt))




    Quote from Buchi

    zwei DC-Getriebemotoren

    Das freut mich, dass die DC-Motoren doch noch eine Chance bekommen. Bin auch Verfechter von den Motoren, aber mittlerweile geht der Trend wohl zu brushless-Motoren. ;(


    Ja, mach' für euren Featherbau einen separaten Thread auf und dann alle "Denk-Vorschläge" und Fragen mit rein. Lässt sich am lebenden Projekt immer besser kommentieren, wenn die Entwicklung aufeinander aufbaut. Kann' halt sein, dass bei manchen Fragen (z.B. Funk-Sender), die schon mal an anderer Stelle geklärt wurden, auf andere Threads verwiesen wird.


    Ist ja toll, dass Deine Frau hier auch aktiv mitmachen will. Meistens ist unser Hobby bei der weiblichen Ehe-Hälfte nicht so geschätzt. Man könnte in der Bastelzeit ja schließlich was Anderes für Haus, Hof und Frau tun.... :whistling:

  • Danke alle für die freundliche Aufnahme und Ermunterung !
    Ich muss vor der eigentlichen Planung noch ein bißchen rumrechnen und schätzen,
    gerade was die Größe angeht.
    Wird sich wohl rückwärts von Spinner aus entwickeln. Eine Masse des Spinners
    von etwa 3000g ist angedacht (also unter 20% des Gesamtgweichts), um nicht
    durch die Kreiselkräfte das Fahren zu stark zu beeinträchtigen. Muss noch rumrechnen,
    welche Drehzahl wir erreichen dürfen (denke dan an die erwähnte 1000J-Grenze) - mal
    schauen, mit welcher Formel ich den Energiegehalt einer drehenden Walze näherungsweise
    ermitteln kenn... (bin am Überlegen, mehrere 115mm-Schruppscheiben mit Alu-Trennern
    dazwischen einzusetzen - die haben je nach Hersteller zulässige Drehzahlen zwischen
    12200...13500 U/min und sollten durch die mehrfachen Gewebeeinlagen auch hinreichend
    bruchsicher sein (drum Schrupp- und keine Trennscheiben))


    LG
    -Michael

  • es gibt für die Berechnung der kinetischen Kräfte ein gutes tool


    http://runamok.tech/RunAmok/spincalc.html


    Mit den Schruppscheiben habe ich noch nicht wirklich verstanden, was die bringen sollen. Ein Spinner ist ja letztendlich eine kompakte drehende Masse, die die aufgebaute kinetische Energie durch einen oder mehrere Schlagzähne in den Gegner überträgt. Eine Schruppscheibe wird hier nur wenig kinetische Energie als Impuls übertragen, sondern eher abrasiv material vom Gegener abtragen. Da bräuchte man keine große Schwungmasse sondern nur einen kontinuierlichen starken Antrieb der Scheibe.

  • Nun, mein Gedanke dahinter war eigentlich der, dass in den meisten Fällen ja die Kollision zwischen dem Spinner und dem
    Gegner eher nicht gemächlich vonstatten geht, sondern eher einer kontrollierten Karambolage entspricht. Und in diesem Fall
    verspreche ich mir von der recht rauhen Oberfläche, dass Sie den Gegner "greift" und schlagartig nach oben schleudert
    (so wie das bei einem optimal auftreffenden "Zahn" ja auch gewollt wäre)
    Ich denke dabei z.B. auch an Ballwurfmaschinen, wo einfach zwei Autoreifen schnell rotieren, und der Ball dazwischen
    gegriffen und durch die Masse der rotierenden Räder schlagartig beschleunigt wird. Hatte auch eine Walze mit einem
    weichen Gummiüberzug gedacht, aber ich vermute, dass dieser sich beim ersten Kontakt mit einer Kante abschälen dürfte.


    Obs funktioniert oder nicht, kann ich noch nicht sagen. Ich denke, ich werde als "Opferbots" mal ein paar Holzklötze in
    passendem Gewicht zurechtsägen, und dann mit denen probieren, was passiert. (sodenn man ein erstes Hardware-Modell
    da ist)
    Vobn klassischen "Kreissägen-Bots" hate ich eher wenig - meiner Meinung nach ist es zwar eine nette Show, wenn da
    Funken fliegen, aber ernstzunehmenden Schaden wird man damit wohl eher weniger erzielen.


