Phönix (#YOLObot)

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    • ralf.96 schrieb:

      Reiner bekommt bald Post. Vielleicht kann er aus dem Ant3 etwas zur Ursache der Feuer herausfinden.
      Das Päckchen ist eingeetroffen. Die erste Sichtung ergab: Die zwei Tantal-Elkos, die direkt an der Versorgungsspannung hängen, haben sich verabschiedet.


      Die Tantals sind bekanntermaßen etwas empfindlicher als die Standard-Elkos. Dafür kleiner. Für die Gründe, "warum" Tantals den Feuertod sterben, gibt es drei Gründe:
      1. Falsche Polung
      2. Zu hohe Spannung
      3. Zu hoher Strom bzw. zu lange eine pulsierende Stromzuführung und Stromentnahme (wie bei einer PWM-Ansteuerung der Endstufen)
      1) schließe ich aus, sonst wäre der vorherige Fahrtest in die Hose geganen
      2) ist ebenfalls auszuschließen, sonst hättest Du (Ralf) mir das geschrieben

      Bleibt als 3) . Laut Video hat der Fahrtest geklappt, erst beim Waffentest ist der Defekt aufgetreten. Somit die Erkenntnis: Der ESC für den Waffenmotor hat nicht genügend Kondensatoren-Kapazität verfügbar. Der Waffen-ESC bedient seine Stromspitzen über die Tantal-Kondensatoren vom Fahrt-ESC. => Die zwei Tantals des Fahr-ESC sind für solche Stromspitzen, die sich der Waffen-ESC holen will, nicht ausgelegt.

      Bleibt jetzt die Suche nach einer Lösungsmöglichkeit:
      1)
      Auf die chinesische Methode:
      Die zwei Tantals einfach weglassen. Was nicht vorhanden ist, kann auch nicht kaputtgehen. Allerdings werden dann die MOSFETs auf dem Fahrtregler etwas warm werden, weil sie ihre Stromspitzen nur noch über den Akku herbeisaugen können und kein Puffer zur Verfügung steht.
      2)
      Auf die Masse-Methode:
      Die zwei Tantals durch reguläre Elkos mit Low-ESR (geringer Widerstand beim Laden oder Entladen) ersetzen. Dann könnte sich auch der Waffen-ESC von diesen Elkos bedienen. Damit wird der Fahrtregler aber massiv größer, so dass der Anwender im Endeffekt doch lieber die kleinere China-ESC bevorzugt.
      3)
      Auf die egoistische Methode:
      In der Plus-Zuleitung vor dem Fahr-ESC wird eine Diode gesetzt. Damit werden die Tantals vom Akku versorgt und geladen. Aber der Waffen-ESC kann in umgekehrter Richtung keinen Strom mehr von den Tantals kriegen.
      4)
      Auf die Vernuft-Methode:
      4a) Direkt an der Spannungszuführung vor dem Waffen-ESC wird ein fetter Elko mit Low-ESR gelötet. Damit hat der Waffen-ESC eine brauchbare Kapazität und braucht sich nicht mehr an den Tantals des Fahrtreglers vergreifen.
      4b) Weiterhin dicke Zuleitungen zwischen Akku und Waffen-ESC, so dass eine stabile Stromversorgung gewährt ist.
      4c) Die Spannungsversorgung von Waffen-ESC und Fahr-ESC nicht einfach von einer Baugruppe zur nächsten legen, sondern "sternförmig". Am Akku bzw. nach dem Schalter teilen sich die Plus- und Minusleitungen auf und gehen einzeln zu den beiden Baugruppen. Wenn der Waffen-ESC jetzt viel Strom haben will, dann ist er praktisch schon dicht am Akku und müsste zum Fahr-ESC eine zusätzliche Leitung (Leitungswiderstand) überbrücken. Also wird die Stromspitze vorwiegend vom Akku und nicht von den Tantals bedient.

      => Ich hoffe, hier etwas für die Verbesserung beigetragen zu haben.

      @Ralf: Den Ant3-Fahrtregler müsste ich reparieren können. Besteht Interesse an einer weiteren Verwendung unter Berücksichtung der o.g. Verbesserungsvorschläge ? => Würde ihn dann wieder zuschicken.
      .
      Interesse an Elektronik für Schaukampfroboter und Kettenfahrzeuge (Fahrtregler, ESC) ? => http://www.Robots.IB-Fink.de
    • Ja, Interesse besteht weiterhin.

