Fahrgestell bauen und was über Antriebe lernen

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    • Tatsächlich ist schrauben oft komplizierter. braucht mehr planung, vor allem aber auch mehr gewicht und platz im Bot.

      Werde ich aus mangelhaften schweißfähigkeiten aber wohl trotzdem probieren...
      "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
      Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß. Die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
      So lernt doch jeder für sich selbst, in dem großen Spiel das Leben heißt. Und das Feuer ist einer der anspruchsvollsten, dennoch lohnendsten Mitspieler."

      Ps: Nicht käuflich, aber buchbar
    • Ich seh grad zwei Fragen von euch vor mir.

      Wie bekomm ich später wenn es schon gehärtet ist noch ein loch reingebohrt?

      Wie kann ich den später wenn er gehärtet ist mal eben schweissen um ihn zu reparieren?

      In beiden Fällen. Erwärmen auf etwa 700-800 grad bzw leicht rotglühend. Laaangsam abkühlen lassen. Dann ist er wieder weich und kann zb. gebohrt werden. Man kann ihn partiell erwärmen. Also nur dort wo ein loch rein soll oder wo eine Schweissnaht hin soll. Der Stahl ist dann in einem grösseren Bereich weich, eben so weit wie die 700-800 grad sich gezogen haben.

      Runsler,
      Man muss das von vornherein mit einplanen, klar, dann gehts am besten.
      Nimm zwei platten und mach an die Kante drei oder vier löcher. Stell es hochkant hin und leg den Vierkant daneben, dadurch sind beide an der kante schön bündig. Fixier beide mit Schraubzwingen und bohr durch die Löcher mal leicht den Vierkant an. Schon kannste den vierkant nehmen und die Löcher zuende bohren.

      Profis nehmen Tipkörner zum durchkörnen. Oder von vornherein die Löcher mit höhenreisser anzeichnen und körnen. Ich mach die Stellen mit nem Edding schwarz, dann sieht mans besser. Es gibt auch richtige Anreissfarbe, also Farbe halt.

      Ja, man muss bedenken das bohrlöcher nicht zuuu nah an kanten sein dürfen bei einer panzerung. Nicht das es an den Bohrlöchern nacher bricht. Ein 10er Loch nur 6mm von der Kante...nee. Da bleibt ja nur 1mm Material an der Kante übrig. Also Radius 5mm des Loches, bis hin zur Kante.

      Ist man unsicher..in den Baumarkt fahren und mal bei den Holzstäben gucken. Hat man das in der Hand dann bekommt man eine Vorstellung welche Abmessungen gut wären.

      Oder einfach hier fragen.
    • Planen meinte ich (auch) vom Gewicht her eher ;)
      Ist ja nochmal was anderes, ob ich sozusagen "dünne" Wände habe, und nur die "Innereien" daran festgeschraubt sind (mit entsprechenden Halterungen, wo nötig), oder ob man innen nochmal einen Rahmen hat, an dem die Panzerung befestigt ist. Selbst wenn man diesen Rahmen nur aus Alu baut oder ähnliches, und selbst wenn man ihn nur partiell da baut, wo man auch schrauben will (was evt. interessant wird, wie fest die Struktur dann insgesamt ist) benötigt das doch auf zwei Arten mehr Gewicht:
      1. das dafür verwendete Gewicht
      2. der zusätzlich im Innenraum benötigte Platz sorgt insgesamt für einen größeren Bot, also mehr Oberfläche -> schwerere Panzerung bei gleicher Materialstärke.

      Aber andererseits planst du auch für einen weit größeren Bot als ich, da sind die Toleranzen für sowas natürlich auch größer. Mal abgesehen davon, dass dir ganz andere Werkzeuge regelmäßiger zur Verfügung stehen. Ich werd für alles zuschneiden/bohren etc. ein ganzes Stückchen fahren müssen. Deswegen plan ich lieber vorher so viel wie möglich durch, bevor ich nachher auf 200g zu viel komme.
      "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
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      Ps: Nicht käuflich, aber buchbar
    • Danke für die Prozessbeschreibung des häuslichen Härtens.
      Ich bin davon ausgegangen, dass das Material schon "gehärtet" angeliefert wird. Darum die wohl etwas naive Frage, wie es sich beim Schweissen verhält.

