Raptor-Antrieb

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    Nach einigen Tipps von BB und UW hab ich mich mal drangemacht einen neuen Antrieb für COnflict zu bauen.
    Bisher waren die Como-Drills von Conrad verbaut, und die haben auch rund 30 Kämpfe durchgehalten.
    Die gleiche Motor/Getriebekombi hab ich dann auch mal in Medusa, meinem neuen Raptor verbaut, da waren sie nach 5 Minuten kaputt.
    Also mußte was neues her.
    Basis: 4,8V Mini-Akkuschrauber von Alpha Tools (Bauhaus).
    3-stufiges Ganzmetallgetriebe.
    Das Getriebe wurde auf 2 Stufen gekürzt und die originalen Gleitlager verbaut.
    Dann hab ich den Antrieb in COnflict eingebaut.
    Ergebnis:
    Die LiIo´s (6 Zellen 11,1V 4000mAh)kommen mit den hohen Strömen nicht klar, die Spannung fällt ins Bodenlose.
    Da hab ich den Akkupack umgelötet auf 7,4V 6000mAh.
    Alles Bestens, COnflict geht ab wie eine Rakete !!!
    Jetzt müssen nur noch die Gleitlager gegen Kugellager getauscht werden, dann sollte das Ganze ein paar Fights durchhalten.


    Dirk

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    Das freut zu hören, dass das gut klappt. Der Heiko und ich haben ja auch schon diese Motoren-Getriebe-Kombo angetestet.


    Allerdings habe ich die Originalmotoren gegen Mabuchi fp390 ausgetauscht (gibt es billig bei Pollin) die haben laut datenblatt mehr Power. Aber wenn man den originalen 4,8 Voltmotor mit 7,2Volt betreibt passiert ja auch ordenlich was. Die Ritzel in den Kleinen Akkuschraubern haben das Modul 0,5. Es war also leicht auf den Mabuchimotoren einfach ein Ritzl mit 10 Zähnen aufzupressen und den Motor einzubauen (der Lochabstand für die Motorbefestigungsgewinde ist der selbe wie bei den originalmotoren). Die Motorwelle der Mabuchi ist gekordelt, so dass man die Ritzel mit etwas vorsicht ganz einfach mittels kleinem Schraubstock auf die Motorwelle pressen kann, hält bombenfest.


    Die Getriebe haben allerdings eine "Sperre" eingebaut, der das verdrehen per Hand verhindert. Diese muss überbrückt werden, was aber ganz einfach gemacht werden kann. Einfach die sperrrollen gegen kleine Aluklötzen (müssen nicht sehr präzise sein) austauschen.

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    Super Dirk, freut mich , wenn COnflict wieder losstürmt !


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    Die LiIo´s (6 Zellen 11,1V 4000mAh)kommen mit den hohen Strömen nicht klar, die Spannung fällt ins Bodenlose.


    Ups... Ein Akku mit 4Ah kann die Motoren nicht wegstarten? Teuflisch. Also das hätte ich nicht erwartet. (Bei meiner Ratte will ich 1200mAh-Akkus einbauen; Starten klappt, aber nach einer guten Minute ist Essig...)


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    Da hab ich den Akkupack umgelötet auf 7,4V 6000mAh.


    Das heißt, Du hast Zellen prallelgeschaltet? Die Diskussion hatten wir ja schon an anderer Stelle im Forum, aber wär's nicht besser, die Zellen (zumindest für die Lagerung) getrennt zu lassen und nur vor dem Kampf parallelzuschalten?
    Zumindest ist die Betriebsspannung mit 7,2V jetzt etwas sozialer gegenüber dem 4.8V-Motor.

  • ... eigendlich warte ich jetzt auf ein Statement von IBF zum Thema Parallelschaltung von Akkus :winking_face:


    Ich find es aber super, dass noch so richtig fetzig weitergebaut wird .... klingt vielversprechend für das nächste Event ... Nachteil ... ich muss mit DDS über Winter nochmal über Upgrades für unsere Bots diskutieren.


    Delldog.

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    Original von delldog
    ... eigendlich warte ich jetzt auf ein Statement von IBF zum Thema Parallelschaltung von Akkus :winking_face:


    Also von Elektronik hab ich soviel Ahnung wie eine Kuh vom Motorradfahren,
    aber wenn ich dann mal in so einen Notebook-Akkupack reinschaue, dan sind da die Zellen auch ohne jegliche Sicherungsmaßnahmen parallel verschaltet.
    Warum soll ich das dann anders machen ?
    Funktioniert schließlich schon fast 2 Jahre, immer noch der gleiche Akkupack.
    Das Problem dürfte bei den LiIon´s bzw. LiPo´s wohl eher die Reihenschaltung sein,
    wo die einzelnen Packs beim Entladen/Laden eventuell nicht gleichmäßig belastet werden.


    Dirk

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    ... eigendlich warte ich jetzt auf ein Statement von IBF zum Thema Parallelschaltung von Akkus


    Hehe... *lach*... bin ich schon so berechenbar geworden?
    Ehrlich gesagt hat es mich schon wieder gerissen, als ich die Parallelschaltung gelesen habe. Da assoziiere ich innerlich immer das Ruderboot, bei dem zwei Ruderer drinnsitzen. Aber Rücken an Rücken....


