Spannungsversorgung für Bürkerts

  • Ich hab mal etwas weiter oben nachgeschaut:


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    Original von Flatliner
    IBF´s Spannungsvervielfacher, Eingang 7,6 V LiIon-Akku schaltet das Bürkert auch unter Last durch. Sollte also funktionieren, selbst wenn der Fahrakku auf unter 10V zusammenbricht.
    Die Ausgangsspannung liegt bei etwa 22,2V, bricht beim Schalten auf unter 16V ein.
    Juckt mich aber nicht, da das Ventil aufgemacht hat.


    Also bei 22V hat das Bürkert noch geschaltet.
    Aber in Twillight werden 2 Bürkert parallel angesteuert.
    Vielleicht bricht die Spannung dann zu schnell ein? Versuch macht klug.
    Kann sich eine höhere Spannung positiv auf die Ventilöffnungszeit auswirken?



    Der Spannungsvervielfacher wird auch wieder in Hellfire 2 zum Einsatz kommen.


    Gruß Dirk

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    Also bei 22V hat das Bürkert noch geschaltet.


    Ok, damit ist der Stapellauf (zumindest mit einem Bürkert) gewährleistet.

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    Aber in Twillight werden 2 Bürkert parallel angesteuert.


    *schluck*
    Das bedeutet doppelten Strom.
    Damit dürfte die erste Stufe des Spannungsverdopplers Probleme kriegen.

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    Kann sich eine höhere Spannung positiv auf die Ventilöffnungszeit auswirken?


    Ja. Wenn die Spannung noch einigermaßen im gewünschten Niveau liegt, dann ist das bei eurer Anwendung nicht unbedingt wichtig oder drastisch bemerkbar. (Bewegt geschätzt im 20 - 50ms-Bereich).
    Wenn die Spannung aber schon serienmäßig auf 16V zusammenbricht, dann kann das heißen, dass man auch beim Einschalten schon am Limit ist. Durch die zu geringe Spannung fließt so wenig Strom, dass das Ventil nicht mehr genügend Magnetfeld aufbauen kann. Zunächst wird nur "langsam" der Schaltpunkt angefahren. Wenn man Pech hat, bleibt das Ventil hängen.


    Wie schaltet ihr das Ventil? Ist das Relais vor oder nach dem Spannungsverdoppler? Wenn es nach dem Spannungsverdoppler ist, kann man noch was machen. Und zwar einen fetten Elko am Ausgang des Spannungsverdopplers anhängen. (also vor dem Relaiskontakt, mit dem das Bürkert geschaltet wird). Der Elko wird dann ständig mit 24V geladen. Im Einschaltmoment liefert er dann die Power, die dafür sorgt, dass das Bürkert genügend Strom zum satten Durchschalten kriegt.


    Wenn ihr zwei Bürkerts parallel betreibt und es gibt Probleme bzw. das Schalten funktioniert nicht zuverlässig: Bitte bescheid geben, dann gibts einen Nachschlag in Form eines zweiten Kanals bzw. Gerätes.

  • Hi Reiner,


    das Relais für die Ansteuerung der Bürkerts sitzt nach der Spannungsverdopplerstufe. Elko würde also gehen. Bitte bedenke, dass die Ventile nicht länger als ca. eine Sekunde geschaltet sind oder geschaltet sein müssen. Dann ist der Zylinder schon längst voll und ausgefahren. Also keine Dauerbelastung für den Spannungsverdoppler

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    Original von bat_boy
    Hi Reiner,


    das Relais für die Ansteuerung der Bürkerts sitzt nach der Spannungsverdopplerstufe. Elko würde also gehen. Bitte bedenke, dass die Ventile nicht länger als ca. eine Sekunde geschaltet sind oder geschaltet sein müssen. Dann ist der Zylinder schon längst voll und ausgefahren. Also keine Dauerbelastung für den Spannungsverdoppler


    Ok, danke für die Info.
    Bauteile gehen heute abend raus... :D ... dann müßten auch zwei Bürkerts parallel funktionieren.