      Irgendwie ist mir bei dem Härten usw. eine Hütte wie bei einem Schmied vor Augen erschienen ("Automatix" :D , wer sich mit Asterix auskennt ). Ehrlich gesagt ist das etwas über mein Interessensgebiet hinaus. Ich habe schon ganze Unterböden bei meinem alten VW-Bus geschweißt und im Haus/Garten mache ich alles (soweit möglich) lieber aus Stahl, statt dass ich mich mit Zement, Kies und Beton abquäle. Aber die Härterei ist wohl doch eine Nummer zu groß für mich.


      battlecore schrieb:

      Was ich noch sagen wollte, ich würd auf schweissen verzichten. Man sollte sich auf schrauben umstellen.

      Zur Erinnerung an die Anfangszeit von Robot Wars in Deutschland. Der erste Bot von meinem Arbeitskollegen war Tsunami (1). Die Titanplatten waren alle schön brav geschraubt. Die Folge war dann, dass beim deutschen Finale gegen Black Hole eine Panzerplatte abgerissen wurde. Die Schrauben halten offensichtlich nicht soviel Scher-/Zugkraft aus, was so ein brachialer Spinner übertragen kann. Bzw. werden dann durch die angesenkten Löcher durchgezogen.

      Tsunami 2 war dann ein Monocock, komplett geschweißt. Das hielt dann.
      .
      Interesse an Elektronik für Schaukampfroboter und Kettenfahrzeuge (Fahrtregler, ESC) ? => http://www.Robots.IB-Fink.de
    • @Runsler
      Denk andersrum. Für was noch einen extra Rahmen innendrin wo die Panzerung drankommt? Mach es selbsttragend. Auf der Bodenplatte aufbauend.
      Du musst ja auch nicht unbedingt Vierkantstäbe nehmen wo du alles dranschraubst. Winkeleisen gehen auch und das spart Gewicht. Da machste dann von hinten auf die Enden der Schrauben die da durchgucken noch eine Kontermutter drauf damit sich die Schraube nicht aus dem Gewinde ziehen kann.
      Damit sich das Panzerungsblech nicht aus den Schraubenköpfen zieht, siehe unten.

      Was das Gewicht angeht müssteste das mal gegenrechnen. Dickes aluminium oder dünneren Stahl. Vielleicht lässt sich innendrin bei deinem Bot ja auch einiges aus POM-Kunststoff machen statt z.B. Alu oder Stahl. Manchmal kann man auch mit ganz einfachen Sachen Gewicht sparen. Ein Lagerbock muss nicht viereckig sein, man kann auch die Ecken schräg abschneiden, dort bringt es eh nix wenn da soviel Material ist. So sparst Gewicht ohne Stabilität zu verlieren.


      @IBF
      Sowie Automatix das machte isses ja im Prinzip auch, nur das man eine improvisierte Esse heute aus einem normalen Grill machen kann. Und wenn sich das Stahlstück verzogen hat muss man ja auch draufkloppen und wieder gerade biegen solang es noch heiss ist. Ich hab in der kleinen Esse auch viele viele Probestücke gemacht zum üben. Jede Esse ist etwas anders von der Wärmeverteilung und da muss man schauen wie man das Werkstück am besten reinstellt und wo man am besten die Luft reinpusten kann damits gleichmässig heiss wird. Aber das ist alles nicht so schwierig, halb so wild wi es sich anhört.

