Funktionalitäten im Waffenkanal (z.B. Fahrtregler4_4)

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    • bat_boy schrieb:

      Mit Opentx auf einer Funke
      das mit opentx würde allerdings dem Grundsatz der IBF-Regler (cleverer Regler/doofe Funke ) widersprechen, ist aber bestimmt, sofern man etwas davon versteht, auch eine gute Lösung.

      Mir fiel soeben noch ein Anwendungsfall ein, den ich damit noch nicht realisieren kann.
      wir hatten da schon mal bei meiner ersten Idee eines federgesteuerten Flippers diskutiert.
      Und zwar eine Motorbewegung, welche über einen Endschalter gestoppt wird und dann nicht per Befehl gegenläufig, sondern per befehl weiterdreht.
      Dadurch wäre es dann möglich Federn zu spannen.
      Hierzu müsste aber glaube ich ein Inkrementalgeber, oder ähnliches verbaut sein, der dann abgefragt wird.
      Gibt es eine Möglichkeit das einfach zu implementieren? bzw. vielleicht kann man das und ich sehe es einfach nicht.
    • So wie mit opentx auf der Taranis geht es mit nahezu allen Computerfernsteuerungen. Der Fall wie bei der Dx5, dass man mehr als vier Kanäle hat, aber keine frei programmierbaren Mischer hat, ist selten. Viele Roboteers haben aber keine Ahnung von den komplizierteren Möglichkeiten ihrer Fernsteuerung.

      Hat nicht direkt mit dem Waffenkanal zu tun, sondern mehr mit Luxusproblem oder "falls du mal Langeweile hast": Die Möglichkeit den Regler statt mit Empfänger nur mit (zwei) Satelliten betrieben oder mit einem Empfänger, der ein serielles Signal ausgibt (z.B. sbus). In die Richtung ging in den letzen Jahren der Trend im Modellbau, wenn man eine intelligente Baugruppe verbaut hat. Brauch man das? Nein. Aber für dich als Spektrum Nutzer vielleicht interessant.
      ,,Why does my motor need brushes if it doesn´t have hair?" - Charles Guan
    • D.D.Armageddon schrieb:

      das mit opentx würde allerdings dem Grundsatz der IBF-Regler (cleverer Regler/doofe Funke ) widersprechen, ist aber bestimmt, sofern man etwas davon versteht, auch eine gute Lösung.
      Den Grundsatz von einer "billigen Funke" hatte ich damals von Heiko übernommen, als ich den ersten Fahrtregler konzipierte. (... und dann bis heute beibehalten....). Die Praxis gibt mir ein bißchen recht. Hab' von den Mikromodellbauern mitbekommen, dass die jedes Model einzeln in die Funke einlernen. Zwar ganz schön, wenn man die Auswahl anhand der Fahrzeugtypen an der Funke hat, aber macht viel Arbeit. Und wenn die Funke ausfällt, steht der ganze Fuhrpark....

      Meine allererste Funke, eine Futaba FC16, ist auch programmierbar. Mit den ganzen Kürzeln usw. bin ich nicht zurechtgekommen, die Menüsteuerung mit dem Wechsel in Untermenüs unbegreifbar. Hab' also die Standardeinstellung als "doofe Funke" gelassen. Die Bedienung und Einstellbarkeit der Fahrtreglerfunktionen sollen so einfach sein, dass sie jeder ohne großes Studium der Anleitungen versteht. Das ist mein Ziel. ;)


      D.D.Armageddon schrieb:

      Und zwar eine Motorbewegung, welche über einen Endschalter gestoppt wird und dann nicht per Befehl gegenläufig, sondern per befehl weiterdreht.
      Dadurch wäre es dann möglich Federn zu spannen.
      Hierzu müsste aber glaube ich ein Inkrementalgeber, oder ähnliches verbaut sein, der dann abgefragt wird.
      Gibt es eine Möglichkeit das einfach zu implementieren? bzw. vielleicht kann man das und ich sehe es einfach nicht.
      Diese Funktion ist zugegebenerweise noch nicht enthalten aber eine gute Idee. Hätte ich tatsächlich auch selber gebraucht, wenn die Puck-Schussvorrichtung mit dem Exzenter brauchbar funktioniert hätte.