  • Wenn die Tests gelaufen sind, würde mich das Ergebnis und der "Aha-Effekt" interessieren. Also z.B.
    - ob beide Ventile satt anziehen,
    - ob die Ventile halten oder nach ein paar Sekunden durch mechanische Erschütterungen zum Abfallen gebracht werden.
    - Wird der 24V-Multiplier kuschelig warm oder hält sich das in Grenzen....


    Wenn's Probleme gibt, dann bitte melden. Wir haben ja noch den Joker mit der Überbrückung des 18V-Konstanters im Ärmel. Ich würde euch dann ein modifiziertes Modul zukommen lassen.

  • Ich hätt da auch noch was zum Spannungsvervielfacher:
    Mein Bürkert-Klon braucht rund 36V um zu schalten. Ist das bei 12V Eingangsspannung und entfernen der letzten Reduzierstufe machbar ?

  • Rein rechnerisch komme ich mit "meiner" Schaltung (... ist ja eigentlich ein gemeinsames Projekt von uns allen hier, ich war nur der "Router".... ) leider auch nur auf ca. 32V, wenn man 12V anlegt. Sobald aber die Eingangsspanung (Soll: 12V) etwas zusammenbricht, dann wird's hinten bei den 32V auch drastisch knapp. Ist irgendwie nicht so die Qualität, die ich mir unter einer "Konstantspannung" vorstelle.


    @Leo: habt ich auch zwei kaskadierte Schaltungen in Reihe oder ist das ein ganz anderes Prinzip ?


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    und entfernen der letzten Reduzierstufe machbar ?


    Die letzte Stufe begrenzt die "Unregelmäßigkeiten" oberhalb von 24V. Ein Entfernen von IC4 (LM78S24 ; siehe Schaltung von Seite 5 auf diesem Thread), wäre möglich. Aber der Kondensator C7 mit 2200uF/25V muss unbedingt auch entfernt werden. Sonst macht sich die Schaltung beim ersten Spannungstest mit einem Sound in Knall-Dur und Peng-Moll bemerkbar. :D


    (Ist zwar eh klar, aber nur der Vollständigkeit halber: Beim entferten IC4 müssen nur die beiden äußeren Pins miteinander gebrückt werden. Dann können die Anschlussklemmen ganz normal weiter benutzt werden.)


    @Flatliner/Bat_Boy: Die Schaltung kommt doch in Twilight rein, oder? Da machen ein paar Gramm mehr Gewicht und ein bißchen mehr Platzbedarf keine Probleme... ? :D => Ich würde euch dann eine Dreifach-Kaskade zusammenstricken. Da gibts dann die 36V auch noch bei zusammenbrechender Akkuspannung. Allerdings muss ich in der ersten Stufe zwei TDA2003 im Gegentakt parallel laufen lassen, sonst kriegt man den Strom nicht durch. (Bzw. die erste Stufe würde den Hitzetod sterben). Bis wann braucht ihr die Schaltung ?

  • Leute, vielleicht wär jetzt mal ein guter Zeitpunkt sich doch mal mit einem StepUp Wandler zu beschäftigen, auch wenn dann plötzlich ne "böse" Spule drin vorkommt...?


    Zur Abwechslung mal ein anderer Vorschlag: LT1170HV

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    "böse" Spule


    Zwei Worte mit der selben Bedeutung ... :D
    => Weißer Schimmel
    => Windows Ausnahmefehler
    => ....


    Konstruktive Vorschläge finden bei mir ja immer ein offenes Ohr, auch wenn ich bei den verwendeten Komponenten meine schwersten Bedenken habe.
    Das Datenblatt von dem IC habe ich rausgesucht.


    [URL=http://www.linear.com/pc/downloadDocument.do?navId=H0,C1,C1003,C1042,C1031,C1061,P1314,D1814]LT1170HV-Datasheet[/URL]


    Um die 36V zu kriegen, müßte ich wahrscheinlich nur den R1 von 10.7K auf 33K hochsetzen, oder? (Siehe Applikation auf Seite 1)
    Die mystische Spule mit 50µH: Was bedeuten die zwei Sternchen (Bestellnummer)? Ich hätte eine Standardspule vom Bürklin gekauft.