      Ach dein Kollege hat Tsunami gebaut?? Cooles Teil. Titan hat den Nachteil das es sehr weich ist, es ist an sich zwar widerstandsfähig und leicht, aber kein bisschen Verschleissfest. Daher haben sich die Schrauben dann wohl auch durch die Löcher gezogen, bei Senkkopfschrauben in so weichem Material geht das schnell. Mit normalen Schrauben und Unterlegscheiben wär das nicht passiert, aber dann hat man ja auch wieder eine Angriffsfläche an den Schraubenköpfen. Oder man muss eben dort wo Schraublöcher hinkommen einfach das Material aufdoppeln um mehr Materialstärke zu haben. Also statt Unterlegscheiben macht man dann Flacheisen mit Senkung für die Schraubenköpfe und die legt man halt aussen dann drauf und macht die Schrauben rein. So ist die eigentliche Platte unter dem Flacheisen und kann sich nicht so leicht rausziehen. Da kann zwar auch eine Angriffsfläche sein, aber wenn man an so einem Flacheisen dann rundum eine schöne dicke Fase macht, dann dürfte das gehen.

      Wäre jetzt eine Möglichkeit. Die beste Möglichkeit ist halt dickeres Material zu nehmen. Ich würde nicht unter 5mm gehen denk ich.
      Wenn man viel Zeit zum fräsen hat, kann man auch ein dickes Material nehmen und weiter innen dann ausfräsen um Gewicht zu sparen, dann lässt man nur an den neuralgischen Punkten mehr Material stehen.
    • battlecore schrieb:

      Wenn man viel Zeit zum fräsen hat, kann man auch ein dickes Material nehmen und weiter innen dann ausfräsen um Gewicht zu sparen,
      Wenn ich dran denke, wie sich meine Fräsmaschine benimmt, wenn ich mit einem größeren Fräser etwas "normalen" Stahl abnehme, dann möchte ich nicht wissen, wie das bei anderen Stahlsorten ist, die nicht aus dem Standard-Allroundfach (ST37?) des Stahlhändlers stammen.
      (Kenne mich mit dem Stahlzeugs im Detail nicht so aus und werde mich hier lieber auf die Empfehlungen der Metaller verlassen, als eigene Experimente bzgl. Schlagfestigkeit, Bearbeitbarkeit usw. machen. ;) )
      .
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    • Naja im Normalfall fräst man ja auch nicht so. Die kleinen Maschinen die man so für den Hobbybedarf sind eignen sich ja eigentlich garnicht für Bleche grösserer Abmessungen weil die oft nur einen Schraubstock haben und keinen richtigen Tisch.

      Eine Platte von meinetwegen 10mm Stärke kann man nicht im Schraubstock spannen, das vibriert und schwingt bis der Fräser abbricht oder die Maschine selber anfängt zu rappeln. Zudem benutzen die meisten ja schlichtweg die falschen Fräser. Zum Beispiel Zweischneider / Schlichtfräser, also ein Fräser der lediglich zwei Schneidkanten hat. Die haben zwar den Vorteil das man damit direkt wie mit einem Bohrer ins Material von oben eintauchen kann. Aber viel Material abschruppen ist damit ungünstig. Dafür benutzt man Schruppfräser die schon bei 15mm Durchmesser mindestens vier Schneidkanten haben. Zusätzlich sind die Schneidkanten der Länge nach mit vielen Zähnen versehen. Mit diesen kann man nicht direkt von oben in das Material eintauchen weil die untendran in der Mitte keine Schneidkante haben, aber man kann richtig Material wegschruppen. Man taucht halt mit dem Zweischneider / Schlichtfräser einmal ins Material und fräst eine Tasche rein in die der Schruppfräser passt, dann vergrössert man die mit dem Schruppfräser.

      Aber, was wichtig ist, man spannt so eine Platte direkt auf dem Tisch auf mittels Spannzangen oder Gewindekloben. Der Tisch muss dazu dann aber auch Nuten haben wo man diese Spannhilfen drin reinschiebt. Bei grossen Platten macht man auch nach Möglichkeit irgendwo in der Mitte noch ein Loch und spannt dort mit einer Schraube wo man einen Nutenstein mit Gewinde in eine der Tischnuten schiebt. So vibriert das Werkstück in der Mitte nicht so sehr.

