Mein erster Ant - Fragen und (hoffentlich) ein Bericht

    • In Hannover werden wir wohl ein Turnier für Raptoren und Feather machen, das ist auch zeitlich schon ein dickes Programm. Eine Antarena haben wir auch, es wird die Frage sein, ob ein Turnier hier zeitlich mit eingebaut werden kann. Beetleweight finde ich spannend, es gibt leider noch wenige Maschinen. Für Hannover werde ich wohl einen haben.
      ....ein Event muss her
    • Wie bereits im 3D Druck Fred gesagt, sind gestern alle meine Chinateile (Getriebemotoren und Hobbykönigbestellung) agekommen.
      Daher konnte ich nun endlich mit dem richtigen Basteln anfangen. Los gings gestern abend als ich zuerst den bürstenlosen Motor ausprobiert habe und dann recht lose eins von den HK Sägeblättern angeschraubt habe.
      Notiz an mich selber:

      Das mache ich nie, nie, nie wieder. Ca 20 cm vor mir, nicht ordentlich fixiert, das Teil aus seine 30k RPM aufdrehen zu lassen. Hab mir nix außer einen Schrecken geholt, da der Spinner glücklicherweise in der Kunststofffolier mit der das Hobbykingfilament verpackt war stecken geblieben ist. Wenigstens habe ich jetzt respekt davor^^

      Heute habe ich dann in unserem Technikunterricht mit den beiden anderen Interessierten gebastelt, bzw sie eher geplant. Ein Freund von mir konnte mir netterweise dabei helfen das bisherige Bluetooth-Problem in der Firmware zu lösen. Jetzt liegt noch ein Haufen Fleißarbeit vor mir, dann sollte die "RattleWare v0.9" (^^) fertig sein. Einfache Befehle (Motor An/Aus usw.) kann ich auf jeden Fall bereits per Smartphone steuern.
      Außerdem habe ich mir einen Adapter gedruckt, welcher mit etwas Isotape zur Verdickung des Motorschafts das Sägeblatt nun halbwegs zentriert und fest in Position hält. Daraufhin habe ich mit einem Freund auf dem Schulhof den ersten Spin-Up bei Maximalgeschwindigkeit (aber nur Stoßweise) gemacht.




      Nachdem das getan war gings zuhause auf die Waage. Mit zu langen Kabeln, einem Gehäuse aus PLA (ABS oder Nylon würden noch 3-4g sparen), aber auch noch ohne Räder und Top Armour wog das Teil dann sportliche 128g. (Ein Video gibts aus meinem Kanal, möchte aber aus Übersichtsgründen nicht 500 Videos verlinken ;) ) Damit sollte sich arbeiten lassen.


      Daraufhin habe ich dann im Keller den Spinner fixiert und auf etwa 50% aufgedreht. Mehr habe ich mich vorerst nicht getraut. Klingt wie ne Kreuzung aus Megadremel und Düsentriebwerk ^^ . Das Teil ist vor allem deswegen so laut, weil es auf der Holzarbeitsplatte fixiert ist. Hier habe ich es erstmal etwas Holz auseinandernehmen lassen.

      (Auf dem Kanal gibts auch noch ein Video in dem er ein PLA Teil zerschmilzt/schneidet, aber s.o. ;) )




      Man merkt, dass der Motor bei zu hoher Zustellung (sagt man das so?) manchmal etwas nachgibt, bzw. einmal sogar komplett stehenbleibt. Das mag an der halbleeren Batterie und den 50% liegen, außerdem kann ich den Servo ja so verfahren lassen, dass er sich langsam hineingräbt. Bei der Kraft bleibt der Gegner von ganz alleine vor einem :saint: .
      Hier noch ein Foto der "Zerstörungen":


      Kurzum, mir gefält das Teil bisher. Ich glaube, dass es etwas krank wird, aber ich freue mich schon auf Gyrodance:-D