      1)
      Würde ich von vorneherein ausschließen.
      2)
      Ließe sich das bei der aktuellen Platine nachrüsten und wie viel Bauraum würde es zusätzlich benötigen? Aufgrund der bisherigen Erfahrungen würde es mir gefallen die Tantals durch die robustere Standardbauform zu ersetzen.
      3)
      Falls 2) nicht möglich ist oder ungünstig Bauraum benötigt.
      4)
      a) Fände ich auch sinnvoll und würde ich auch übernehmen. Welche Kapazität und Spannung würdest du vorschlagen?
      c) nur ungern aufgrund des Verkabelungsaufwands.
      ,,Why does my motor need brushes if it doesn´t have hair?" - Charles Guan
    • ralf.96 schrieb:

      Ja, Interesse besteht weiterhin.
      Freut mich, wenn wir hier gemeinsam "weiter-entwickeln".

      ralf.96 schrieb:

      2)
      Ließe sich das bei der aktuellen Platine nachrüsten und wie viel Bauraum würde es zusätzlich benötigen? Aufgrund der bisherigen Erfahrungen würde es mir gefallen die Tantals durch die robustere Standardbauform zu ersetzen.
      100MF mit 16V in Low-ESR und "schaltfest" habe ich leider nicht in meinem Lager. Aber wenn, dann würde ich den "kleineren" Typ verwenden als von den Kondensatoren, die ich beim Fahrtregler4_5 schon immer verbaue. Wäre dann dieser Typ hier:

      buerklin.com/de/elektrolytkondensator-100f-16v-20-/p/12d5738





      Die müsste ich eigentlich auf der Platine unterkriegen, allerdings "flachgelegt". Ein bißchen was von den12.5mm Kondensatorhöhe und 6.8mm Kondensatorbreite würden seitlich bei den Annschlusspins für die Spannungsversorgung herausstehen. Den anderen Tantal müsste ich ersetzen können, ohne dass was bei der Platine heraussteht. => Kannst Du noch 2 mm bei der Platinenseite an Platz entbehren ?



      ralf.96 schrieb:

      a) Fände ich auch sinnvoll und würde ich auch übernehmen.

      Normalerweise müssen die Elkos möglichst nah ran an die MOSFETs. Jedes Stückchen Leiterbahn dazwischen ist Gift für einen flotten Strommfluss bei den Stromspitzen. Wird bei dem gekauften Waffen-ESC nicht gehen. Darum zumindest bei den Lötpads von der Stromversorgung an der Platine einen fetten Elko anbringen. Besser als gar nichts... :rolleyes:

      Anhand Deiner Beschreibung von den Motoren würde ich mindestens 1000µF/16V empfehlen. (Nicht irgendeinen beliebigen Elko, sondern unbedingt einen mit Low-ESR. Sonst bringt das nicht viel, wenn Du die Strompulse aus dem Elko nicht rein- bzw. rauskriegst.

      buerklin.com/de/elektrolytkondensator-1mf-16v-20-/p/12d5746



      Du kannst in der Spannungsfestigkeit auch noch ein bißchen höher gehen. Also 25V statt 16V.

      buerklin.com/de/elektrolytkondensator-1mf-25v-20-/p/12d5778

      Die o.g. Kondensatorentypen bestelle ich immer bei der Fa.Bürklin. Fa. Frolyt ist ein deutscher Hersteller. Die Elkos sind teurer als die chinesichen/japanischen/koreanischen Importwaren. Aber die Elkos halten die Belastung aus. Ich möchte nicht einen Fahrtregler zur Reparatur kriegen, weil es einen Elko zerrissen hat, darum lieber "Qualität".
      Auch bei der Fa.Reichelt gibt es Elkos mit Low-ESR. Sind billiger. Aber nur "Low-ESR" und nicht zusätzlich "schaltfest".
      .
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    • ralf.96 schrieb:

      Die 2mm sollten kein Problem sein.
      Ok, dann baue ich den Fahrtregler auf Elkos in der Haupt-Spannungszuführung um.

      ralf.96 schrieb:

      Einen passenden low-Esr Elko hätte ich sogar da.
      Kannst ja mal mit diesem Elko ausprobieren, wie dann Dein Waffenmotor hochzieht. Für den Umbau des Ant-Fahrtreglers werde ich erst am Wochenende dazu kommen. Dauert also noch bis nächste Woche, bis bei Dir das Päckchen eintrifft und der Kompletttest am Bot stattfinden kann.
      .
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    • Keine Angst, mir wird nicht langweilig. :P Die Inbetriebnahme des CNC-Routers/Fräse wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen und dann "darf" ich auch noch Bachelorarbeit schreiben....
      Wenn der Ant-3 wieder da ist, muss ich erstmal abwägen, welchen ESC ich auf der Waffe verwende. Der ZTW spider 50 wäre 30g schwerer als der Wraith 80, dafür funktioniert der ZTW mit simonk, der meiner Meinung nach besten Firmware für diese Anwendung. Außerdem hat der ZTW in Surgeon schon bewiesen, dass er was aushält. Der im letzten Test verwendete Multistar 41A wird es jedenfalls nicht, das erscheint mir zu knapp dimensioniert.
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