Lipo laden

    • Bitte bedenkt beim Akku-Laden:

      1)
      Die Akkus "vertragen" zwar einige Ampere Ladestrom. Aber "gut" tut das einem Akku nicht. Also lieber mit moderaten Strömen laden. Erhält die Lebensdauer. (Meine Hochstrom-NiCd sind seit ca. 7 Jahren im Einsatz und funktionieren immer noch....)
      2)
      Die LiPo-/LiFePO4-Zellen müssen gleichmäßig geladen warden. Darum mit Balancer-Anschluss. Laut meiner Bedienungsanleitung kann der Balancer aber nur maximal 0.2A ausgleichen. Je höher der Ladestrom ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass der Balancer das dann korrekt ausgleichen kann. Ob die chinesische Firmware in den Ladern einen Notfall-Modus enthält, der dann bei Überschreiten eines Balancerstroms automatisch den Gesamtstrom reduziert, das weis ich nicht. (Persönliche Meinung: Ich bezweifle es)
      3)
      Je höher der Ladestrom, desto größer werden die Spannungsverluste auf den Zuleitungen und vor allem den Steckanschlüssen. Ohne Balancer zu laden ist praktisch Mord an den Akkus.
      4)
      Selbst bei einem Turnier sind die Pausen zwischen den Kämpfen lange genug, um die Akkus mit gemäßigtem Strom nachzuladen. Wer mehrere Bots zum Nachladen hat, sollte sich einfach mehrere Ladegeräte zulegen. Die kosten derzeit wirklich nicht mehr viel...
      .
      Interesse an Elektronik für Schaukampfroboter und Kettenfahrzeuge (Fahrtregler, ESC) ? => robots.ib-fink.de
    • IBF schrieb:

      1)
      Die Akkus "vertragen" zwar einige Ampere Ladestrom. Aber "gut" tut das einem Akku nicht. Also lieber mit moderaten Strömen laden. Erhält die Lebensdauer. (Meine Hochstrom-NiCd sind seit ca. 7 Jahren im Einsatz und funktionieren immer noch....)
      1C Ladestrom ist klar akkuschonender als 5c, aber ich glaube nicht, dass das bei den wenigen Zyklen die wir im Jahr laden einen großen Unterschied macht. Da schätze ich die lange Liegezeit als schädlicher ein. NiCd und Lipo ist ein bisschen wie Äpfel und Birnen vergleichen, aber wir haben auch noch RC2400 die so alt sind wie ich. Die brauchen zwar ein paar Zyklen um in Schwung zu kommen, aber dann sind sie immer noch brauchbar.

      IBF schrieb:

      2)
      Die LiPo-/LiFePO4-Zellen müssen gleichmäßig geladen warden. Darum mit Balancer-Anschluss. Laut meiner Bedienungsanleitung kann der Balancer aber nur maximal 0.2A ausgleichen. Je höher der Ladestrom ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass der Balancer das dann korrekt ausgleichen kann. Ob die chinesische Firmware in den Ladern einen Notfall-Modus enthält, der dann bei Überschreiten eines Balancerstroms automatisch den Gesamtstrom reduziert, das weis ich nicht. (Persönliche Meinung: Ich bezweifle es)
      Balanciert wird meine ich erst am Ende. Es gibt auch Ladegeräte mit höherem Balancerstrom, das macht einen überraschend großen Unterschied bei der Ladezeit.
      Bei Lipo Akkus ist das Wichtigste, dass die Einzelzellen in ihrem Spannungsbereich bleiben. Also nicht tiefentladen oder über 4,2V geladen werden. Prinzipiell ist der ersten Zelle ist die Spannung der dritten egal, sind ja schließlich in Reihe geschaltet. (Es fließen keine hohen Ausgangsströme oder Ähnliches.

