PE-UHMW contra HDPE

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    • Das mitn schweissn stimmt nur bedingt. Ist aber net so das Problem, da PC ja auch nicht zum schweissen geht. Aber wenn sich was weicher anfühlt (war warscheinlich auf die Gleitfähigkeit gemünzt) sagt das überhaupt noch nix aus wie es sich dann unter Beanspruchung verhält.
      Dichte ist gleich HDPE.
      Zähigkeit ists viel besser.

      Bin da auf eine interessante Site gestossen. Unglaublich wieviele Sorten es da gibt...
      wefapress.com/index.php?id=394
      ST1000, ST600, ST7000af, ST9000MOS2, A4, US9200, ST500, ST4000ATEX, wären so die bevorzugten Sorten für unsere Zwecke.

      Bei WiKi aufgeschnappt:
      "Fasern aus PE-UHMW gehören, auf ihr Gewicht bezogen, zu den stärksten bekannten künstlichen Fasern (Dyneema®, DSM). Sie werden als chirurgisches Nahtmaterial verwendet. Sie sind wohl die einzigen bisher bekannten Fasern, welche als Material für einen Weltraumlift im Gespräch sind."

      Irgendwie tun si da ganz neue Wege auf mit dem Zeugs, ich könnte mir da lagerlose Wellendurchführungen der Antriebsräder oder sogar ab einer bestimmten Siärke Wellen für einen Spinner vorstellen. :]

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von rs513 ()

    • Kleiner Nachtrag, UHMW lässt sich sehr wohl schweissen, PE-X lässt sich nur schwer schweissen.

      Dazu eine kleine Erklärung was PE-X ist:

      PE-Makromoleküle lassen sich dreidimensional vernetzen. Durch die Vernetzung verbessert sich die Temperaturbeständigkeit des Materials. Außerdem erhöhen sich die Schlagzähigkeit und die Spannungsrissbeständigkeit. Die Vernetzung erfolgt während der Verarbeitung oder im Anschluss daran. Vernetztes Polyethylen wird als PE-X bezeichnet. Es gibt vier verschiedene Vernetzungsverfahren:

      Peroxid-Vernetzung (PE-Xa)
      Silan-Vernetzung (PE-Xb)
      Strahlen-Vernetzung (PE-Xc)
      Azo-Vernetzung (PE-Xd)

      PE-X wird unter anderem für Warmwasser-Rohre und als Isolierstoff von Mittel- und Hochspannungskabeln eingesetzt. PE-X wird ebenfalls sehr häufig in der Gas- und Trinkwasserversorgung eingesetzt. Es eignet sich durch seine hohe Kratzfestigkeit (Kratztiefe max. 20% der Wanddicke) besonders für grabenlose Verlegeverfahren, wie das Spülbohrverfahren oder die Einbringung in das Erdreich mittels Pflug. PE-X besitzt sehr schlechte Schweißeigenschaften, welche eine Verschweißung nur mittels Heizwendelschweißen zulassen.

      Hier moch eine kurze Beschreibung von HDPE:

      PE-HD (HDPE): schwach verzweigte Polymerketten, daher hohe Dichte zwischen 0,94 g/cm3 und 0,97 g/cm3, („HD“ steht für „high density“).

      PE-HD wichtigstes Anwendungsgebiet sind im Blasformverfahren hergestellte Hohlkörper, beispielsweise Flaschen für Reinigungsmittel im Haushalt, aber auch großvolumige Behälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu 1000 l (so genannte IBC). Außerdem wird PE-HD zu Spritzgussteilen, z. B. Verpackungen und Haushaltswaren, aber auch technische Artikel, verarbeitet. Zudem werden Fasern, Folien und Rohre aus Polyethylen im Extrusionsverfahren und Vakuumverfahren hergestellt.

      Und hier noch UHMW-PE:

      PE-UHMW: ultrahochmolekulares Polyethylen mit einer mittleren Molmasse von bis zu 10000 kg/mol und einer Dichte von 0,93–0,94 g/cm3 („UHMW“ steht für „ultra high molecular weight“).
      PE-UHMW wird beispielsweise bei explosionsgeschützten Betriebsmitteln, Überwachungseinrichtungen, Maschinenteilen, Zahnräder, Gleitbuchsen, Implantate und Oberflächen von Endoprothesen verwendet, bei denen es auf besonders leichten Lauf bei geringstmöglichem Abrieb ankommt.
    • Original von Fox
      Wenn ich mal fragen dürfte wie HDPE sich schweißen lässt?
      Mist jetzt hab ich mein ganzes Taschengeld für Kleber rausgehauen :D

      PE läßt sich nicht kleben.(Jedenfalls nicht ohne chemische Vorbehandlung)
      Schweißen geht mit einem in der Temperatur einstellbaren Heißluftgebläse und entsprechendem Schweißdraht. Je dicker das Material ist, umso besser gehts.
      Schweißen kann man aber auch nicht alle Sorten !!!
      Mehr Infos unter google.de
      haben ist besser als brauchen
    • Ich bräuchte mal bitte einen Tipp von jemanden, der HDPE schon thermisch bearbeitet und "gebogen" hat.

