Weps

    • Es war einmal ..... Das Turnier Mad-Metal-Machines Vol.5 im April 2007.
      Ein netter Vereinskollege hatte mir im Vorfeld die Bodenplatte und Antriebseinheit für eine Ameise gebaut und geschenkt. Also Fahrtregler dazu, Akku aufgeschnallt und provisorisch fertig gemacht. Läuft und schiebt, alles bestens.
      Damit es meiner weiblichen Begleiterin bei MMMV5 nicht zu langweilig wird, habe ich die Ameise feierlich zur weiteren Verwendung bei MMMV5 übergeben (Dein Bot, Dein Kampf, ".... defekte Teile werden vom Haushaltsgeld abgezogen..." :D ). Ehre wem Ehre gebührt, der Bot wurde nach seinem Erbauter "T.T.F." (Tribute to Flatliner) getauft.
      MMMV5 verlief ganz nett, die Kameradschaft hat sich mehr als bewiesen, als mir meine zerfledderte Ratte von euch wieder fahrbereit zusammengebaut wurde. Meine Ameise kam beim Ranking wie erwartet auf einen hinteren Platz, T.T.F. aber auf einen Mittelfeld-Platz.

      Dann kam der Nachhauseweg von Bochum nach Regensburg (in den gut 6 Stunden Fahrzeit ist man dem weiblichen Kommunikationsdran schutzlos ausgeliefert.). Jedenfalls kam dann der Spruch von Rosi, dass sie beim nächsten Turnier auch mal was "Größeres" fahren will. Aber nicht so ein langsames Glump, wie ich es konstruiere *Boing*, sondern was Gescheites. Da waren sie wieder, meine drei Probleme ....

      Und irgendwie hat sich dann ein guter Freund im Verein ein Herz genommen, hat die kampferprobten Reste von Medusa umgebaut und bei der Übergabe von Tsunami war es dann soweit, ein weiterer Bot wurde zum weiteren liebevollen Gebrauch übergeben:



      Nachdem die Seitenteile aus schwarzem HDPE und die Räder gelb sind, hat sich hier bei uns die Assoziation zu einer Wespe aufgedrängt. Nachdem der Bot auch ein bißchen den südstaatler-Sleng wiederspiegeln soll, haben wir den bayerischen Namen dafür gewählt: "Weps"





      Die ersten Probefahrten verliefen gut. Entgegen meiner Meinung, dass bei rotierendem Sägeblatt die Fahrteigenschaften nur noch in eine Richtung tendieren, läßt sich der Bot hervorragend steuern. Vermutlich, weil derAbstand der Räder größer ist als der Durchmesser des Sägeblatts, kann man die kinetische Energie doch noch akzeptabel ablenken.

      Hier eine Sequenz von der ersten Problefahrt unter unserem Carport. Den Einschlag des Sägeblatts in die seitliche Metallbegrenzung habe ich leider nicht auf Film gebannt ....

      Testfahrten Weps

      Der Spinner-Motor kriegt von mir noch eine Abdeckung, das Design wird noch ein bißchen mehr auf gelb-schwarz getrimmt. Der Fahrtregler muss noch erweitert werden (wird die nächste Version), beim Anlauf zieht der Waffenmotor so viel Strom, dass die Strombegrenzung ständig anspricht. Es muss ein "Softstart" rein, der den Strom langsam anhebt und nicht abrupt abschaltet, wenn er das eingestellte Limit überschreitet.
      ´... und dann kommt noch eine unwichtige Kleinigkeit hinzu: Die Mitglieder vom Team IBF müssen jetzt fahren lernen. Entgegen der Gewohnheit der bisherig gebauten Bots ist Weps nämlich sehr agil.....