      Endlagenschalter gibt es schon bei dem Waffenkanal vom Fahrtregler4_4. Also auch ein automatisches Stoppen vor dem OT, wenn die Feder gespannt ist. Es fehlt das Feature, dass mit einer Knüppelbewegung der Endlagenschalter praktisch "überbrückt" werden könnte. .... Muss ich mal nachsehen, kann eigentlich nicht soviel Programmieraufwand sein. Mich stört nur, dass der Motor praktisch immer "unter Spannung" ist und dreht, auch wenn aktiv an der Funke kein Kommando dazu besteht. Dass das Anschlagen vom Failsafe dann diese Conti-Motorfunktion killt, das könnte ein paar Kunstgriffe in der Programmstruktur bedeuten.

      Mit einem Inkrementalgeber kann ich das nicht realisieren. Zum Erfassen der ganzen Positionen fehlt mir die Zeit im Programmablauf, da ich die Empfängersignale schon standing überwachen muss. Aber mit "Endlagenschalter" für den oberen Totpunkt (OT) ist der Vorschlag realisierbar.


      ralf schrieb:

      der ein serielles Signal ausgibt (z.B. sbus).
      Das ist auch ein Thema, wo ich noch nicht ganz durchsteige. Irgendwann habe ich mal aufgeschnappt, dass von den Sateliten ein kontinuierliches Signal zum Master übertragen wird. Da wären eigentlich alle Infos von allen Kanälen enthalten. Würde den großen Aufwand mit der PWM-Erfassung von den einzelnen Empfängerkanälen sparen. Ausserdem Platz auf dem Fahrtregler, da ich nicht wegen jedem Kanal einen eigenen Stecker vorsehen muss.

      Das System zwischen Satelit und Master habe ich noch nicht ganz geschnallt. Wie soll der Satelit wissen, auf welche Funke er hören soll? ... usw.... *schulterzuck*
      .
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    • IBF schrieb:

      Es fehlt das Feature, dass mit einer Knüppelbewegung der Endlagenschalter praktisch "überbrückt" werden könnte. .... Muss ich mal nachsehen, kann eigentlich nicht soviel Programmieraufwand sein
      cool, das klingt ja schon fast nach einer Lösung.


      IBF schrieb:

      Mich stört nur, dass der Motor praktisch immer "unter Spannung" ist und dreht, auch wenn aktiv an der Funke kein Kommando dazu besteht.
      hmm, könnte man das durch ein selbsthemmendes Schneckengetriebe, oder eine Bremse am Planetengetriebe in den Griff bekommen ?

      leider kann ich hierbei nur über Denkanstösse beitragen, denn was da im Hintergrund alles passieren muß, damit das sicher funktioniert, ist mir nicht so ganz klar.
      ist wie immer, die Idee ist einfach, die Umsetzung, dann nicht mehr. :)
    • D.D.Armageddon schrieb:

      IBF schrieb:

      Aber mit "Endlagenschalter" für den oberen Totpunkt (OT) ist der Vorschlag realisierbar.
      heißt dann wäre so etwas realisierbar ?youtube.com/watch?v=63BY414Va0E
      und genauso auch das:
      youtube.com/watch?v=s3G3au-EyAQ
      Ja, das erstgenannte Beispiel mit dem Exzenter würde dann so funktionieren. Du musst halt nur irgendwie einen Endlagenschalter anbringen, der genau dann auslöst, wenn der Exzenter genau auf seinem OT ist.

      Mit dem zweiten Video hast Du mich zunächst ganz schön in's Grübeln gebracht, wie das sein kann, dass die Rückwärtsbewegung schneller ist als die Vorwärtsbewegung, obwohl der Drehpunkt des Pleuels genau senkrecht unterhalb der Rotationsachse liegt...... Aber "klick", der Angriffspunkt von dem Mitnehmerstift macht's.... :whistling:

      Im Prinzip lässt sich auch hier über einen Endlagenschalter bei einem bestimmten Auslenkpunkt der Motor stoppen.