      Mein Rat-Rap2 soll ein neues Kleidchen bekommen. Die Seitenteile nicht mehr Alu, sondern aus HDPE. Eine 8mm-Platte habe ich ja.
      Das Seitenteil soll jetzt gebogen werden. Nachdem PE ein Thermoplast ist, müßte das irgendwie gehen.

      Frage:
      Wenn ich das mit der Heißluftpistole erhitze und dann in den Schraubstock zum "Biegen" einspanne, klappt das ?
      Oder hat jemand eine bessere Idee ?

      Nachdem das Zeugs 8mm dick ist, soll ich vor dem Biegen auf der Innenseite noch einen kleinen Kerbschnitt machen?
      .
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    • ich hab das ganze schon mit makrolon gemacht, weiß nicht ob das beim erhitzen ähnliche eigenschaften besitzt wie HDPE
      aber da es ja auch ein thermoplast ist sollte das natürlich auch gehen.
      ich hab mir dafür eine form aus holz zum drüberschmelzen/biegen gemacht
      die temperatur spielt beim bearbeiten sehr wichtig:
      ist das material beim biegen zu kalt gibt es kleine risse und es reist entweder sofort oder ist nachher spröde und hält nichts aus
      ist es zu heiß dann schmilzt es regelrecht dahin
      im wiki steht das es bereits bei 80°C erweicht also sollte man mit dem heisluftföh sehr sparsam umgehen

      es kommt auch drauf an wie deine panzerung nachher aussehen soll und man das material bei 8mm stärke überhaupt anständig über die form bringt...
    • Ich hab für meinen nie fertiggestellten Ugly 2 mal ein Stück HDPE mit ner Lötlampe erhitzt und gebogen und habe dabei festgestellt, lieber AUßEN eine Kerbe zu ritzen... Ansonsten war meine Erfahrung, dass das Zeug, wenn es einmal flüssig war hinterher zu einer härteren, spröderen Form abkühlt. Also wie mein Vorposter gesagt hat, lieber etwas sparsam mit der Heißluftpistole...
      anyway this cake is great
    • Hi Reiner,
      HDPE läßt sich sehr einfach biegen wenn man es erwärmt. Die Seitenteile von Weps habe ich so bearbeitet. Einfach irgendwo einspannen, z.B. in einem Holz-Spanntisch (Metall-Schraubstock klaut sehr viel Wärme) und dann entlang der zu biegenden Stelle von beiden Seiten erhitzen. Je langsamer du die Stelle erwärmst, umso besser. Die Hitze braucht etwas Zeit um durch das ganze Material zu dringen. Ich nehme dazu bei kleineren Teile ein Heißluftpistole auf kleiner Stufe bzw. eine regelbare Pistole mit rund 300°C und erwärme möglichst beide Seiten gleichmäßig, bei größeren Flächen mit zwei Heißluftpistolen. Nicht regelbare Heißluftpistolen bringen rund 500°C oder mehr, da muß man dann etwas mehr Abstand zum HDPE halten Wenn du die richtige Temperatur hast läßt sich das HDPE in Form bringen wie ein Stück zäher Pizzateig, bist du zu kalt biegt es sich nicht bzw. geht zum Teil wieder in die ursprüngliche Form. Bist du zu heiß, dann stinkt es und wirft Blasen. Nach dem Biegen das Material erst noch ein paar Minuten in Form halten, z.B. mit einem Stück Holz damit man sich nicht die Finger verbrennt. Das HDPE nimmt sehr viel Energie auf bis es sich richtig biegen läßt und braucht dann sehr lange um diese Energie wieder abzugeben. Dicke Schweißerhandschuhe können nicht schaden wenn man unbedingt die Finger nehmen muß um das Zeug in Form zu bringen.
      edit:
      Achja, keine Kerben !!! die sind überflüssig und auch potentielle Sollbruchstellen. Oder besser gesagt Sollreißstellen, HDPE bricht ja nicht.
      haben ist besser als brauchen