      Vielen Dank an Flatliner !
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    • Ich hoffe das teil ist jetzt besser als Medusa

      Mir hat Medusa gut gefallen. Hat mordsmäßig für Action gesorgt und die rotierende Walze hatte was .... wir hoffen, das Erbe von Medusa in gewissem Sinne weiterverfolgen zu können. (So wie im Film "Christine" von John Carpenter, in der die Seele von dem Auto nach der Restaurierung auch wieder erwacht ist... :D )
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    • Nach vielen Jahren der informellen Abstinenz jetzt mal wieder ein paar Infos und Fotos.

      Die HDPE-Verkleidung hatte im Laufe der Zeit doch schon sehr gelitten. Beim letzten Turnier vor ca. 2 Jahren wurde dann auch die obere Abdeckung zerstört. Höchste Zeit also, dass Weps ein bißchen Pflege bekommt.

      Die Seitenteile sind aus HDPE und um die Räder "geschwungen". Sie bestehen im Original aus einem Teil.
      Leider machte mir das Biegen des 8mm starken HDPE etwas Probleme. Ich hab's daher mit dem Biegen gelassen und die Konturen aus Einzelelemente zusammengesetzt.


      Der Vergleich zwischen "altem" und "neuem" Seitenteil.



      Die Felgen wurden beibehalten. Flatliner-Dirk hatte mir freundlicherweise neue Pneus angegossen.


      Der Zusammenbau der Grundeinheit. Die Reifen sind hier befestigt und die neuen Seitenteile angeschraubt.




      Man beachte diesen Schutz für den Waffenmotor. Er ist leider so hoch, dass der Bot auf dem Rücken liegend nicht fahren könnte. Das Rad wäre vom Boden abgehoben, weil die Schutzabdeckung zu hoch ist. Also muss die Schutzabdeckung etwas nach unten gebracht werden. Leicht gesagt. Die Idee: Den Mittelteil lassen, nur die beiden Befestigungsschenkel abschneiden und durch Neuere (etwas kürzer) ersetzen.



      Die neuen Befestigungsschenkel wollte ich auch unter Zuhilfenahme einer Heißluftpistole biegen. Kleiner Nebeneffekt: Das Polycarbonat kriegt eine sehr rauhe Oberfläche. Sieht aus, als wenn Lava aufkocht und dann erkaltet..... Aber hält. Leider war die Rampe der Schenkel zu kurz. Somit wurde dieses Teil entsorgt....
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    • Endlch geht es mit Weps weiter, freu mich schon drauf den Bot in der Arena wiederzusehen. Das alte HDPE war zwar nicht mehr schön, aber war es schon zerrissen?
      Das Makrolon wirft Blasen weil Feuchtigkeit in das Material eingezogen ist. Wenn du so etwas schön haben wilst, dann muss das Makrolon vor dem biegen für rund 2 Stunden bei 100-120 Grad in den Backofen.
      haben ist besser als brauchen
    • Das Makrolon wirft Blasen weil Feuchtigkeit in das Material eingezogen ist. Wenn du so etwas schön haben wilst, dann muss das Makrolon vor dem biegen für rund 2 Stunden bei 100-120 Grad in den Backofen.

      Ah... *Pling*. Das ist also der Grund. Ich hatte dann ein anderes Stückchen Polycarbonat verwendet. War dicker und... hat auch wieder eine Nebelwand eingebaut bekommen. Aber es hält, darum lasse ich es so.
      Das mit der Feuchtigkeit klingt plausibel. Das Material wird seit Monaten in der Werkstatt bei ungefähr 0 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit gelagert.

      Das alte HDPE war zwar nicht mehr schön, aber war es schon zerrissen?

      Ein paar Segmente haben schon gefehlt. Beim Tragen des Bots hat man sich immer mal etwas verletzt.
      Ok, es wäre zu reparieren gewesen. Aber manche Stellen waren schon "sehr dünn" und ich wollte mit dem Winkelschleifer die ganzen hervorstehenden Grate entfernen. => Irgendwie wollte ich einfach eine einigermaßen "plane" Oberfläche, darum die Radialkur.