    Gizmo: Machen wir einen Deal? Ich designe und ätze eine Platine und baue die Schaltung nach der Applikationsvorgabe auf. Sie wird bei mir nicht funktionieren (...ist schließlich eine Spule drin..). Dann schicke ich Dir die Schaltung zu und Du bringst sie zum Laufen. ;) *GibFünf*

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    Um die 36V zu kriegen, müßte ich wahrscheinlich nur den R1 von 10K auf 30K hochsetzen, oder? (Siehe Applikation auf Seite 1)


    Da würd ich mal ne Formel dazu bemühen...


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    Die mystische Spule mit 50µH: Was bedeuten die zwei Sternchen (Bestellnummer)? Ich hätte eine Standardspule vom Bürklin gekauft.


    Das sind Vorschläge für passende Spulen. Zum Bleistift:


    COILTRONICS 50-2-52 oder PULSE ENGINEERING 92114


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    Gizmo: Machen wir einen Deal? Ich designe und ätze eine Platine und baue die Schaltung nach der Applikationsvorgabe auf. Sie wird bei mir nicht funktionieren (...ist schließlich eine Spule drin..). Dann schicke ich Dir die Schaltung zu und Du bringst sie zum Laufen. Augenzwinkern *GibFünf*


    Anders. Das Vorgehen zuerst in ein Board zu gießen und dann zu debuggen widerstrebt mir. Für sowas gibts die Lochstreifenexperimente. Und wenn, dann machen wir das anders: Wenn mir so ein Ding in die Hand fällt mach ichs auf ne Lochstreifenplatine und schicks dir zu, nur zum beweisen dass es geht...


    Was sind denn die Anforderungen? Nur das Ventil, also eine Spule mit Power versorgen, richtig? Ist das ein Impulsverbraucher (Bistabil) oder eine Dauerlast (Monostabil) ? Welche Daten hat so eine Spule? Zulässige Spannung und zulässiger Strom?


    Ich glaube das wurde schon mal gesagt, aber über so eine energiereiche Spule sollte ein fette Freilaufdiode um die Induktion zu töten und diese Diode sollte schnell sein. Schottky oder Transil mit hoher Spannungsfetigkeit bieten sich an...

  • Mann was bin ich froh daß es euch gibt und ich mit meinem 36V-Problem nicht alleine im Regen stehe :D


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    Was sind denn die Anforderungen? Nur das Ventil, also eine Spule mit Power versorgen, richtig? Ist das ein Impulsverbraucher (Bistabil) oder eine Dauerlast (Monostabil) ? Welche Daten hat so eine Spule? Zulässige Spannung und zulässiger Strom?


    Hier das Datenblatt von Bürkert zu einem Ventil (301/C) aus dem ich die Spule geklaut habe.


    In angezogenem Zustand (Ventil öffnet) zieht die Spule bei 36,9 V 0,3 Ampere.
    Ob eine etwas geringere Spannung als 36V ausreicht weiß ich noch nicht, das müsste noch durch Versuche ermittelt werden. Z.Zt. ist mir das CO2 ausgegangen.
    Die Einschaltdauer liegt in der Praxis bei unter 1 Sekunde.


    Der Wumms von meinem Bürkert-Klon hat mich aber so begeistert daß ernsthaft ich darüber nachdenke jeweils einen davon in die beiden Bodenplatten von Tsunamis Zylindern einzubauen. Damit könnte dann auch das neue Gewichtslimit von 100kg inkl. Gas erreicht werden.


    Das würde dann aber bedeuten daß der Spannungsvervielfacher auch die doppelte Leistung bringen müsste ;)

  • die Magnetventile brauchen nur im ersten Anzug ne menge Power, damit der Verschlusskolben den auf der Entlastungsbohrung lastenden Gasdruck überwinden kann. Wenn das Magentventil angezogen ist, muss nur die Haltekraft für die Rückstellfeder aufgebracht werden, das wird auch mit weniger als 36 klappen. Wenn also die Spannung für die erste halbe sekunde 36 Volt beträgt sollte das reichen. Sprich: die aufgeladenen Kondis in der Verdopplerstufe sollten ein wenig größer ausfallen damit daraus die benötigte Spannung und Strom fließen kann.


    Gruß Dirk

  • Ok, also 36V und 500mA dauerhaft sind mit Sicherheit drin, auch aus 12V. Das Problem wird wenn überhaupt die Impulslast, aber mit einem entsprechend großen Ausgangselko läßt sich das bestimmt abfedern (wie bb schon sagte).