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    aber wenn ich dann mal in so einen Notebook-Akkupack reinschaue, dan sind da die Zellen auch ohne jegliche Sicherungsmaßnahmen parallel verschaltet.


    Aha ? Das wundert mich jetzt schon, aber gut... keine Ahnung was Sony noch alles unternimmt, damit Rückrufaktionen von Laptop-Akkus ausgelöst werden. Ich habe noch nie einen Laptop-Akkku zerlegt, aber dass die dauerhafte Parallelschaltung so funktioniert, das ist schon bemerkenswert.


    Das Kürzen von dem dreistufigen auf das zweistufige Getriebe wäre interessant. Ging das so einfach? Ich stelle mir jetzt das Getriebe von den Alpha-Tools-12V-Akkuschraubern vor. Da etwas absägen ginge wohl in die Hosen, weil sonst alles nach vorne rausfällt.... (?)


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    Also von Elektronik hab ich soviel Ahnung wie eine Kuh vom Motorradfahren,


    Untertreib nicht immer! Das Zeugs, das Du verdrahtest, funktioniert.

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    Das parallelschalten von LI-Ionen und LI-poly Akkus klappt ganz wunderbar. Das Thema hatten wir aber auch schon mal. Einzig die Reihenschaltung kann probleme machen, deswegen gibt es für die Li Akkus sog. Balancer-schaltungen für das laden, diese verhindert, dass die einzelnen Zellen in der Reihenschaltung mit mehr als 4,1 Volt oder 4,2 Volt beaufschlagt werden. Aber wenn man langsam mit geringem strom läd und die Akkus vor der Reihenschaltung formiert werden (gleiche entladeschlussspannung) geht auch dass.


    Vor der Parallelschaltung von nicd und nimh muss mann meiner Ansicht nach auch keine übertriebene Angst haben. Wichtig ist halt auch hier, dass die Akkus formiert werden. Hierfür könnte man auch diesen Weg beschreiten:


    http://www.wildflyer.de/


    allerdings ist die Entladeschlussspannung die über die Diode erreicht wird etwas gering, man sollte vielleicht noch eine schottky-diode in Reihe dazu geben.

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    Ach ja, das Getriebe kürzen geht recht einfach. Man sägt von dem Hohlrad einfach ein stück ab, es ist (soweit ich mich errinnere) nicht gehärtet. Bei den normalen Akkuschraubern kann das etwas anders sein. Ich hatte schon welche, wo das hohlrad komplett gehärtet war (da macht sägen keinen spass) oder nur das Ende mit den Nocken, die zur Drehmomenteinstellung dienen. Allerdings sollte man sich überlegen, ob es sinn macht, die erste Stufe eines normalen Akkuschraubers zu kürzen. Danach hätte man nur noch eine Untersetzung von 1:6. Größere Räder als 50mm kann man da fast nicht mehr nehmen. Ich habe zwar genau so umgebaute Akkuschrauber, aber halt nicht im Einsatz, weil eben die Untersetzung zu lang ist. Länger Untersetzt als 1:10 kann man eigentlich kaum gehen.


    p.s. ich fahre in Basilard eine Untersetzung von 1:10,5 mit 55mm Rädern, und der langsamste bin ich bei weitem nicht. Antriebsmotoren: Mabuchi 550

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    Original von bat_boy
    Allerdings sollte man sich überlegen, ob es sinn macht, die erste Stufe eines normalen Akkuschraubers zu kürzen. Danach hätte man nur noch eine Untersetzung von 1:6.


    Beim Antrieb macht das wohl keinen Sinn, wohl aber bei anderen Anwendungen wie z.B. der Scheibe von Brainbug.
    Die gehärteten Hohlräder lassen sich ganz gut mit einer Flex trennen (1mm Scheibe).
    Die Hohlräder der Mini-Akkuschrauber sind nicht gehärtet, die habe ich in der ersten Version garnicht gekürzt,
    in der 2.Version (mit Kugellager statt Gleitlager) nur um die Länge der vorstehenden Noppen.
    Das kann man auch mit einer Feile machen. Den Rest habe ich mit Unterlegscheiben ausgeglichen.
    Ein Gehäuse um das Hohlrad gibt es nicht mehr, nur noch eine Platte auf der der Motor sitzt und eine Platte mit Kugellager für die Abtriebswelle.
    Die nutzbare Länge der Welle um ein Rad aufzustecken liegt dann bei etwa 18mm, das ist mehr als genug.


    Dirk

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    Ich habe beim Clubtag in Basel (NL) COnflickt das erstemal mit den neuen Antrieb fahren gesehen. Das funktionierte richtig gut (wobei das Umkehrspiel von Getriebeabtrieb zu Antriebsachse noch etwas zugroß ist, kann man aber wohl verbessern). Das ist wirklich ein sehr leichter aber leistungsfähiger Antrieb geworden. Sollte sich jeder überlegen, der eine neue Konstruktion macht und Gewicht sparen will.


    Ich denke, dass der Dirk und ich jedem beim Umbau des Akkuschrauberantiebs behilflich sind soweit gewünscht.


    Gruß Dirk

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    Ich denke, dass der Dirk und ich jedem beim Umbau des Akkuschrauberantiebs behilflich sind soweit gewünscht.


    Danke für das Angebot! Finde ich wirklich super von Euch, dass ihr der Gemeinschaft mit Rat und Tat zur Verfügung steht!