      Schlichtfräser
      bing.com/images/search?q=schlichtfr%c3%a4ser&FORM=HDRSC2

      Schruppfräser
      bing.com/images/search?q=schruppfr%c3%a4ser&FORM=HDRSC2

      Nutenstein
      bing.com/images/search?q=nutenstein&FORM=HDRSC2

      Spannpratzen zum Spannen. Kann man auch selbermachen. wichtig ist das die spannpratzen gerade auf dem Werkstück aufliegen. Dazu haben die ein Gewinde wo man von unten eine Schraube als Gegenlager reindreht. So stellt man die Höhe ein. Ganz an das werkstück ranschieben und die Schraube mit zwei Fingern soweit drehen bis sie auf den Tisch stößt. Dann zieht man oben die Schraube fest die in den Nutenstein geht und fertig.
      bing.com/images/search?q=spannpratzen+fr%c3%a4se&FORM=HDRSC2


      Kleiner einfacher Frästisch, richtige Fräsen haben natürlich einen mit etlichen Nuten
      ebay.de/itm/Kreuztisch-Frastis…m:m5otq_pjXi8EBht47m1ZUwQ

      Hier mal eine DIY-Möglichkeit um eine Platte zu spannen, die Schrauben sind durchgehend bis in die Nuten des Frästischen wo halt nutensteine reingeschoben sind
      buntbahn.de/modellbau/printview.php?t=4646&start=0
    • So, weiter gehts mit einer schönen Erklärung zum fräsen bezüglich Gleichlauf und Gegenlauf.
      Ein Fehler den fast jeder am Anfang macht ist das Gleichlauffräsen bei dem der Fräser sich in die gleiche Richtung dreht in der das Werkstück bewegt wird. Dabei haut die Schneidekante des Fräsers immer voll gegen das Material. Das führt zu starken Schlägen und Vibrationen weil einfache hobbymaschinen sehr viel Spiel in den führungen haben. Dadurch verschieben sich die einfachen Tische gerne und auch der Fräser selbst kann sich verstellen. So bekommt man dann oft keine gerade Kante gefräst und hat da schonmal einen plötzlichen Versatz. Gleichlauffräsen eignet sich nur für hochwertige Maschinen wie Fanuc usw.

      Beim Gegenlauffräsen hingegen bewegt sich das Werkstück entgegen der Drehrichtung des Fräsers. Die Schneidekante fängt dann im Material an zu schneiden, erst nimmt sie ganz wenig Material ab und nach aussen hin erst mehr. Das führt zu einem sehr ruhigen Lauf.

      Wenn man von aussen in eine Werkstückkante fährt, also meinetwegen eine flache Platte wo man dann von einer Seite ins Material reinfährt, hat man natürlich erstmal auch automatisch eine Kante wo die Schneide des Fräsers immer draufhaut, ist eben so. Aber sobald man im Material drin ist beruhigt sich das. Fräst man eine Tasche aus achtet man einfach auf die Drehrichtung des Fräsers und dann ist alles gut.

      urbschat-tools.de/kunden/urbschat-tools.de/29/index.html
    • Wobei es da sehr auf die relativen Geschwindigkeiten, wie "grob" die Fräse ist und wie hart das Material ist ankommt ;)
      Zumindest bei sehr kleinen Arbeiten und dem fräsen von Hand. Da ist fräsen im Gleichlauf unter Umständen sogar geeignet, um Kanten zu glätten etc, wenn man eben mit sehr wenig Druck und Vorschub bei sehr hoher Drehzahl die Fräse nur drüber "gleiten" lässt. Ist die Fräse sehr scharf, kann sie sich sonst richtig ungewollt in das Material "hineinziehen"

      Aber wie gesagt, das gilt nur unter manchen Umständen und vor allem hauptsächlich von Hand.
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      Ps: Nicht käuflich, aber buchbar
    • Ja kommt auf die Fräse auch an, wenn es eine mit automatikvorschub ist dann stellt man es einmal ein wenn man losfährt. Von Hand kanns ja auch immer mal passieren das man eben mal etwas zuviel will und den Vorschub mal so richtig zucken lässt :D Das ist alles auch eine Sache der Übung. Ich denke man baut einen Bot und dann hat man ne Menge Teile zu machen und dann nach ein paarmal klappts ja immer besser. Aber wenn man dann mal zwei Jahre nix großartig macht dann muss man erstmal wieder ein Gefühl dafür bekommen. Man verlernts nicht komplett, aber man muss wieder reinkommen.