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    Für sowas gibts die Lochstreifenexperimente.


    Hm... da habe ich immer eine andere Arbeitstechnik. :D Ein Lochstreifenmuster ist zwar als Versuchsdemo am Labortisch ganz nett, aber leider nicht road-tauglich bzw. wegen den mechanischen Schockbelastungen nicht für den Einbau in Bots geeignet. Ich ätze mir daher immer lieber eine Platine, notfalls wird dann da drauf "gepatched" (die paar grüne Drähte halten schon so viel, dass bei einem mechanischen Schlag nichts kaputtgeht oder abhebt).
    Aber gut, ich bin ja für jede Schandtat bereit :D . So viele Teile sinds ja auch nicht, als dass das Herz verbluten würde, wenn man die Lochraster-Schaltung wieder ausschlachten müßte.


    Nur die Bitte: Die Teile so beziehen, dass man sie auch nachkaufen kann bzw. reproduzierbar irgendwo herkriegt. Ich bin ein Gegner davon, Teile aus der Bastelkiste zu nehmen und ein Unikat aufzubauen. Beim Nachbau schaut man dann mit dem berühmten Ofenrohr in das Gebirge.
    Wir müssen also für die empfohlenen Induktivitäten eine Bezugsquelle finden, die uns kleinen Kundenlichtern auch was verkauft. (Daran scheiterts bei den meisten Lieferanten, die wollen alle gleich vierstellige Stückzahlen abgeben)


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    Ok, also 36V und 500mA dauerhaft sind mit Sicherheit drin,


    Fast Faktor 2 Sicherheit drin. Ok. Einigen wir uns auf 600mA, damit ein "guter Faktor 2 " drin ist. :D
    Im Ernst: Laut Datenblatt kann der zitierte IC seine 5A bei 5V auf 12V. Bei 12V auf 36V erwarte ich eigentlich schon, dass er sein 1A noch kann, ohne den Hitzetod zu sterben.
    Faustformel wäre 1000uF pro entnommenen Ampere. Mit Faktor 2 als Sicherheit sind wir mit einem 2200uF/50V-Kondensator als Ausgangspuffer gut abgedeckt. Der Kondensator muss zwar von dem IC beim Einschalten oder nach einer "Schalt-sequenz" auch mal gefüttert werden, aber das wird der IC schon können....


    Also als nächster Schritt: Wo können wir so eine Spule käuflich erwerben?

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    Im Ernst: Laut Datenblatt kann der zitierte IC seine 5A bei 5V auf 12V.


    Das ist ein Schaltregler mit internem 5A Switch (MosFET), was bedeutet dass die interne Strombegrenzung einsetzt sobald dieser Wert überschritten wird. Das kann recht schnell passieren, besonders wenn du Spule zu klein dimensioniert ist. Da muss man also etwas aufpassen...


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    Also als nächster Schritt: Wo können wir so eine Spule käuflich erwerben?


    Ohne lang zu suchen einfach mal ein Schuss ins Blaue:


    http://www.pollin.de/shop/shop…hp&pg=NQ==&a=ODc3OTQ3OTk=


    Das könnte gehen wobei die 2,5A vielleicht zu wenig sind. Aber sowas in der Art...

  • Eine Entstördrossel als "Energiespeicher" ? Geht das ? Irgendwie war doch da mal was bezüglich "Remanenz". Ich bin ja mit den Induktivitäten nicht so vertraut, aber da gab's doch Unterschiede ob man hier die Stromspitzen schnell abfangen und abgeben muss, oder ob das etwas "gemütlicher" gehen muss.


    @ Gizmo: Deine Studienzeit liegt um den Faktor 20 kürzer zurück als meine. Hilf mir mal schnell auf die Sprünge, bevor ich meine alten Skripten wieder rauskramen muss....


    Im Prinzip habe ich meine bisherigen Schaltregler-Versuche mit genau solchen Spulen gemacht und jedesmal Schiffbruch erlitten. Andere Spulen mit der passenden Induktivität und vor allem der geforderten Strombelastbarkeit habe ich nicht aufgetrieben.