Formgebung

    • Hat jemand schon mal Macrolon/Lexan in Form gebracht? Soll heißen aus der Platte eine komplexere Form erstellen. Meine Experimente mit Polycarbonat sind zwiespältig, wenn der Abkühlvorgang nach Erhitzung-Formung-Abkühlung zu schnell-also bei Zimmertemperatur erfolgt- wird es sehr spröde. Schon bei geringen auftretenden Kräften reichen die anscheinde innewohnenden Spannungen aus das Material zu zerstören. Weiß hier einer ob sich Lexan in 5-10mm auch so verhält?
      ....ein Event muss her
    • RE: Formgebung

      Hehe... genau daran wäre ja beinahe der iCube von dem vielgerühmten Mr. Jobs gescheitert - hatte auch PC Gehäuse - und auch Spannungsrisse...



      Soll heissen - ich weiss nicht ob man das zuhause so thermisch bearbeiten kann dass KEINE Spannungsrisse auftreten.



      MfG,

      scotchco



    • RE: Formgebung



      Tach zusammen



      Also Lexan/Macrolon kann man eigendlich ziemlich gut formen, aber man muß das ganze Material in einem Ofen oder auf einer Heizplatte erwärmen um das Spannungsrissrisiko zu reduzieren.

      Außerdem sollten die Radien nicht zu klein gewählt werden d.h. wenn man 5mm Lexan um 90° abwinkeln willst sollte der Innenradius dieses Winkels nicht kleiner 5mm werden, innen stauchts und außen wird gestreckt.Einfach ein geeignetes Rohr einlegen.

      Scharfkantig biegen wie Blech ist nicht zu empfehlen.

      Für größere Längen sollte man sich eine Biegevorrichtung bauen, ist aber mit ein paar Holzbrettern, Scharnieren und Schraubzwingen schnell gemacht.

      Bei größeren Dicken als 5mm würde ich das Material entlang der Biegekante von innen im passenden Winkel nuten und anschließend den Spalt verkleben.



      Komplexere Formen als einen Kasten wirst Du so aber nicht hinkriegen, willst Du Rundungen oder Ausformungen herstellen muß eine Form hergestellt werden, über die das Material gezogen wird.



      Hört sich alles komplieziert an, ist es aber gar nicht.



      MfG



      Crossnailer



    • RE: Formgebung

      Es ist nicht so, dass ich das Polycarbonat mit der Lötlampe erwärmt hätte. Da war schon der Ofen im Spiel (190-210C ist ne gute Temperatur). Rundmaterial und schmale Profile oder Halbzeuge waren nicht das Problem, aber bei Platten wird´s dann doch spannend. Es zeigt sich, dass selbst kleinste Kratzer auf der Oberfläche zum Versagen des Materials beim Abkühlunsprozess führen kann, wenn man nicht die Temperatur langsam abkühlt. Es geht, wenn man das Material nach der Verformung wieder in den Ofen packt, der sollte sich aber auf ca. 100C abgekühlt haben und dann langsam abkühlen lassen. Immer dieses Schuhkartondesign ist auf dauer doch sch...
      ....ein Event muss her