      So, was anderes,
      hab mir grad mal ein video von Sewer Snake angeschaut wo er das Innenleben zeigt und erklärt. Also das ist schon irgendwie überzeugend ne. Dann hab ich noch eine Waffe gesehn die ich noch nicht kannte, die von Preda Raptor. Eine große Zange die nicht nur kneift wie sonst üblich, sondern sie kann insgesamt auch auf und ab geschwenkt werden. Das ist seeehr interessant. Da muss ich mich auch mal reinlesen.
    • Ich meinte wirklich von Hand fräsen, mit Dremel oder ähnlichen (wenn auch teils deutlich Leisungsfähigeren) Geräten. Damit hab ich halt beruflich täglich zu tun. Fräse in einer Hand, Werkstück in der anderen, und freihand loslegen. Da ist speziell bei weichem Material und frischer, scharfer Fräse die viel material abnehmen kann schnell zu viel weg wenn man in Gegenlauf arbeitet. Man spürt dann richtig, wie sich die Fräse in das Werkstück reinzieht. Auch wenn nur seitlich gefräst wird.
      Wird für einen Heavy wohl nicht viel Bedeutung haben, aber bei den Kleineren Gewichtsklassen und/oder für diejenigen ohne große Maschinen ja evt. trotzdem ganz nützlich zu wissen.


      Klammer + Lifter:
      Davon gabs in einer der neueren Battlebots-Staffeln auch die eine oder andere, wobei meist horizontal "gegriffen" wurde. Wohl auch, weil die meisten Bots oben und unten relativ "platt" sind, während sie seitwärts häufig irgendwelche abgewinkelten Teile haben, wo eine Zange dann abrutscht.

      Schönes Beispiel wäre da Complete Control, der in der Heavy-Version auch noch einen Flammenwerfer (die dürfen dort sowas) eingebaut hat.
      Heißt dann: greifen, über den eigenen Bot heben, und rein mit der Flamme.
      Die wohl einzige Variante eines Flammenwerfers, die ich wirklich sinnvoll finde... damit der was bringt, muss der Gegner ja eine Weile still halten, und selbst dann geht die meiste Energie nach oben weg statt in den gegnerischen Bot. Ist natürlich was anderes, wenn der Gegner nicht weg kann und die Flamme von unten kommt.
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      Ps: Nicht käuflich, aber buchbar
    • Achso du meinst einen Druckluftschleifer warscheinlich, mit Frässtift drin. Ja die benutzen wir auch für Kleinteile an Werkzeugen oder Stanzteile nacharbeiten wenn eine Schnittkante nicht so toll ist. Da rutscht man schnell weg wenn der Fräser sich ins Material zieht. Ist sehr praktisch mit Druckluft, wenn man mehr als 24 Liter Druckluft im Kompressor hat.

      Ja Complete Control hatt ich glaub ich auch mal in einem video gesehn, Greifer sind schon praktisch. Wobei ein Brenner wohl eher Show ist. Solang man nicht Sauerstoff und Acetylen an Board hat ist in einer Flamme ja sehr wenig Energie. Sieht man ja am Unterschied zu selbst sehr grossen Gas-Lötlampen mit Campinggas. Die Explosionsgefahr von Sauerstoff und die sehr giftigen Rauche von Acetylen wenn man zuviel davon in der Flamme hat verbieten sich bei sowas ja von selbst.

