Bl-Regler flashen: Info&Diskussion

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    • Bl-Regler flashen: Info&Diskussion

      Da es ja immer mehr gibt, die mit Brushless experimentieren hier ein Thread darüber.

      Ich habe bisher nur Erfahrungen mit Blheli auf Afro-Reglern und (seit heute :D ) mit Silabs basierten Reglern, von daher wäre es gut wenn jemand mit Erfahrungen mit simonk und Atmel basierten Reglern hier etwas zu seiner verwendeten Regler, Firmware, Hardware, Software... schreiben könnte.

      Dann mache ich mal den Anfang:

      Silabs basierte ESC mit blheli:

      Eine Liste der kompatiblen Regler kann hier gefunden werden:
      raw.githubusercontent.com/bitd…orted%20SiLabs%20ESCs.pdf

      Für meinen ersten Test habe ich einen Hobbywing Skywalker 40A UBEC und einen Skywalker 20A verwendent. Der 40A ist leider wegen dämlicher chinesischer Verkabelung gestorben :cursing: .

      Als Programmieradapter habe ich diesen verwendet:
      banggood.com/Blheli-Hobbywing-…-937868.html?rmmds=search
      Vorsicht: Das rote Kabel ist minus und das schwarze plus! Auf jeden Fall vorher mit einem Multimeter messen! (Hätte den 40A Regler gerettet :cursing: )

      Zum Flashen habe ich blhelisuite verwendet, dort wird später auch der Regler eingestellt:
      blhelisuite.wordpress.com/

      Die Abgreifpunkte am Regler sind in der obigen pdf-Datei markiert. Viele löten an den Adapter nur eine Stiftleiste und drücken diese während dem Flashvorgang an den ESC, da wir aber ab und zu Feintuning betrieben müssen, macht es für uns mehr Sinn Kabel&Stecker an den ESC zu löten. Natürlich auch das entsprechende Gegenstück an den Adapter. ;)



      Wenn man den Adapter in den Rechner einsteckt, installiert sich der Treiber automatisch. Der von mir verwendete Regler musste zusätzlich mit Spannung versorgt werden. Im Idealfall nimmt man eine Spannungsquelle, die nur wenig Strom abgeben kann, z.B. einen 9-Volt-Block. In blhelisuite muss unter "Select ATMEL/SILABS Interface" "SILABS C2 (Toolstick)" ausgewählt werden. Wenn man nun auf "Flash blheli" klickt, erscheint eine Liste an Fimwares für verschiedene Regler in den Versionen MAIN, TAIL und MULTI. Aus der Liste wählt man die für den verwendeten ESC aus. Die für uns richtige Version ist MULTI. Danach flasht das Programm den ESC. Wenn man den ESC für den Fahrantrieb verwenden will, muss man "motor direction" -> "bidirectional" und "PWM Frequency/Damped" -> "Damped Light Mode" einstellen. Nachdem man die Werte fertig angepasst hat "Write Setup". Unter "ESC setup" kann man die Einstellungen auch auf dem Rechner speichern. Hier die verwendeten Einstellungen vom Testvideo:



      Und hier das Testvideo:



      Für weitere Tests habe ich mir noch einen Skywalker 80A bestellt, der steht zwar nicht in der Liste, aber die 20-, 40- und 60A-Versionen funktionieren alle mit dem selben Code, da wird der 80A hoffentlich nicht aus der Reihe tanzen :D .
      ,,Why does my motor need brushes if it doesn´t have hair?" - Charles Guan
    • Danke für die Erläuterungen!

      Zwei Fragen dazu:
      1)
      Kannst Du bei Deinem USB-Adapter erkennen, wie die Chipbezeichnung ist (muss auf der anderen abgebildeten Seite sein:

      (Quelle: banggood.com/Blheli-Hobbywing-…-937868.html?rmmds=search )

      2)
      Bei dem o.g. Screenshot sind viele Bezeichnungen in dem Menü, mit denen ich spontan nichts anfangen kann. Habe ich die Bedienungsanleitung übersehen? Oder gibt's irgendwo Erläuterungen, zu was das Alles gut ist und was man wie für welchen Motor optimal einstellen muss?
      .
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    • Anlaufverhalten wäre "Startup Power". Je niedriger, desto feinfühliger, aber auch ein höheres Risiko, dass er ruckelt.

