Thor - Hammerantrieb

    • Thor - Hammerantrieb

      Ich bräuchte mal einen Tipp von den Insidern, speziell von BB-Dirk.

      Beim letzten Kampfeinsatz von unserem Theaterbot "Thor" hat sich die Bewegung des Hammerarms nicht besonders "gesund" angehört. Ich hätte darauf getippt, dass wieder ein (oder auch mehr) von den Planetenzahnrädern zerbröselt sind. War aber nicht so. Irgendwas ist mit der zweiten Umsetzungsstufe (so wie ich das sehe, ist es keine zweite Getriebestufe). Ich check den Umbau des Getriebes aber nicht so richtig, darum lieber hier mal nachgefragt.

      Für unsere Neulinge: So sieht Thor aus (linker Bot):



      Das Getriebe ist abgebaut und zerlegt.



      Im oberen Foto habe ich ein Detail unterschlagen bzw. schon weggebaut: Von der Befestigungsplatte sind zwei längere Schrauben zum runden Getriebegehäuse. Damit lässt sich der "Druck" bzw. der Abstand vom Getriebegehäuse bis zur Befestigungsplatte einstellen. Ich denke, damit wird die Rutschkupplung eingestellt.



      Im Inneren des Getriebes (zweite Stufe) purzeln die Kugeln herum, die normalwerweise beim Umbau für das Getriebe als Fahr-Antrieb entfernt werden.




      Zusätzlich ist ein Lagerstift für ein Planetenzahnrad ausgelöst. Seltsamerweise nicht abgebrochen. Dieser Stift scheint nur eingepresst gewesen zu sein. (???)





      Jetzt meine Fragen, wo der Denkfehler ist:
      1)
      Es ist ein einstufiges Getriebe? Korrekt?

      2)
      Normalerweise werden die Kugeln entfernt und mit M5-Schrauben der innere Zahnkranz (heißt "Sonnenrad"?) festgezurrt. Wurden die Kugeln belassen, um weiterhin eine Rutschkupplung zu haben? Oder hat sich das dann beim Testlauf erübrigt und die Kupplung wurde ohnehin "auf Maximum" angezogen? (Sorry, ich habe das irgendwie nie richtig beobachtet, da die Endlagenschalter immer korrekt ausgelöst und den Hammer-Motor abgeschaltet hatten)

      3) Warum purzeln die Kugeln jetzt im Inneren herum? Kann es sein, dass das Alugehäuse (vom Ritzel her betrachtet) "nachgegeben" hat? Die Kugeln wurden dann durch das Alu in das Innere des Getriebes gedrückt?

      4)
      Kann ich den Stift für das Planetenrad mit UHU-Endfest einkleben oder hat das einen triftigen Grund, warum er nur eingepresst war?
      .
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    • Etwas undurchsichtig für mich. Ich versuchs mal.

      Das Sonnenrad wird direkt auf den Kugeln da gelagert nehme ich an?? Das sieht für mich so aus als würde da der Lagerkäfig fehlen der die Kugeln alle an ihrem Platz hält?

      Am Boden da wo die Kugeln in der Rinne drinlanglaufen scheinen irgendwelche Kratspuren zu sein die so rundum zu sehen sind. Sind die von den Schrauben mit denen das Sonnenrad festgesetzt wurde? Das sieht merkwürdig aus, ich weiß nicht genau wo die Schrauben sein sollen mit denen das Sonnenrad festgehalten wird.

      Eine gewisse Rutschwirkung könnte das ganze haben wenn diese Schrauben nicht allzu fest angezogen sind, aber durch das durchrutschen reiben die sich dann wohl auch ab und müssen ab und zu etwas nachgestellt werden damit wieder etwas mehr Grip vorhanden ist. Vielleicht war das jenes ungesunde Geräusch weil die Schrauben schon etwas abgerieben sind und dann haben die Kugeln mit den Schrauben ein wenig rumgeschmirgelt.

      Aber das sind so Vermutungen, müsst man in der Hand haben das ganze Teil um das mal genauer zu inspizieren.
    • Danke für die erste Rückmeldung. Irgendwie komme ich da jetzt nicht durch, wie das umgebaute Getriebe funktioniert hat.


