• Verzug durch Temperatur sieht aber eigentlich anders aus als auf dem Foto, weniger grade und mehr geschwungen... zumindest normalerweise.

    Aber es kann natürlich sein, dass der Temperaturunterschied groß genug um irgendwas an der Achse durcheinanderzubringen. Ich glaube nicht, dass es ausreicht um durch die reine Materialschrumpfung der Laufschiene oder was auch immer da was zu ändern, aber eventuell an irgendeinem Sensor oder so, je nachdem wie genau das aufgebaut ist... da würden sich kleine Abweichungen ja schnell summieren.

    "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
    Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß. Die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
    So lernt doch jeder für sich selbst, in dem großen Spiel das Leben heißt. Und das Feuer ist einer der anspruchsvollsten, dennoch lohnendsten Mitspieler."


    Ps: Nicht käuflich, aber buchbar

  • Stufe im Druck (vermutlich durch Schrittverluste) in der X-Achse.

    Ist wahrscheinlich nur ein vager Hinweis, aber in der Unterhaltungselektronik wird am Meisten gespart, indem beim Netzteil minderwertigere Komponenten verbaut werden. => Minderwertig heißt für mich auch, dass Komponenten mit anderen Daten eingebaut sind, um ein paar Cent einzusparen.

    Durch die Schaltnetzteile hat sich der Schwerpunkt wohl von unterdimensionierten Elektrolykondensatoren auf unterdimensionierte Induktivitäten verlagert.


    Wenn es statt der X-Achse die Z-Achse gewesen wäre, hätte ich auf zu wenig Dampf vom Netzteil oder den Motorendstufen getippt. Warum nur eine X-Richtung betroffen ist, ist da etwas mystisch. Normalerrweise sind die Schrittmotor-Endstufen symetrisch aufgebaut. Kann also der RDS von einem MOSFET nicht unbedingt schuld sein.

    Buchi, Johannes: Wenn euch mal langweilig ist (*haha*, der kürzeste Witz unter Hobbiesten...): Mal die Spannung vom Netzteil nachmessen? Auch wenn das Maschinchen neu ist, vielleicht ein kleiner Kunstgriff (anderer Elko?) und schon passt das Magnetfeld im Schrittmotor wieder. (?)

  • Also Aufmachen und drin rumfummeln wollte ich mir eigentlich sparen.

    Habe aber jetzt beim Drucken einiger Räder gesehen, dass hin uns wieder Kunststoffklumpen auf der

    Oberfläche verbleiben (Ansammlungen von verschmierten Fäden, die dann irgendwann von der

    Düse abfallen) und sich da richtig festbacken (kriege ich mit der Pinzertte nicht weggezogen) - Der Druckkopf

    rumpelt damm beim nächsten Layer da drüber. Könnte mir vorstellen, dass das auch mal zu diesen unerklärlichen

    Schrittverlusten führen könnte.

    Die Ursache für diese Klumpen muss ich noch rausfinden. Ich fürchte, es liegt einfach an dem verdammten Bowden-

    Prinzip. m.E. gehört der Fliamentantrieb so nah wie möglich an die Heizpatrone, und nicht irgendwo 50 cm weg an den Rahmen.



    LG

    -Michael

  • Also Aufmachen und drin rumfummeln wollte ich mir eigentlich sparen.

    Achso. Ich dachte, das Netzteil ist nur einen Klick vone einem Plastikgehäuse entfernt und schon liegt es geöffnet vor Dir.

    Ich fürchte, es liegt einfach an dem verdammten Bowden-

    Prinzip. m.E. gehört der Fliamentantrieb so nah wie möglich an die Heizpatrone, und nicht irgendwo 50 cm weg an den Rahmen.

    Das kann schon sein. Ähhnlich dem "Ziehharmonika-Effekt". Ein bißchen Widerstand, schon geht nichts. Erst beim nächsten "Druck" kommt dann alles gemeinsam raus. (=> Ich bezeichne das immer als den "Ketchup-Flaschen-Effekt"). Aber das Filament einölen, damit es leichter flutscht, ist wohl auch eine schlechte Idee.... :saint:

  • Übrigens: Nachdem ich jetzt nach etlichen Fehldrucken echt die Nase voll hatte, habe ich den kompletten

    Druckkopf getauscht. Und siehe da - er druckt wie am Ersten Tage, ohne Fäden, ohne Mucken...


    Jetzt muss ich mal den alten auseinanderbauen; vielleicht sehe ich irgendwas, warum der so vermurkst

    gedruckt hatte...


    LG

    -Michael

    (der froh ist, dass die Chinesen bei dem Drucker einen zweiten Ersatzdruckkopf beigelegt hatten)

  • Naahhh ... Wenn das wieder der gleiche Fehler wie auf den letzten Fotos war - also in der X-Achse verschoben wird das tauschen des Druckkopf nicht dass Problem beheben - vermutlich hat du beim Tausch etwas anderes mit verändert, und wenn du's das eigentliche Problem nicht behebst wird es vermutlich wieder kommen.

    Da das Beschleunigung runter drehen ja was gebracht hatte wäre mein Verdacht dass die Riemenspannung zu hoch ist oder die Lager kaputt bzw dreckig. Beides wäre ist auch temperaturabhängig.