      IBF schrieb:

      3)
      Je höher der Ladestrom, desto größer werden die Spannungsverluste auf den Zuleitungen und vor allem den Steckanschlüssen. Ohne Balancer zu laden ist praktisch Mord an den Akkus.
      Wenn du dir schon beim Laden Sorgen um die Spannungsverluste bei den Leitungen/Steckern machst, wie schlimm ist es dann erst beim Entladen (sprich Kampfeinsatz) :P


      Zum Thema Lipo steht das Wichtigste auf der Seite: elektromodellflug.de/lipo-leitfaden-faq.html

      Edit: farbig
      ,,Why does my motor need brushes if it doesn´t have hair?" - Charles Guan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ralf.96 ()

    • ralf.96 schrieb:

      Der ersten Zelle ist die Spannung der dritten egal, sind ja schließlich in Reihe geschaltet.
      Ich sehe diesen Aspekt als die große Gemeinheit an. Denn der Strom ist in der Reihenschaltung überall gleich (... wo soll er denn auch hin, als überall durchzufließen...). Aber je entladener eine Zelle ist, desto geringer ist die Spannung. Bei einer vorgegebenen Gesamtspannung würde dann die Zelle, die schon fast geladen ist, noch mehr Spannung abkriegen. Also wird sie ohne eine "Umleitung" eines Teilstroms über den Balancer-Kanal zuviel kriegen und krepieren.
      Und irgendwas habe ich doch mal von einer "Ladeschlussspannung" gelesen, die für jede einzelne Zelle gilt und nicht überschritten werden darf..... :D

      //Edit: Werde mir den angegebenen Link natürlich mal zu Gemüte führen. Aber erst nach der Messe in Dortmund, derzeit ist anderweitig noch viel zu viel zu tun. ;(
      .
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    • So zum Thema Balancer. Bei Robbe wird permanent balanciert und in Extremsituationen der Ladestrom gesenkt. Ich habe schon 5400mah Akkus mit 15A geladen und da haben 200mA Balancerstrom ausgereicht. Mann muss die Akkus nur gut "einfahren". Hab hier schon irgendwo mal was zu geschrieben.

      Das B5 läd glaub ich mit vollem Strom bis eine Zelle ihre 4,2V erreicht drosselte dann und Balanciert.

      Wie gesagt gute Akkus brauch man fast nicht balancieren. Über die Ladedauer lässt sich auch die Lebenszeit/Zellenzustand erkennen. So kann man rechtzeitig einen schlechten 3S zum 2S kastrieren und hat wieder einen guten Akku. Aber nur wenn man merkt das eine Zelle den Geist auf giebt. Nicht wenn die schon plat ist.
      Deswegen halte ich auch nur was von lipo piepser Mut Einzelzellen Überwachung. Eine gesamt Überwachung ist sehr optimistisch und sollte pessimistisch eingestellt sein und nur bei guten Akkus verwendet werden. Ich sprech da aus Erfahrung
      Erfahrungen sind was sehr nützliches, leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte...
    • IBF schrieb:

      Ich sehe diesen Aspekt als die große Gemeinheit an. Denn der Strom ist in der Reihenschaltung überall gleich (... wo soll er denn auch hin, als überall durchzufließen...). Aber je entladener eine Zelle ist, desto geringer ist die Spannung. Bei einer vorgegebenen Gesamtspannung würde dann die Zelle, die schon fast geladen ist, noch mehr Spannung abkriegen. Also wird sie ohne eine "Umleitung" eines Teilstroms über den Balancer-Kanal zuviel kriegen und krepieren.
      Und irgendwas habe ich doch mal von einer "Ladeschlussspannung" gelesen, die für jede einzelne Zelle gilt und nicht überschritten werden darf.....
      Das hatte ich eigentlich einen Absatz drüber damit gemeint, dass die Akkus in ihrem Spannungsbereich bleiben sollen. Du hast natürlich Recht, ich hätte Zelle schreiben sollen.

      Edit: Ich habe meinen alten Post an der Stelle editiert, um Missverständnisse zu vermeiden
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ralf.96 ()

    • Ralf, ich versteh' schon, was Du meinst. ;)
      Augenblicklich gehe ich viel von den Erkenntnissen aus, die ich damals beim Bau und der Programmierung des Laders für die Hawker-Akkus gewonnen habe (Konstantspannung 14,85V bei maximal 30Ampere). Mir sind die Balancer ehrlich gesagt auch etwas suspekt. Man weis nie, ob die "sauber" funktionieren. Bei den kleinen LiPos für die Ants nehme ich daher lieber die selber gebauten Lader her. Pro Zelle ein Lader. Da kann nichts schiefgehen. :D

      Den Link von Dir werde ich nach MMMMV21 lesen. (Aktuell Überfluss an Zeitmangel. bzw. Mangel an Zeitüberfluss).
      .
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