      IBF schrieb:

      3) Warum purzeln die Kugeln jetzt im Inneren herum? Kann es sein, dass das Alugehäuse (vom Ritzel her betrachtet) "nachgegeben" hat? Die Kugeln wurden dann durch das Alu in das Innere des Getriebes gedrückt?
      Nach mehrmaligem Nachdenken ist die Erkenntnis gereift, dass die Kugeln von innen in die Bohrungen gesetzt sind und dann durch das Sonnenrad nach aussen gedrückt werden müssen. Heißt dann zunächst mal, die Kugeln aufsammeln, Bohrungen freiputzen und dann die Kugeln einsetzen.....
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    • Die Kugeln sind Teil der Rutschkupplung und gehören in die Bohrungen.

      Auf der einen Seite drückt die Feder gegen die Kugeln, auf der anderen Seite der Zahnkranz.
      Durch die nachgebende Feder kann der Zahnkranz über die Kugeln hinwegrutschen - das ist dann der Effekt der Rutschkupplung. Jede Stärker die Feder gespannt wird, desto schwierieger wird dies.

      Um für einen Fahrantrieb die Rutschkupplung zu deaktivieren werden Feder und Kugeln entfernt und in die Bohungen Gewinde geschnitten. Die Kugeln werden dann durch Schrauben oder Gewindestangen ersetzt. Diese geben nicht mehr nach, so dass der Zahnkranz nicht darüber rutschen kann.


      Zu dem Stift:
      Das er nur gepresst ist hat wohl mit Kosten zu tun. Kleben würde zusätzliche Arbeitsschritte und Material bedeuten. Mario und Leo hatten mal berichtet, dass bei ihnen diese Stifte regelmäßig ausfielen. Ich hatte dieses Problem noch nie. Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, die Stifte zusätzlich zu fixieren. Ich denke Loctide bietet sicht da an.


      Ich hoffe ich konnte helfen. Ist sonst noch etwas unklar?
    • finger.im.ohr schrieb:

      Ich hoffe ich konnte helfen. Ist sonst noch etwas unklar?
      Danke für die Rückmeldung. Ok, kleben von dem Stift wäre also keine Sünde. (Welcher Loctite hier der passende ist, muss ich noch recherchieren. Gibt ja dutzende von verschiedenen Typen für jeweilige spezielle Anwendungen.)
      Jetzt, wo Du es schreibst, ist mir auch ein Posting in Erinnerung zurückgerufen worden. Hatte auch mit den Stiften zu tun. Damals war es aber so, dass die Stifte angeschweißt werden sollten. DDS hatte davor gewarnt. Die Stifte sind gehörtet und durch das Schweißen werden sie praktisch "weichgeglüht". Somit können sie sich verformen.

      Wo ich noch am Zweifel bin, ob ich die Rutschkupplung wieder integriere, oder ob ich die Kugeln auch "überbrücke". Ohne die Kugeln wäre es eine Fehlerquelle weniger. Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob nicht beim Aufschlag des Hammers die Rutschkupplung doch für eine "Schonung" der Getriebeeinheit gesorgt hat.
      .
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    • Bei einem Hammer würde ich sie drin lassen.
      Sehe darin weniger eine Gefahrenquelle als darin sie wegzulassen.

      Die Rutschkupplung mag fragil erscheinen, weil einem beim Auseinanderbauen die Kugeln direkt entgegen kommen, aber im zusammengebauten Zustand kann eigentlich wenig schief gehen.

      Wenn Du sie weglässt geht im schlimmsten Fall das Getriebe kaputt.



      Für den Stift bietet sich glaube ich das grüne Loctide an. Aber da vorher gar keins drin war ist wohl jedes besser als keins...
    • finger.im.ohr schrieb:

      Für den Stift bietet sich glaube ich das grüne Loctide an. Aber da vorher gar keins drin war ist wohl jedes besser als keins...
      Metall auf Metall kleben hatte bei mir bisher immer nur schlecht funktioniert. Darum bin ich vorsichtig. Wenn die Klebung nicht hält, habe ich die Krümel von dem Kleber im Getriebe drin. Das macht dann auch wieder Probleme.....

      Zum Kleben von Metall auf Metall wäre das dann der 480er, oder? (Keine Ahnung, ob der grün ist)
      (reichelt.de/1-Komp-Kleber/LOCT…E+480+20GR&SEARCH=Loctite)
      .
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    • Also der grüne wäre dieser, reichelt.de/Schraubensicherung…RTICLE=94947&GROUPID=4666 den nehmen wir auch bei Siemens für die Schraubensicherung bei den Vakuum Leistungsschaltern, wahrscheinlich weil der auch Günstiger ist, gerade mal 1/3 was dein Raus gesuchter kostet, der bei dir wäre laut Aufdruck schwarz, ob der besser ist?