      Du hattest damals 5mm HDPE verwendet. Ih habe nur 8mm in meinem Fundus. Das Biegen ds HDPE hatte bei mir nicht sauber geklappt. Einen 90Grad-Winkel schaffte ich nicht. Darum die etwas umständlichere Methode mit dem Zusammensetzen aus drei Einzelteile und Spaks als Verschraubung.
      => Erstes Gesetz der Bauingenieure: "Wird schon halten".
      => Zweites Gesetzt: "Wenn es nicht hält, wo fällt es hin...".
      :D

      Weps ist bei den Innereien jetzt soweit fertig. Morgen Testlauf, dann den Deckel fertig machen. Fehlt noch die Buchse an der Lagerung von der Waffe, dann wäre Weps weider einsatzbereit.
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    • Dies ist eigentlich ein Nachtrag. Denn Weps wurde für die Antwerp-Expo tatsächlich rechtzeitig fertig und ist mittlerweile auch schon wieder etwas "lädiert". :D

      Also hier nachträglich ein bißchen Dokumentation:


      So sieht Weps mit neuem Kleidchen aus. Flatliner hatte beim Bau des Chassis ein schwarzes HDPE von 5 oder 6mm verwendet (weis ich jetzt nicht mehr so genau). Das hat von der Panzerung her vollkommen genügt. Ich habe aber nur ein 8mm HDPE verfügbar. Also wurde das als neue Panzerung verbaut.



      Im Inneren sind weiterhin die bewährten Akkuschraubermotoren und der etwas größere Waffenmotor (Typ weis ich nicht) verbaut. Alles so belassen, wie es jahrelang funktionierte. Lediglich der Fahrtregler (bisher Fahrtregler3_1) wurde gegen die aktuelle Version "Fahrtregler4_1" ausgetauscht.



      Neu ist auch die Adaptereinheit. Wie bei meinen Bots standardmäßig festgelegt, gibt es drei Buchsen. Wobei zwei Buchsen in dem Abstand gewählt wurden, dass dort ein Brückenstecker die Verbindung von "Plus" zum "Plus-Fahrtregler" herstellt. Die schwarze Minusbuchse ist nur zum Laden vom Akku.


      Besonderes Augenmerk möchte ich bei dem obigen Foto auf den kleinen Kippschalter am unteren Ende der Adaptereinheit richten. Der Kippschalter ist mit dem Einlern-Eingang des Empfängers verbunden und normalerweise geöffnet. Im Deckel von Weps ist eine kleine Öffnung, so dass man mit einem Schraubendreher den Kippschalter betätigen kann.
      Warum das Ganze?: Ich möchte in Zukunft mein Gepäck bei der Anreise zu MMM oder Turnieren der DRG etwas reduzieren. Also auch nicht für jeden Bot eine separate Funke mitnehmen. Mit dem Kippschalter kann Weps also kurzfristig auf eine andere Funke eingelernt werden. (Bei drei Raptoren mit zwei Funken kann es mal eine ungüstige Konstellation geben.... => damit kein Problem mehr. Ich würde das jedem Empfehlen, der sich so eine Adaptereinheit aufbaut, auch einen Kippschalter für den Verlink-Anschluss des 2.4GHz-Empfängers vorzusehen.
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    • Ladebuchsen am Bot sind eine wirklich praktische Sache,
      diese Bananenbuchsen will ich aber nicht mehr verwenden. Die Verwechslungsgefahr ist viel zu gross, nicht nur Plus und Minus kann man vertauschen. Das merkt ein modernes Ladegerät sogar und gibt eine Fehlermeldung aus. Wenn man aber versucht statt dem Akku den Regler aufzuladen (gelbe + schwarze Buchse), dann könnte das übel enden.
      haben ist besser als brauchen
    • Original von Flatliner
      Ladebuchsen am Bot sind eine wirklich praktische Sache,
      diese Bananenbuchsen will ich aber nicht mehr verwenden. Die Verwechslungsgefahr ist viel zu gross, nicht nur Plus und Minus kann man vertauschen. Das merkt ein modernes Ladegerät sogar und gibt eine Fehlermeldung aus. Wenn man aber versucht statt dem Akku den Regler aufzuladen (gelbe + schwarze Buchse), dann könnte das übel enden.