      Für meinen anderen Ant weiß ich noch nicht genau, was ich machen möchte. Was ich versuchen wollte wären
      -Extrem stabiler, überpanzerter Pusher mit 6 Rädern, welche über Zahnräder laufen
      -Axtbot (der Mechanismus wäre viel Arbeit, allerdings konnte ich mit dem Prototyp aus diesem Thread per Hand 2mm PLA und CDs zerschmettern, also...)
      -Flipper (Also auch mit Gummibändern, wäre etwas weniger Arbeit)
      -Drumspinner/Mini Pulsar (hab leider keinen BLDC mehr, wäre aber ne ganz interessante Designstudie für meinen geplanten Raptor...)

      Ach ja, Raptor...:D Ich bin aktuell dabei unserer Familie das MakerFaire Wochenende im Kalender zu markiern. Falls das klappt und mein kleiner Traum aufgeht, mir im Frühsommer in unserem neuen Haus eine leichte CNC Fräse für HDPE, PC und etwas Alu usw.
      aufzustellen, wäre ein definitiv ein Raptor für Hannover fällig :whistling:

      Grüße und einen schönen Einstieg ins Wochenende,
      Jannis



      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rattlehead ()

    • Danke für den Ratschlag und die Sorge:-D
      Ja, das wäre eine Idee. Dafür muss ich mir eh noch was ausdenken, da unsere Lehrerin erst einmal von einer Überdachung leider absehen wollte. Dementsprechend wird unsere erste Arena erst einmal Spinnerfrei bleiben müssen. Bastle ich mir wohl was privat. Für erste Test versuche ichs dann mal mit einer kleinen Holzbox mit Acryl (schlagt mich nicht, hab ich noch da), netz und Sicherheitsabstand.
    • Stimmt allerdings, selbst bei sowas kleinem steckt schon mächtig gefahr dahinter... mir ist bei nem Dremel mit ~40000 umdrehungen pro minute mal eine Fräse kaputtgegangen, abgeknickt, die Fliehkraft erledigte den Rest. hat glücklicherweise "nur" recht mittig den Daumennagel getroffen, und war als Fräse dann relativ stumpf... Den Daumen konnte ich trotzdem zwei Tage kaum gebrauchen, und bis der bluterguss unterm nagel weg war hats ewig gedauert.
      was jetzt bei einem Sägeblatt passieren kann, falls sich da irgendwas verkantet, das will ich lieber garnicht genau wissen.


      Aber: als waffe, grade für so einen kleinen bot ist das ja schon echt beeindruckend.
      macht mir ein wenig sorge, was für einen raptor du dann baust, gegen den meiner bestehen muss...
      "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
      Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß. Die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
      So lernt doch jeder für sich selbst, in dem großen Spiel das Leben heißt. Und das Feuer ist einer der anspruchsvollsten, dennoch lohnendsten Mitspieler."

      Ps: Nicht käuflich, aber buchbar
    • Das mit dem Raptor könnte schneller passieren, als ich gedacht hätte^^ Aber erst einmal von Anfang an.

      Ich habe in den letzten zwei Wochen nicht allzu viel geschafft, es lagen noch ordentlich Proben sowie Musikaufführungen an. Ich habe nur die Räder gedruckt, mit Luftballons für Grip überzogen und die Elektronik zusammengelötet. Irgendwo da habe ich noch einen Fehler, läuft nämlich noch nicht. Hierzu mal eine Frage am Rande:

      Wie verhindert ihr, dass eure LiPos sich zu stark entladen? Alle im Quadcopterbereich gängigen Sicherungen, die ich dafür gefunden habe, waren zu schwer/groß.