      Mir schwebt was vor wo ich vorn einen Lifter wie Sewer Snake und Luzifer habe und hinten einen Greifer der unten knapp über dem Boden ist um unter einen Bot zu kommen und dann von oben die Zange zu schliessen. Hab noch keine Vorstellung wie das mechanisch umzusetzen ist.

      Pauschal würd ich sagen einen Arm der liftbar ist und daran zwei Motoren mit Spindeln die einzeln bedienbar sind. Allerdings wären das dann drei zusätzliche Motoren die getrennt zu steuern sind.

      Etwas automatisierung wäre da ganz gut. Einen Ini an der unteren Zange der detektiert wenn etwas in der Zange ist und dann die obere Hälfte zufährt. Und einen Ini in der oberen Zange der detektiert wenn sie auf einem bot aufliegt und dann den Hebemechanismus betätigt. Dann wäre an sich nur ein Kanal nötig um die Inis zu resetten und alles in die Ausgangslage zurückzufahren.

      Das Problem mit Inis ist nur immer der Schmutz. Wenn sich viel Metallschmutz sammelt dann spinnen die oft. Kenn ich von unseren Schweissvorrichtungen an den Roboteranlagen. Und...die gehen ja nur bei magnetischem Material. Für alles andere braucht man Laser...die noch Schmutzempfindlicher sind..
    • Zur automatisierung hab ich vor ner Weile ein CAD-Modell mit einer mechanischen Lösung gesehen... Find ich grade leider nicht wieder, aber da steuerte ein motor alles, und in dem moment, wo die "Zange" blockierte, wurde der Lifter betätigt.
      Sah garnicht sooo kompliziert aus, und wie gesagt rein mechanisch, also ohne Sensoren oder so. Rein dadurch, dass der Motor immer weiter dreht, und beim blockieren der einen Bewegung die andere automatisch folgte.

      Die Temperatur von reinem Propan kann durchaus reichen, schließlich muss man nicht den Stahl schmelzen, sondern nur die Elektronik grillen. Und die steht bei manchen Bots sowieso im "normalen" Fahrbetrieb schon kurz vor der Überhitzung. Aber auch dazu braucht man eben längeren Kontakt, am besten von unten.
      Und einen Kampf außerhalb Deutschlands, denn da darf man ja nicht^^

      Mit Handfräse meinte ich eher solche Teile:

      Damit arbeite ich halt täglich (okay, im Moment hab ich Urlaub, aber sonst halt...)
      bzw. die noch etwas schnellere Version, die fast jeder vom Zahnarzt kennt. der "bohrt" ja auch selten wirklich^^
      Mit Druckluftantrieb hab ich die selber noch nicht benutzt, wäre wahrscheinlich auch noch ein gutes Stück lauter wenn man davon bis zu 20 in einem Raum in Betrieb hat...
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      Ps: Nicht käuflich, aber buchbar
    • Ja mit einem Motor geht das auch. Das wäre wie so ein Teleskopgreifer wie man beim Autoschrauben manchmal braucht. Weisst schon, etwas fällt in den Motorraum aber es kommt garantiert nicht auf dem Boden an :D

      Also ein länglicher Gewindekloben mit zwei Lagerbohrungen aussen wo jeweils eine Zangenklaue drankommt. In das Gewinde kommt eine Gewindestange zum Motor. Die Klauen müssen dann aussen und innen eine Führung bzw Anschlag haben über den die dann laufen. Wird der Kloben dann nach hinten gezogen schliesst sich die Zange und nach vorn öffnet sie sich. Die Zange würde dabei gleichzeitig nach hinten gehen. Da muss man an jede Klaue halt eine Kontur anbringen die dieser Bewegung entspricht.

      Gleichzeitig kann man an der unteren Klaue eine Kontur machen die einer Schräge entspricht. Weil die Zange beim schliessen nach hinten wandert würd die über diese Schräge laufen und dabei insgesamt angehoben.

      Müsste dann vieleicht mit ner Zugfeder nach unten gezogen werden gegen diese Kontur.
      Damit die nicht lose rumklappert.