      :D Ja, mit der Verwechslungsgefahr hast Du recht. Ist mir sogar schon einmal passiert, weil es etwas dunkel war und vor lauter "schnell - schnell" die Hektik größer als die Qualität war.
      Der Lader schaltet bei 16V ab (NiCd). Müßte der Fahrtregler gerade noch aushalten. ;)

      Bei Tsunami sind Multkontakt-Stecker dran (Bezeichnung weis ich nicht genau). Alle Pole (auch die Sense-Eingänge zum Messen der Spannung am Akku ohne die Spannungsverluste an den Zuleitungen) sind da drübergelegt. Feine Sache. Ich habe nur immer Angst, dass eine Buchse am Bot was abkriegt und kein Ersatz bereit ist.

      Vor vier Tagen hatte ich Deinen Bots in greifbarer Nähe. Aber mir ist jetzt entfallen, was für Ladebuchsen dass Du verwendest. (?)
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    • Original von IBF
      Hm... hab' heute versucht, das Spiel in der Spinnerscheibe zu reduzieren. (Das Lager hatte vertikales Spiel).
      Dazu extra einen kleinen Zwischenring gedreht. Leider taumelt die Spinnerscheibe jetzt. :( ). Ich werd's mal mit einer einfachen Gummidichtung probieren. :rolleyes:



      Das Lager hat den Zwischenring nicht überlebt. Der Kugelkäfig ist eingedrückt. :(

      Hat jemand zufällig ein passendes Kugellager (geschlossen) in seinem Fundus, das er mir zu MMMV15 mitbringen und verkaufen kann?

      Aussendurchmesser: 35mm
      Innendurchmesser: 15mm
      Stärke/Dicke am Aussenring: 11mm

      Ich bestell heute noch ein Lager bei einem Versandhändler, aber bei meinem typischen Glück kommt das am samstagvormittag bei mir zuhause an. (Abfahrt ist am Freitag nach Bochum.)
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    • Ist denn wirklich der Käfig beschädigt oder vielleicht nur die Dichtscheibe die du evtl. rausbrechen kannst?

      Ich glaube, der Innenring ist etwas verschoben worden. (Wahrscheinlich, weil ich das ganze Sandwich mit meiner unteren Abdeckung eingeklemmt hatte.)
      Drehen tut sich das Dingens noch, "hakelt" halt ein bißchen.
      Naja,.... hauptsache der Bot fährt. ;)

      Bei der Antwerp-Expo habe ich leider öfters den Riemen verloren. Hab's auch noch nicht geschafft, einen Schutz dafür hinzubauen.
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    • Heute endlich mal wieder ein bißchen Zeit für die Bots freigeschaufelt.

      Weps hatte bei der Messe in Castrop-Rauxel ständig ein lockeres Antriebsrad.
      Normalerweise ist das Rad mit einer M5-Madenschraube an die Antriebswelle geklemmt. Flatliner-Dirk hatte hier separat noch eine kleine "Körnung" angebohrt, damit der Druckpunkt nicht verrutscht.

      Der erst Verdacht war, dass die Klemmschraube an der Spitze abgemurkst ist und so kein brauchbarer Druckpunkt mehr entsteht.
      War aber nicht:



      War wohl ein anderer Grund: so sah die Welle nach der Messe aus:



      Trotz diverser Warnungen habe ich jetzt mit einem 5.5mm-Borher ca. dreiviertel von der Wandstärke der Welle eine Sackbohrung gesetzt. Die Madenschraube findet jetzt wieder Halt.
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