      Evtl. hast du aber auch "Damped Light" mode gemeint, der bewirkt, dass bei einer Gaswegnahme der Motor gebremst wird.
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    • Die gute Nachricht: Der Regler ist heute angekommen
      Die schlechte Nachricht: Ich habe es vergeigt :cursing:

      Wie? Ich habe die ausgemessen, was welcher Abgreifpunkt ist, und habe die Belegung auch rausbekommen. (Das glaube ich zumindest :D ) Dann musste ich naaatüürlich nochmal zur Kontrolle messen und habe dabei mit dem Messgerät eine Brücke gebildet und dabei ein Bauteil beschädigt. (Theorie von meinem Papa, vereinfacht auf einem Niveau, dass ich es verstehe). Resultat: Am Regler sind jetzt Plus und Minus miteinander "verbunden", es gibt also einen Kurzschluss, wenn ich eine Stromquelle anschließe! (Wenn ich mit dem Multimeter Widerstand "messe" piepst es).

      Auf der positiven Seite gefällt mir die Verarbeitung vom Regler. Die Empfängerkabel sind zugentlastet und bei den fets sind Kupferplättchen zur Wärmeabfuhr angebracht.
      Bilder
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    • Wenn du an eine komplett Baugruppe das multimeter mit Ohm-Messbereich anlegst, dann führt das Messgerät Spannung in die Baugruppe!! Sollte man möglichst nicht machen, allehöchstens dann im kleinsten Ohm-Bereich, also meinetwegen Milliohm. Da kommt deutlich weniger Spannung aus dem Multimeter.

      Das es piepst...wo piepst es denn? Der Regler? Oder das Messgerät?
      Generell kann man mit einem Multimeter nicht so in der Art messen. Durch die ganzen Bauteile sind irgendwo fast alle Leiterbahnen irgendwie um ein paar Ecken miteinander verbunden. Wenn du an zwei Stellen einfach den Widerstand misst, ist die Warscheinlichkeit groß das du dann auch einen Widerstand von meinetwegen 5kOhm messen kannst oder so. Da sollte man nicht allzuviel drauf geben. Vielleicht hast du den Regler garnicht beschädigt? Die Bauteile sollten ja eigentlich in gewissen Grenzen Kurzschlussfest sein.
    • Mit Widerstand messen habe ich erst angefangen als es schon zu spät war.

      Das Multimeter hat eine Einstellung, dass es piepst wenn zwischen den Messspitzen Kontakt besteht. Wenn ich jetzt damit bei dem Regler jeweils an Plus und Minus (Akkuseite, kein Akku angeschlossen) eine Messspitze anlege, piepst das Multimeter. Bei einem funktionierenden Regler ertönt beim selben Prozedere nichts. Also der Regler ist definitiv defekt. Was genau kann ich nicht sagen, dazu fehlt mir das Fachwissen.

      Ein neues Versuchskaninchen ist jedenfalls schon bestellt. :D
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    • Die Einstellung "wo es piepst" ist für eine Leitungsprüfung gedacht. Wenn man z.B. einfach mal ein mehrpoliges Kabel von Stecker zu Stecker durchtesten will. Mit der normalen Widerstands-Messung nervt es, wenn man die beiden Pins mit den Prüfspitzen kontaktiert und dann jedesmal auf die Anzeigeeinheit schauen muss, ob da tatsächlich jetzt maximal 2 bis 3 Ohm dazwischen sind oder nicht. Darum gibts diese Leitungsprüfung, bei der ein akustisches Signal ertönt, wenn ein gewisser Widerstandswert im niederohmigen Bereich unterschritten ist. Nachteil: Der angezeigte Messbereich ist eingeschränkt. Für eine Fehlersuche bei Halbleitern etwas ungünstig.

      @Ralf: Ich denke, dass hier ein MOSFET in den Halbleiterhimmel aufgestiegen ist. Das ergibt dann immer eine niederohmige Verbindung bei den N-FETs, wenn das Gate durchlegiert wurde. (= "Kurzschluss")
      Kommt man an die MOSFETs ran zum auslöten bzw. ersetzen? Oder ist das Zeugs eingegossen und nur mit Dynamit von der Baugruppe zu lösen? => Wenn eine Chance besteht, dann schick die Baugruppe zu mir her. Ich kann nichts versprechen, aber mein Glück mal versuchen.....
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    • battlecore schrieb:

      Ich glaub da ist der Versand schon zuviel bei einem 15 Euro regler. Da muss ich mir aber glatt überlegen zum flashen erst eine Lötstiftleiste auf die Platine zu löten. Bevor ich mit so nem gewagten Drahtkonstrukt da rummache und vielleicht da schon nen kurzen baue.
      Auch wenn es "nur" 15 Euro sind, bei einer Neubestellung kommt der Versand auch mit hinzu. Würde ich schade finden, wenn man einen Fahrtregler dem Mülleimer zuführt, nur weil eine Kleinigkeit zum Reparieren ansteht.
      (Ich hatte vor einigen Jahren auch die Conrad-Regler repariert, bei denen sich die MOSFETs verabschiedet hatten. Wenn von der Leiterplatte und den Leiterbahnen noch was da war, konnte man die schon wieder recyclen. Und sogar noch die schlechten Lötstellen verbessern und die Leiterbahnen für mehr Strom präparieren...)