      Ja. Könnt was werden.
    • Klingt wie etwas, bei dem man wahrscheinlich am besten einfach mal ein paar Restteile nimmt und irgendwas grob in der Richtung zusammenbrutzelt um zu gucken, wie das überhaupt funktioniert^^
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      Ps: Nicht käuflich, aber buchbar
    • Wir produzieren ähnliche Mechaniken in der Firma für einige unserer Produkte. Da dreht eine kleine Spindel und verstellt damit einen sogenannten Winkelhebel der darüber dann zwei dicke Federn strammer oder loser spannt. Man kann mit so einer Mechanik schon gewaltige Kräfte erzeugen. Eine Rettungsschere bei der Feuerwehr funktioniert auch meist über solche Winkelhebel. Da sind ja die Klauen selbst schon der Winkelhebel.
    • Hab da mal was ausprobiert um die Mimik mal vor augen zu haben. Im Prinzip geht das mit Winkelhebeln. Aber wenn ich die Zange beim schliessen gleichzeitig zurückziehen will um sie über eine Schräge nach oben schwenken zu lassen (der große Metallklotz mit der schrägen Kante) dann geht das nicht. Die beiden kleinen dreieckigen Teile oben und unten sollen die anschläge darstellen damit die Zange nicht zu weit aufgerissen werden kann. sieht man an dem bild wo sie geöffnet ist das die aussenkanten der beiden Klauen dann dort anliegen.

      Das mit der Schräge und darüber hochschwenken würde aber nur gehen wenn die beiden Klauen in der Mitte ihr festes Lager hätten und aussen an den Ecken je eine Spindel dran ist. Dann würden die beiden äusseren Punkte einen bestimmten Weg zurücklegen und den könnte man über diese Schräge gehen lassen. Aber da wären dann zwei spindeln nötig wenn die Zange gleichmässig schliessen soll.

      Alternativ kann man ja nur die obere klaue schliessen lassen mit einer Spindel. Die untere könnte ja auch fest sein. Vielleicht wär es möglich wenn der aufbau so wie auf den Bildern ist, nur halt die untere Klaue einfach fest. Z.B. als teil des Armes oder so. Wenn ich dann an der oberen Klaue ziehe so das die schliesst könnte ich das ja auch mit einem Seilzug machen. Die untere Klaue schiebt sich unter einen bot, somit ist da Gewicht drauf und sie bleibt erstmal unten.
      Dann ziehe ich über ein Seil an der oberen Klaue, da wo im Bild auch die Spindel dran zieht. Ab dem Punkt wo die Klaue sich nicht weiter ziehen lässt weil sie den bot einklemmt, würde sich der Zug auf den gesamten Arm verlagern und den Arm samt geschlossener Zange hochziehen.

      Hätte den eleganten Effekt das die klaue fester schliesst umso mehr Gewicht dranhängt.

      Hab da aber irgendwie grad so eine Denkblockade. Das mit dem Seilzug muss ich mir vielleicht zurch den Kopf gehen lassen. Oder Kette, lässt sich leichter wickeln bzw spannen.

      Ich ba ein paar spezifische Teile etwas verfremdet.










      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von battlecore ()

    • Mit Seil würde das dann etwa so aussehen. Hatte keinen passenden Seilzug zur Hand.
      Die Feder unten hält den Arm immer unten bis die Zange geschlossen ist. Ab dann baut sich immer mehr Druck auf bis die Zange nicht mehr fester zugeht. ab diesem Punkt würde der gesamte Arm durch den Seilzug angehoben werden.

      Find ich jetzt irgendwie sogar besser als mit Spindel und Motor. Obwohl sich mit Spindel natürlich etliches mehr an Druck aufbauen lässt usw. Mit dem Seilzug wirds automatisch nur so das es halt brauchbar geschlossen sein würde.

      Schick wär eine Kombination aus beidem. Mit Spindel die Zange schliessen und per Seil den Arm anheben. Aber das wären dann auch wieder zwei Motoren.