    Appross Temperatur, meine Drucker stehen in der Garage, da sind gerade 4.5⁰C und zumindest der prusa druckt auch jetzt wie ne eins :)

  • Ich vermute ja, daß im Heizelement Luft zwischen Führung und Düse ist, die sich dann im Betrieb mit PLA

    gefüllt hat und so die Fäden (wegen unkontrollierbarer Masse innen) gezogen hat.

    Wie gesagt, das mit dem Schrittverlust hatte ich jetzt genau einmal.

    Ich hatte ja bei dem alten Druckkopf mal die Düse getauscht, und seitdem diese Probleme. (Düse war allerdings nicht

    original, sondern irgendeine, die ich da hatte und wo das Gewinde gepaßt hatte)


    LG

    -Michael

  • Ich habe mir nun einen Dörrautomaten zum Trocknen von Filament ....... bestellt

    Das hatte ich mir auch schon überlegt.


    Das Filament war bei meinem Prusa mit dabei . Für den Zusammenbau des 3D-Druckers muss man ein Stück von dem Filament abzwicken (Verstärkung von dem Kabelbaum).

    Heißt: Das Filement gammelt bei mir seit Monaten in geöffnetem Zustand im Labor herum.... :(

  • Der Dörrautomat ist heute bereits angekommen.

    Ich habe direkt mal angefangen Nylon auf 80 °C zu trocknen. Out of the Box hatte dieses direkt ordentlich geknistert.

    Filament trocknen

    In der Beschreibung war die Maße der Einlegegitter angegeben. Dieses Maß habe ich hauptsächlich für die Auswahl des Geräts genutzt.

    Zwischen den Einlegegittern und der Tür ist allerdings noch etwas Platz, sodass ich nun denke, dass auch die etwas kleinere Version mit Drehknöpfen als Bedienung ausgereicht hätte. Hier war das Gitter in Richtung der Tür etwas zu klein für eine Filamentrolle.


    Zur Lagerung habe ich Zipper Gefrierbeutel mit Ventil zum Luft Absaugen und diese Säckchen mit Trocknungskügelchen drin.

    Lediglich beim Drucken habe ich derzeit noch keine Chance das Filament trocken zu halten. Ich bin jedoch noch skeptisch ob das wirklich nötig ist.

    Ggf. werde ich hierfür eine Tupperbox mit Trockenbeuteln und Filamentdurchführung hinzufügen.


    Mit Nylon hatte ich bisher eher mit der Bett-Anhaftung und Verzug zu kämpfen. Der Schrank, in dem der Drucker steht, ist keine optimale Kammer zum aufheizen und Temperatur halten. Außerdem ist der Raspi noch nicht da, sodass ich den Schrank öffnen muss um den Druck zu starten.

    Suboptimal wenn ich eine Ewigkeit aufheize und dann beim Start die meiste Wärme wieder verloren geht.

  • Nylon auf 80 °C zu trocknen

    Oha, gleich mit 80°C eingestiegen? Hätte ich mich nicht getraut.

    Ich bin mit Tempern und Trocknen auch nicht der große Erfahrungsträger. Bisher wurden bei irgendwelchen Trocknungsverfahren immer 60°C empfohlen. (Trocknen der Baugruppen im Klimaschrank nach der Ultraschall-Reinigung, Polycarbonat tempern vor dem Biegen mit Heißluftpistole,...)


    Wenn' mit 80°C klappt ist's ok. Solltest anfangs beim Drucken vielleicht nur ein Auge darauf haben, dass sich das Filament von der Spule löst und nicht "festgepappt" ist. Passiert manchmal bei überlagerten Drahtrollen. Beim Abspulen "stockt's" dann plötzlich. (Die Isolierung ist aber nicht Nylon, sondern PVC, also nicht direkt vergleichbar.)

  • Ich werf hier mal meine neueste Erfahrung rein.


    Mein Anycubic Mega X druckt PLA vorzüglichst, nun hab ich mir auch PETG angeschafft und die Einstellungen haben etwas gedauert, aber mit

    80 Grad am Druckbett, Erste Schicht 240 Grad und der Rest mit 230, läuft die sache Super rund.

    Wie sind eure Erfahrungen mit PETG so?

  • Ich drucke gerade PETG von Filamentworld.

    215 °C Düse und 75 °C Bett. Das ist recht niedrig für PETG, aber im mittleren bis hohen Bereich der Angaben von Filamentworld.


    Momentan läuft ein fake Schalldämpfer für einen Paintball Markierer. Recht unspektakulär, da er nur Deko ist und keine Kräfte aufnehmen muss. Höchstens wenn ich mal mit dem Markierer vor eine Wand laufe.


    Deutlich interessanter: Zuletzt hatte ich Teile für eine Tankrucksack Halterung gedruckt. Hier kam es sehr auf die Orientierung der Schichten an, da erste Teile entlang der Schichten gebrochen sind. Möglicherweise kann die Schichtanhaftung durch höhere Temperaturen verbessert werden (?).

    Ich habe die Teile einfach hochkant und mit 100 % infill gedruckt, was einen sehr stabilen Eindruck machte.

    Ich warte noch auf Rückmeldung zum Belastungstest (Teile sind nicht für mich).

  • Ich hab jetzt mal das Prusa Filament ausprobiert.

    Bis jetzt habe ich davon schon fast eine ganze Spule verdruckt, ohne dass das Nozzle ein einziges mal verstopft ist.


    Von dem Renkforce Filament von Conrad, was ich bisher verwendet habe kann ich also nur abraten, zumal es auch noch teurer ist als das von Prusa.