Fahrtregler4_5 (Zweikanal)

  • Wow, ein maßgeschneidertes Häuschen für den 4_5-Fahrtregler! :thumbup::thumbup::thumbup:

    (Kleiner technischer Hinweis: Bei den mittleren Schraubklemmen für den rechten Motor sind die Farben (rot/schwarz) vertauscht. Ist zwar bei Dir jetzt absolut unerheblich, aber falls mal die Ausgänge parallelgeschaltet werden müssten, ist das wichtig. =>Aktuell nicht...)

    Wenn die Unterseite/Bodenplatte zu heiß wird, dann links und rechts einen Schlitz vorsehen, damit etwas Luft auch an der Unterseite der Baugruppe durchströmen kann. Bei 3 Minuten Kampfzeit ist das aber nicht unbedingt wichtig. (Es gibt ja auch Anwendungen, bei denen der Fahrtregler den ganzen Tag draussen in der prallen Hitze in einem Alugehäuse vor sich hinschmoren muss....)

  • Derzeit ist der Kasten von unten offen.

    Ist noch besser! Dann kann die Verlustleistung von der Platine nach unten abgeführt werden. :thumbup:

    {

    Kurz zur Auffrischung:
    Die MOSFET-Halbbrücken sind auf die Platine gelötet. Wenn ein schneller Hitzeschub kommt, wird die Platine als Kühlkörper benutzt. Aber die Wärmekapazität ist begrenzt. Heißt: Die Platine ist sehr schnell aufgewärmt/heiß und kann nichts weiter aufnehmen.

    Für die größeren Wärmemengen ist dann der Kühlkörper zuständig. Aber hier muss die Hitze-Verlustleistung erst durch das Kunststoff-Gehäuse der MOSFET-Halbbrücken durchgeleitet werden. Das dauert. Dafür ist dann die Wärmemenge größer, die auf dem Kühlkörper abgeführt werden kann. Also praktisch ein "gutmütiger großer Speicher" im Vergleich zur Platine, die Hitze-Spitzen aufnehmen kann.

    Darum der Hinweis, dass auch die Unterseite von der Baugruppe etwas durchlüftet werden sollte, damit die Platine ihre Wärme/Hitze auch auf die Umgebung abgeben kann.

    }

    Aber, um's nochmal zu schreiben: Ein schickes Kästchen!

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    Die Entwicklung von dem Fahrtregler4_5 liegt schon viele Jahre zurück. Eigentlich wollte ich schon längst mit BL-Fahrtreglern etwas entwickeln. Aber irgendwie ist da noch etwas "Hemmnis" in den Ideen für eine betriebssichere Ansteuerung von den BL-Motoren. Ich möchte nicht die Schwierigkeiten haben wie mit den VESC-Mini-Fahrtreglern. Ständig passt denen was nicht.....

    Von Marien kam eine Anfrage für den Betrieb von vier großen RC-Motoren an dem Fahrtregler4_5.
    Zur Übersicht: In allen verschiedenen Versionen sind immer die gleichen MOSFET-Halbbrücken verbaut. Also von der elektronischen Leistung kein Unterschied.
    Aber es gibt Varianten, um unterscheiden zu können, ob nur "kleine Motoren" mit wenig Stromhunger betrieben werden, oder "typischer Robot-Betrieb" oder "Langzeit-Schwerlastbetrieb".

    • 4_5-Standard: kleiner Kühlkörper, kleine Sicherung bis maximal 30A. Puffer-Elkos mit 4 x 470µF
    • 4_5XL: mittlerer Kühlkörper, KFZ-Sicherung bis maximal 40A, Puffer-Elkos mit 4 x 1000µF/35V; mit Silberdraht verstärkte Leiterbahnen für gute Stromanbindung der MOSFET-Halbbrücken => typischer Roboter-Betrieb
    • 4_5XXL: großer Kühlkörper mit hoher Wärme-Aufnahmekapazität, Maxi-Fuse-Sicherung bis maximal 80A, Puffer-Elkos mit 4 x 1000µF/50V; mit Messingschienen verstärkte Leiterbahnen für optimale Stromanbindung der MOSFET-Halbbrücken und Wärmeabfuhr über die Versorgungspins => für längeren Schwerlastbetrieb, z.B. bei Rasen-/Böschungsmähern oder bei Panzermodellen in der Gewichtsklasse von 80kg bis 300kg. (praktisch erprobt!)

    Irgendwie hatte mir eine Klasse zwischen 4_5XL und 4_5XXL gefehlt. Um z.B. auch höhere Ströme von vier fetten Motoren zu liefern. Aber kein so hohes Gewicht durch den großen Kühlkörper, also optimiert für Bots.

    Herausgekommen ist der 4_5XXM .

    • 4_5XXM: mittlerer Kühlkörper, Maxi-Fuse-Sicherung bis maximal 80A, Puffer-Elkos mit 4 x 1000µF/35V; mit Messingschienen verstärkte Leiterbahnen für optimale Stromanbindung der MOSFET-Halbbrücken und Wärmeabfuhr über die Versorgungspins => Roboter-Betrieb für höheren Strombedarf



    Wie bei den anderen Versionen auch lassen sich die zwei Endstufen-Ausgänge über die Parametrierung parallelschalten.
    Bei jedem Fahrtregler agieren die zwei Ausgänge gleich. Somit für jeden von zwei Motoren einer Antriebsseite eine eigene Endstufe vorhanden.

    Somit müssen für vier Motoren auch zwei Fahrtregler verwendet werden. Die Ansteuerung ist gleich. Abhängig von der Parametrierung wird dem Fahrtregler beigebracht, ob er für die rechte oder linke Antriebsseite zuständig sein muss.



    Für schwere Motoren lassen sich die zwei Endstufen auch parallelschalten. Nur darauf achten, dass die MOSFET-Ausgänge auch die gleiche Phasenlage haben. Dazu ist hier einmal mit zwei roten Punkten an den Schraubklemmen angedeutet, welche Drähte am Motor parallelgeschaltet werden können.



    Das Foto zeigt einen Fahrtregler 4_5XL. Aber gilt natürlich für alle anderen Typvarianten auch:

    Wichtig ist natürlich, dass die Parametrierung für die Parallelschaltung auch wirken kann. Darum muss unbedingt der blaue Hakenschalter geöffnet sein. Ansonsten wäre der Default-Betrieb wirksam, bei dem jede Endstufe unabhängig von einer gemeinsamen Vorgabe reagiert.
    (Ich habe mir angewöhnt, bei parallelgeschalteten Endstufen den Hakenschalter mit einem Stück Schrumpfschlauch zu isolieren. Sozusagen als Warnhinweis, diesen Schalter niemals zu schließen.)


    Bei einigen Anwendern wurden auch schon Motoren verwendet, bei denen die Motoren jeweils zwei Bürstenpaare hatten. Optimal also, um den Strom für einen Motor bei den Bürsten aufzuteilen. Jedes Kollektorpaar hat dann eine eigene Endstufe.

    Gewicht ist von dem 4_5XXM übrigens 138gr. . Also geringer als beim 4_5XXL, was auch Absicht war, um sie in Raptoren oder Featherweights einzusetzen.