      Das Stoppen von dem Motor über Endlagenschalter geht übrigens relativ flott, da hier durch die Auslösung des Schalters der Bremsvorgang am Motor eingeleitet wird, also so, als wenn man anschließend in Gegenrichtung fahren würde. Also nicht "brutal kurzgeschlossen", sondern mit der Stotterbremse. Kann natürlich trotzdem sein, dass durch Massenträgkeit etc. ein bißchen weiter vor dem OT schon das Bremsen eingeleitet werden muss. :D

      Hab' das Video wieder gefunden, wo mein erster Versuch mit einem Exzenter aufgenommen wurde:
      members.roboteers.org/IBF/Rap_Rockey_Vid_01.wmv
      Das Ergebnis (Schussweite mit dem Puck) war deprimierend, somit das Ganze wieder zerlegt....
      .
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    • D.D.Armageddon schrieb:

      Aber wieso zerlegt ? eigentlich müsste doch nur die Feder stärker sein, dann rockt das.
      Mit den Federn bin ich schon an das gegangen, was ich standardmäßig bekommen habe (Federn-Set vom Louis) und dann das zusammengestellt, was der Motor gerade noch "schleppt". Der Abrieb von der Mitnehmer-Stange war zu groß, da war viel zuviel Verlustleistung im Gegensatz zur wirksamen Kraft. Ausserdem eine ziemlich "schwere" Konstruktion. Ich hätte es wahrscheinlich weiterverfolgt, wenn wenigstens die Schussweite gestimmt hätte. Aber mein Ziel, nämlich den Puck durch ein Drittel der Arena zu schießen (=2m) wurde weit verfehlt. Also: Neues Spiel, neues Gluck. :D (Ich probiere es jetzt über Pneumatik. Hab' die Teile seit Monaten schon daliegen, aber komme zu nichts.... :( )
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    • Nachdem jetzt ein paar Tage Urlaub waren, habe ich die Anregungen, die ich hier bzgl. dem Waffenkanal bekommen habe, weitestgehend realisiert.

      Die Übersichtlichkeit zum Parametrieren hat leider etwas darunter gelitten ;(



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      Darum mal im Einzelnen:

      1)

      Die Funktionalität, dass ein Motor einen Exzenter antreibt und der dann kurz vor dem oberen Totpunkt (bzw. Auslösung der Waffe) durch einen Endlagenschalter gestoppt wird, ist integriert. Ich habe das aber noch ein bißchen "universeller" gemacht.

      Wie bekannt, gibt es einen Eingang für den Waffenkanal, hier zur Erläuterung auf einen Kreuzknüppel gelegt. Der reguläre Ausgang der H-Brücke ist gesplittet, es gibt zwei Schaltausgänge (Bezeichnet mit A1 und A2).
      Der Motor für den Excenter ist auf A2 gelegt. (Endlagenschalter angeschlossen an dem betreffendem Eingang)

      Wird der Kreuzknüppel der Fernsteuerung nach unten gedrückt, dann schaltet A2 ein, der Motor läuft los.
      Der Kreuzknüppel wird losgelassen. A2 bleibt unter Spannung, der Motor dreht weiter. (Diese Funktionalität nennt man "Toggle-Funktion". Wechselweise durch die Kreuzknüppelbewegung wird der Ausgang ein- oder ausgeschaltet)

      Der Kreuzknüppel ist jetzt mittig in der Neutralposition. Der Motor dreht und erreicht seinen OT, der Endlagenschalter für A2 löst aus. Der Motor stoppt.
      Durch eine Bewegung des Kreuzknüppels nach oben wird der Endlagenschalter jetzt praktisch "überbrückt", der Motor läuft wieder an, die Waffe löst aus.

      Ein kleines "Zuckerchen" ist dabei: Durch das Auslösen mit dem Kreuzknüppel in Vorwärtsrichtung wird gleichzeitig für die zeitliche Länge der Auslösung auch der Ausgang A1 eingeschaltet. Hier war die Idee, dass u.U. eine Sperrklinke zur Verriegelung der Waffe vorhanden ist. Durch einen Hubmagneten oder ähnliches an Ausgang A1 kann die Sperrklinke jetzt zusätzlich entriegelt werden.