      Aber ok,... ich werde mich nicht aufdrängen.
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    • Es wäre wie gesagt nicht besonders wirtschaftlich. Ich werde aber mal den zweiten Regler abwarten. Die Mosfets zu wechseln wäre auf jeden Fall aufwändig, weil sie von den Kupferplättchen verdeckt sind. Die Kupferplättchen sind glaube ich an die Platine gelötet.
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    • ralf.96 schrieb:

      Es wäre wie gesagt nicht besonders wirtschaftlich. Ich werde aber mal den zweiten Regler abwarten. Die Mosfets zu wechseln wäre auf jeden Fall aufwändig, weil sie von den Kupferplättchen verdeckt sind. Die Kupferplättchen sind glaube ich an die Platine gelötet.
      Ok, dann dürfte zunächst wohl der Lötkolben mit der größeren Spitze gefragt sein.
      Falls Du den Fahrtregler wegwerfen würdest, hebe ihn bitte mal auf, bis wir uns in ein paar Wochen mal treffen..... :D *JagdtriebGeweckt*
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    • Atmel basiert mit blheli

      Eine Liste der Atmel basierten kompatiblen Regler kann hier gefunden werden:
      Link

      Verwendetes Equipment:
      ESC: HK Blueseries 12a hobbyking.com/en_us/hobbyking-…ess-speed-controller.html
      USBasp: fischl.de/usbasp/
      Socket flashing Tool: hobbyking.com/en_us/atmel-atme…rmware-flashing-tool.html

      Die Installation für den Treiber war leider ein ziemlicher Krampf. Ich habe mich an diesem Tutorial durchgehangelt:


      Das Socket Flash Tool in den USBasp stecken. Ich hatte keinen der Jumper beim USBasp eingesteckt. Der Regler brauchte deshalb eine externe Spannungsquelle, in meinem Fall ein Netzteil. Bei blhelisuite muss "ATMEL ISP_Interface (AVRDude)" ausgewählt werden. Auf dem Socket Flash Tool ist eine Ecke rot markiert. Diese wird über dem Punkt auf dem Atmega positioniert und auf den ESC gedrückt.


      Ab hier läuft das wie bei den Silabs ab, nur mit dem Unterschied, dass man hier gefragt wird, ob ein Bootloader installiert werden soll. Durch diesen kann man den ESC über das Empfängerkabel programmieren, wie man es z.B. von den Afros kennt. Ob eine ESC für Bootloader geeignet ist, steht in der PDF-Datei. Man kann zwischen dem Simonk und blheli Bootloader auswählen. Selber habe ich noch wenig zur Auswirkung der Wahl des Bootloaders getestet. Die Kombination Simonk-Bootloader und Afro Programmer funktioniert jedenfalls. Hier ist eine englische Erläuterung der Unterschiede: oscarliang.com/blheli-simonk-bootloader-esc/

      Wenn man den Regler später über das Empfängerkabel mit dem Rechner verbindet muss die +Leitung vom Bec unterbrochen werden (zumindest beim Afro Programming Tool). Als Interface muss bei dem Afro Programmer "Atmel SK Bootloader (Afro/Turnigy USB Linker)" ausgewählt werden.

      Und jetzt noch ein Video als Beweis: Nehmt mein Gelaber mit einer Priese Salz. Die Werte sind vom Netzteil abgelesen und das ist natürlich zu träge um Strom-/Spannungsspitzen anzuzeigen.


      Zu den Atmel ESCs findet man viele Tutorials auf Youtube...
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    • Ja cool, danke für die Info! Für mein BL-Disrupter-Projekt würde ich mir für die Antriebe die Blueseries 30A v2 und für den Hammer den Blueseries 60A v2 hernehmen! :)

      Ich habe Zuhause so einen Programmierstick von Afro, um die Afro 30A meines Beetles über den BEC-Stecker zu flashen.
      hobbyking.com/en_us/afro-esc-usb-programming-tool.html
      Ich frage mich gerade, geht das wohl auch bei dem Blueseries 30A? ?( Das wäre so schön bequem! :D
    • Das geht leider nicht. Um den Regler über den BEC-Stecker zu flashen muss ein Bootloader aktiviert sein. Das ist ab Werk nur bei sehr wenigen ESC der Fall (z.B. Afro).
      Wenn man einen anderen Regler zum ersten mal mit dem socket flash tool flasht, kann man bei vielen ESC einen Bootloader aufspielen. Danach geht das genauso wie bei den Afro.

      Ich könnte dir aber anbieten den Bootloader (und blheli ;) ) auf die blueseries zu flashen. :)
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