      Wir bauen Showkampfroboter, unsere Homepage devil-crew.eu schaut mal rein!
    • IceMaster schrieb:

      Also der grüne wäre dieser, reichelt.de/Schraubensicherung…RTICLE=94947&GROUPID=4666 den nehmen wir auch bei Siemens für die Schraubensicherung bei den Vakuum Leistungsschaltern, wahrscheinlich weil der auch Günstiger ist, gerade mal 1/3 was dein Raus gesuchter kostet, der bei dir wäre laut Aufdruck schwarz, ob der besser ist?
      Ich weis nicht, ob das mit einer Schraubensicherung klappt, den Bolzen für das Planetenrad für längere Zeit zu sichern. Es ist keine Schraubverbindung, der Bolzen ist nur gesteckt. Darum halte ich eigentlich eher den Metall/Metall-Kleber für eine sichere Verbindung als geeigneter.
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    • IceMaster schrieb:

      Optimale Lösung wäre dann wohl den Bolzen zu Rändeln, danach anschließend einpressen, dann brauchst du auch keinen Kleber mehr...
      Vorher rändeln wäre eine gute Idee. (Ich würde das Rändeln und Kleben kombinieren). Durch das Rändeln hat der Klebstoff mehr Angriffsfläche.
      (Kleine Randnotiz: Ich möchte diesen Planetenträger nicht ausbauen. Es muss also "mit spitzer Zange" zu bewerkstelligen sein.)

      Hab' übrigens herausgefunden, warum die Kugeln so planlos im Gehäuse liegen: Sie sind jeweils doppelt vorhanden. Das Alus-Gehäuse vom Getriebe ist sinnvollerweise etwas kräftiger ausgefallen, eine einzige Lage von den Kugeln hat nicht gereicht, um auf den Zahnkranz zu reichen.

      Der Zahnkranz ist an den Zähnen "mittig" übrigens ziemlich abgenutzt. Das zeigt, dass die Rutschkupplung aktiv eingegriffen hat. Somit ist es also doch sinnvoll, sie wieder zu aktivieren und nicht einfach zu überbrücken.

      Bisheriger Zahnkranz:



      Zum Vergleich: Neuwertiges Ersatzteil:
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    • Den Stift würde ich nicht einkleben weil das nicht halten wird. Die ganzen Kleber sind nur Sicherungen ohne eigene Haltekraft. Die funktionieren nur wenn Druck draufkommt durch Verschrauben z.b.

      Wenn der Stift da schon in dem Zahnrad Spiel hat dann wird sich das immer mehr ausarbeiten mit der Zeit. Unvermeidbar.

      Wir haben das in der Firma auch viel mit den Klebern ausprobiert. Aber sobald nur Flächen egal welcher Form aneinandergedrückt wurden konnt man das Teil mit dem Finger wegschnippen.
    • Ich halte kleben auch für wenig Sinnvoll. Aber eher weil doch alles voller Fett ist. ich bezweifle das da irgend ein Kleber haften kann... :(
      Ich denke wenn, dann müsste man die Abgangswelle ganz ausbauen und ordentlich entfetten! :/

      Da ich mitlerweile anfange mir die Planetenträger und Sonnenräder selber herzustellen (was erstaunlich leicht zu bewerkstelligen ist =O ) schweiße ich diese Bolzen an. :) Löcher in eine Ronde, Spannstift als Welle durchsecken und auf der anderen Seite anpunkten. Funktioniert bislang sher gut und zuverlässig! :)
    • Der Loctite für Metallklebungen ist mittlerweile eingetroffen. Die Klebestelle wurde natürlich mit Isopropanol fettfrei gemacht.
      Stift ist eingeklebt, das Getriebe wieder zusammengebaut.




      Der Hammerantrieb schlägt wieder zu: http://robots.ib-fink.de/forum/Thor_Waffengetriebe_07.AVI


      Sieht zugegebenerweise etwas "müde" aus. Der Akku war noch nicht geladen und hatte eine Leerlaufspannung von 10.7V (statt den üblichen 12.6V)
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    • Er schlägt wieder und ich wollte gerade schreiben wie man dan schrägverzahnte Ritzel abbekommt :D
      Falls der Kleber nicht hält und die Welle doch raus muß:
      Vermutlich ist die Konterschraube (Linksgewinde) sowie die Alumutter (Rechtsgewinde) mit Loctite 271 high strength (rot) gesichert.
      Das bekommst du nur wieder los indem du die Teile z.B. mit einer Lötlampe auf >300°C erwärmst bis es stinkt und qualmt
      haben ist besser als brauchen