      Auch für den Ausgang A1 gibt es einen Anschluss für einen Endlagenschalter. Sobald der ausgelöst hat, führt die Kreuzknüppelbewegung zu keiner Auslösung. Somit eine Sperre. Das kann man dazu verwenden, dass die Auslösung erst dann erfolgen darf, wenn die Sperrklinke "sicher" eingerastet ist. (Endlagenkontakt funktionier invers, also als "Öffner" und nicht als "Schließer".


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      2)


      Das ist die Realisierung von Daniel's Vorschlag, nämlich die Nachlaufzeit für das Auslösen des Ventils über ein Poti an der Funke ansteuerbar zu machen. Damit kann also während des Kampfes die Öffnungszeit von dem Ventil immer wieder nachgeregelt werden. Optimal zum Einstellen der Zeit, wenn (wie üblich) vor einem Turnier mal wieder keine Zeit für umfangreiche Tests war.

      Eine Besonderheit ist, dass die Einstellung vom Poti aus nicht mittig (wie bei einem Kreuzknüppel) erfolgt, sondern vom unteren Anschlag her. Also wie der Kreuzknüppel für das Gas bei den Fliegern. Damit die Auflösung etwas praxisgerechter wird, habe ich den empfangenen Wert (bis 255) auf die Hälfte gekürzt. Theoretisch also bis ca. 12 Sekunden. => Stimmt nicht mehr ganz, siehe nächsten Punkt..... :saint:


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      3)



      Bisher war die Auflösung der einstellbaren Taktzeit 100ms. Ein ziemlich grobes Raster, wenn man ein Hochdruck-Pneumatikventil optimiert auslösen will.

      Speziell für die Schaltauslösungen von A1 und A2 wurde die Software erweitert. Die Grund-Auflösung ist jetzt 50ms. Also schon mal doppelt so hoch.


      Im Menü für die Parametrierung der beiden Schaltkanäle gibt es jetzt einen Check-Button. (s.o.). Wird der gesetzt, dann ist die Auflösung nicht mehr 50ms sondern 10ms. Bei einem Range von 255 kann man jetzt also in 10ms-Schritten bis 2.5 Sekunden einstellen. Das dürfte genügen. :saint:


      Diese geänderte Auflösung gilt nur für die Schaltfunktionen. Wird der Ausgang des Fahrtreglers als H-Brücke benutzt, dann sind weiterhin die bisher üblichen Einstellungen im 100ms-Bereich möglich, Damit lässt sich also z.B. ein Waffenmotor bis maximal 25 Sekunden Betriebszeit einstellen, bevor er selbstständig abschaltet.


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      Bisher sind zwei Prototypen von dem Fahrtregler4_4 verteilt (Flatliner-Dirk und Jojo). Wenn ihr mir die Komponenten schickt, dann gibt es einen kostenlosen Firmware-Update. :saint: :D
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    • bat_boy schrieb:

      feine Arbeit. Ich befürchte du must die ganzen Möglichkeiten recht gut dokumentieren, sonst geht was verloren.
      Ja, ist für Außenstehende nicht ganz einfach zu interpretieren, wie mächtig dass der Waffenkanal inzwischen geworden ist.

      Für die Doku ist bei jedem einzelner Parametrierungsmöglichkeit links ein blaues "Fragezeichen". Wenn man draufklickt, öffnet sich der Browser und über eine Online-Verbindung wird die Hilfeseite von der angeklickten Parametrierung geladen und dargestellt.
      Die einzelnen Hilfefiles sollten auch ohne Onlineverbindung dargestellt werden, wenn sie lokal geladen wurden. Da warte ich noch auf Rückmeldung, ob das bei den Anwendern so funktioniert, oder nur bei meinem Mozilla unter W7 und W10.

      Selbstverständlich gibt es auf meiner Homepage eine komplette Doku in pdf bei der Fahrtregler-Beschreibung zum Nachlesen. Die ist derzeit noch nicht ganz fertig. (Ist doch eine Menge Arbeit, so eine Doku so zu schreiben, dass der Leser nicht einschläft und alles schnell findet.)


      Und..... wenn jemand meine Anleitung nicht versteht und einen speziellen Anwendungsfall hat, dann hoffe ich doch, dass ich kontaktiert werde. Ich bin oft genug im Forum, um zeitnah eine Antwort zu geben. ;)
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