      Außerdem habe ich mit ziemlicher Sicherheit das Design für meinen zweiten Ant vor dem inneren Auge skizziert. Es soll ein Pusher mit 6 Rädern werden, welche über Zahnräder von 2 Motoren angetrieben werden. Das Gehäuse soll ein stabiler kleiner gedruckter Nylonklotz werden. Vorne dran kommt dann eine Schaufel aus Stahlblech. Theoretisch sollte ich bei dem mindestens 40 Gramm über haben, mal gucken, ob das was wird.
      Ärgerlicherweise (eigentlich freue ich mich drüber, trotzdem schade^^) verbringe ich die Osterferien bei den Großeltern ohne Werkzeug oder ähnliches. Dementsprechend kann ich nur planen/3D Modelle anfertigen.

      Zum Raptor:
      Als ich mich heute mit den o.g. Großeltern unterhalten habe hat mir mein Opa im Smalltalk erzählt, dass er einen neuen Akkuschrauber gekauft hat. Daher hab ich die Ohren gespitzt und gefragt, ob er noch den alten hat. Leider nein.
      Stattdessen zwei alte vom selben Modell:-D
      Nur die Akkus scheinen kaputt, den ersten habe ich schon auseinander gebaut. Dementsprechend kommt mir die erzwungene Planungsphase jetzt eigentlich recht. Dummerweise steht es aktuell noch in den Sternen, ob ich mir die leichte Fräse jetzt baue oder nicht. Daher steht es noch in den Sternen, wie komplex die Konstruktionen aus HDPE o.ä. denn sein dürfen.
      An Designs kommen für mich abhängig von dem Zugang zu der Fräse bisher ein
      -Overhead Thwackbot
      -Vertiaklspinner (alá Pulsar/Magnetar (RIP Robot Wars))
      -Horizontaler Barspinner
      -einfacher Pusher
      in Frage. Mir juckt es in den Fingern :)

      Grüße,
      Jannis
    • Manche bl Regler haben eine Unterspannungsabschaltung, aber nicht die aus dem Copterbereich. Da wäre es ungünstig, wenn plötzlich ein Motor ausgeht. ;) Inzwischen wird das aber teilweise über den Flightcontroller umgesetzt.
      Ansonsten den Akku groß genug dimensionieren und nach jedem Kampf laden.
      Aber kannst du das nicht mit deinem Arduino umsetzen?
      ,,Why does my motor need brushes if it doesn´t have hair?" - Charles Guan
    • Wegen der Unterspannungserkennung würde ich auch im zweiten Schritt (wenn alles andere läuft) über einen Spannungsteiler die aktuelle Versorgungsspannung überwachen.

      Abschalten bei Unterspannung ist nicht so praktisch. Ich würde die Ansteuerung von jedem Motor auf die Hälfte reduzieren. Dann kannst Du Dich mit dem Bot immer noch in die Grube bzw. 'dem Aus' retten. (Nicht vergessen, eine Hysterese zwischen Unterspannungserkennung und Normalbetrieb einprogrammieren).
      Beim Spannungsteiler solltest Du noch eine Z-Diode am Prozessoreingang verbauen, nicht dass Du durch einen geladenen Akku oder einen testweise angebrachten Akku mit viel höherer Spannung den AD-wandler schrottest.
      .
      Interesse an Elektronik für Schaukampfroboter und Kettenfahrzeuge (Fahrtregler, ESC) ? => http://www.Robots.IB-Fink.de
    • Danke für den Hinweis, das wäre eine gute Idee! Würde die Zener Diode nicht dann die Spannung gen Masse abführen oder nur zum Arduino "blockieren"?