    LG
    -Michael


    P.S.: Danke für den Link zu dem Berechnungstool.
    Wenn ich mal eine annäherne Walze annehme (disc mit 57.5 mm Radius und 250 mm Dicke)
    und dann die Materialdichte auf 1200 stelle (kann hinkommen wegen der Leerräume zwischen den
    Scheiben), um auf eine Masse von 3.12 kg zu kommen, und einen Standard-Motor mit 25000 rpm
    mit einer Untersetzung von 2:1 angebe, dann komme ich auf knapp über 4 KJ. (nach 2 Sekunden
    Spin-up) - ändere ich das Getriebe auf 4:1 bin ich bei 1 KJ in 0.5 s. Sie Spin-Up-Zeiten muss ich noch
    prüfen, da ich jetzt das exakte Drehmoment des Motors nicht kenne und einfach mal den voreingestellten
    Wert dringelassen habe.
    Zumindest zeigt mir die Größenordnung, dass ich wohl die Drehzahl begrenzen muss. Weil einen zu
    schwachen Motor einzubauen, der dann 10 Sekunden braucht, um auf Speed zu kommen, macht
    wohl keinen Sinn.

  • Es wurden schon einige bots mit Flexscheiben gebaut aber mehr zum sägen. Ein Kollege hier hatte mal eine Drum mit Gummibezug aus genau den selben Gedanken, hat eigentlich nicht funktioniert. Ich gehe zu 110% davon aus, dass der Gegner durch die Schruppscheibe(n) nicht hochgeschleudert wird.

  • Der Kollege hier ( :D ), hatte mal eine Drum mit Gummibezug.
    Allerdings nicht freistehend, sondern in eine Rampe integriert.
    Ähnlich wie bei einer Schiffschaukel, sollte der Bot durch den Anpressdruck über meinen geschleudert werden.
    Dafür sind aber 6 bzw. 13kg nicht ausreichend.
    Im Endeffekt ist mein Gegner einmal "müde" über mich gehüpft.


    Ich rate davon ab.

  • So, mein Nachbar ist endlich wieder da - war ja die ganze Woche auf der Cebit. Da ihn seine Frau am Samstag wieder mal die ganze Zeit rumgescheucht hat, sind wir erst am Sonntag dazu gekommen, mal weiter an unserem Projekt zu planen.


    Mal schauen wie es weitergeht; zunächst sind wir uns bezüglich der Fahrmotoren/Getriebe und passenden Räder noch nicht ganz sicher. Ich vermute, Zeug aus dem 3D-Drucker (PLA) dürfte sich beim ersten Treffer eines Gegners verabschieden. Aber vielleicht kann man die Lauffläche drucken; habe da aus Spanien so ein Filament gesehen, das dann Drucke mit einer Shore-Härte von 40 produzieren soll - ob das weich genug/zu weich/zu hart ist, knn ich leider nicht beurteilen. Die Arbeitskollegin, die mir das erzählt hat, schickt mir aber mal ne Folle davon, dann kann ich mehr sagen.


    LG
    -Michael


    (der jetzt endlich mal die Werkstatt aufräumen und entrümpeln muss, um irgendwo Platz zum Besteln zu haben)

  • Als Fahrmotoren sind Akkuschraubermotoren recht beliebt. Felgen für Räder Drucken geht, wenn du die Räder panzerst. (sollte man sowieso machen) Du musst dann entweder Reifen aus PU angießen oder Fahrradmantel draufschrauben. Alternativ kann man auch Räder aus HDPE Aussägen+ PU / Fahrradmantel. Oder du nimmst fertige Räder aus dem Modellbaubereich, zum Beispiel die hier:
    https://www.conrad.de/de/carso…-schwarz-2-st-234227.html

  • Ich glaube eh, dass eine gedruckte Felge vielleicht für erste Fahrexperimente taugt, aber wohl keinen
    echten Kampf überstehen wird. Einziger Vorteil ist halt m.E., dass man man schnell verschiedene Größen
    probieren kann, bevor man sich was von jemandem drehen läßt. (wir haben leider keine Drehbank und auch keine
    Fräsmaschine, Asche auf mein Haupt ! - sind immer auf der Suche, aber was angeboten wird, war bisher entweder
    Schrott, am Ende der Welt abzuholen, oder unbezahlbar)


    LG
    -Michael