      Passt vielleicht nicht so wirklich in den Ant-Thread, aber ich habe gerade mal eins von den Akkuschraubergetrieben auseinander genommen. Ärgerlicherweise ist es mir dann sofort auf den Boden gefallen. Naja, jetzt weiß ich wenigstens wie das aufgebaut ist und wie man es wieder zusammenbaut:-D Die erste Planetargetriebestufe ist aus Metall, die zweite aus Kunststoff. Der Motor hat leider 18V, damit der nicht chronisch unterfüttert ist, muss ich mal nach einem 12V Bürstenmotor ausschau halten.
    • Mir kam gerade noch die Idee, dass man die Spannung einer Zelle vom Balancerstecker abgreifen könnte und damit direkt in den analogen Eingang könnte. In dem Fall würde ich der Abschaltung den Spannungsbereich 1 - 3,xV zuweisen. Falls sich der Stecker löst ;)
      ,,Why does my motor need brushes if it doesn´t have hair?" - Charles Guan
    • Das klingt nach einer extrem guten Idee! Dann muss man den Balancer zwar immer umstecken, damit könnte man dann aber das von IBF vorgeschlagene Abschaltsystem auch ohne Extras lösen. Da der Analogeingang als absolutes maximum 5.5V hat, müsste die 2S Batterie insgesamt 11V haben, damit der Arduino gegrillt wird, das Risiko gehe ich ein^^
    • Die Zenerdiode wird in Sperrichtung vom AD-Eingang des uC zu Masse gelegt. Bis zur Zenerspannung ( ich empfehle ein mit 4.7V) ist die Diode so hochohmig, dass der abgeleitete Strom praktisch nicht in's Gewicht fällt. Der Spannungsteiler sollte natürlich ein bisschen Querstrom haben.

      Mit dem Steckanschlusss am Balancer ist es halt ein bisschen aufwändiger und störanfälliger. (Am Balancer ausgesteckt => 0V => Unterspannungserkennung schlägt an => Motor fährt mit halber Kraft).

      Bitte auch bedenken: Wenn der Bot bzw der Fahrtregler abgeschaltet ist, liegt am AD-Eingang immer noch die Spannung durch den Balancer. Das halte ich aus elektrischer Sicht für den uC für schädlich.
      .
      Interesse an Elektronik für Schaukampfroboter und Kettenfahrzeuge (Fahrtregler, ESC) ? => http://www.Robots.IB-Fink.de
    • Wie prophezeit habe ich bei den Großeltern zu viel Zeit und zu wenig Werkzeug/Material^^
      Gestern habe ich nämlich in den Antweightthreads drüben bei den Briten geschmökert und bin dabei auf deren Shufflebotdesgins gestoßen. Da die ja anscheinend bei uns nicht als Walker zählen, habe ich mich nach ähnlichen Designs umgeguckt. Leider erschien mir der Strandbeetmechanismus ein wenig zu ambitioniert. Als ich dann gerade ins Bett gehen wollte, habe ich mich gefragt, was denn passieren würde, wenn man bei den Shufflebotdesigns anstelle des Festlagers ein Loslager mit vertikalem Langloch einbauen würde. Hierdurch könnte man die Schritthöhe begrenzen, während die Schrittweite nahezu konstant bleibt. Da man mehrere Beine pro Seite einbaut, würde das Langloch nicht dazu führen, dass der Roboter "absackt". Ich bin mir sicher, dass da irgendwann schon einmal wer drauf gekommen sein muss, ich konnte den Mechanismus nur nicht finden:-) Falls das funktionierte könnte man mit dem extra Gewicht ja mal eine Axt oder Spinner/Flailbot draus machen. Oder was komplexeres wie 'n Flammenwerfer xD

      Und hier die Beweise:-D

      Wie man sehen kann, ist die Bewegung, die von einer Fußspitze beschrieben wird nicht kreisförmig, sondern fast oval. Außerdem ist die Schrittlänge deutlich größer als die Schritthöhe.



      Zählt das als Walker, falls es funktionieren sollte? Mein 3D Drucker ist leider aktuell 3 Autostunden weit weg:-D

      Grüße,
      Jannis
    • ich glaube mich zu erinnern, dass die Beine auch eine Mindestzahl an Freiheitsgraden brauchen, weiß das aber nicht aus dem Kopf
      "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
      Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß. Die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
      So lernt doch jeder für sich selbst, in dem großen Spiel das Leben heißt. Und das Feuer ist einer der anspruchsvollsten, dennoch lohnendsten Mitspieler."

      Ps: Nicht käuflich, aber buchbar